Änderungen

K
Textersetzung - „““ durch „"“
Zeile 4: Zeile 4:  
In der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s war [[Leopold Brandauer junior|Leopold Brandauer]] Pächter der Schlossrestauration bis zum [[1. Februar]] [[1901]]. Denn das Oberhofmeisteramt erließ [[1900]] eine Weisung, nach der der ''Restaurateur Leopold Brandauer'' einen modernen Glaspavillon über den Bach im Schlossbereich hätte errichten müssen. Dies war gerade überall in Europa in Mode gekommen. Brandauer soll darauf gesagt haben, ... ''warum soll Hellbrunn verschandelt werden? ...'' was zur Pachtauflösung führte. Am 1. Februar 1901 sang die voll des Mitgefühls versammelte Bewohnerschaft von Hellbrunn und Umgebung zum Abschied ''Wir haben gebauet ein festliches Haus ...''.
 
In der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s war [[Leopold Brandauer junior|Leopold Brandauer]] Pächter der Schlossrestauration bis zum [[1. Februar]] [[1901]]. Denn das Oberhofmeisteramt erließ [[1900]] eine Weisung, nach der der ''Restaurateur Leopold Brandauer'' einen modernen Glaspavillon über den Bach im Schlossbereich hätte errichten müssen. Dies war gerade überall in Europa in Mode gekommen. Brandauer soll darauf gesagt haben, ... ''warum soll Hellbrunn verschandelt werden? ...'' was zur Pachtauflösung führte. Am 1. Februar 1901 sang die voll des Mitgefühls versammelte Bewohnerschaft von Hellbrunn und Umgebung zum Abschied ''Wir haben gebauet ein festliches Haus ...''.
   −
Zu jener Zeit schrieb das Oberhofmeisteramt in Wien strenge Regeln zur Führung der Restauration vor: Sperre während "acht“ Wintermonaten, Sperrstunde − auch im Hochsommer − um 19 Uhr, da zu dieser Zeit alle Schlossgartentore geschlossen wurden; Brandauer musste drei getrennte Schankanlagen führen; vor der Restauration war kein Gastgarten erlaubt.
+
Zu jener Zeit schrieb das Oberhofmeisteramt in Wien strenge Regeln zur Führung der Restauration vor: Sperre während "acht" Wintermonaten, Sperrstunde − auch im Hochsommer − um 19 Uhr, da zu dieser Zeit alle Schlossgartentore geschlossen wurden; Brandauer musste drei getrennte Schankanlagen führen; vor der Restauration war kein Gastgarten erlaubt.
    
Neben diesen Vorschriften konnte Brandauer als Pächter aber auch Verbesserungen durchbringen. So wurden die blinden Bleiglasfenster im Küchenbereich durch neuere, durchsichtige Fenster ersetzt. Der Einsatz von Brandauer brachte dem Restaurant einen hervorragenden Ruf in der Salzburger Bevölkerung ein. Die großherzögliche Familie der Toskana (siehe [[Ferdinand IV. von Toskana]]) war fast täglich anzutreffen. Übrigens, speziell für diese Familie wurde die erste Telefonleitung Salzburgs verlegt: vom [[Toskanatrakt]] in der [[Alte Residenz|alten Residenz]] entlang den [[Hellbrunner Allee]]-Bäumen nach Hellbrunn!
 
Neben diesen Vorschriften konnte Brandauer als Pächter aber auch Verbesserungen durchbringen. So wurden die blinden Bleiglasfenster im Küchenbereich durch neuere, durchsichtige Fenster ersetzt. Der Einsatz von Brandauer brachte dem Restaurant einen hervorragenden Ruf in der Salzburger Bevölkerung ein. Die großherzögliche Familie der Toskana (siehe [[Ferdinand IV. von Toskana]]) war fast täglich anzutreffen. Übrigens, speziell für diese Familie wurde die erste Telefonleitung Salzburgs verlegt: vom [[Toskanatrakt]] in der [[Alte Residenz|alten Residenz]] entlang den [[Hellbrunner Allee]]-Bäumen nach Hellbrunn!