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==Preußen==
 
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"Preußen“ hieß ursprünglich das an das heutige [[Litauen]] grenzende Territorium des Deutschen Ritterordens. Dieser war ein geistlicher Orden, aber 1525 führte der Hochmeister die Reformation ein und wandelte das Territorium in ein weltliches Herzogtum um. Als seine Linie ausstarb, erbte der nächste männliche Verwandte das Herzogtum. Es war dies der Kurfürst von Brandenburg. Ein späterer Kurfürst von Brandenburg wurde (1701) vom Kaiser für seine militärische Hilfe belohnt, indem ihn dieser als "König in Preußen“ (Preußen war damals nur das spätere Ostpreußen und lag außerhalb des [[Reich#Heiliges_R.C3.B6misches_Reich|Reichs]]<u></u>gebietes, in dem dem Kaiser kein zusätzlicher König erwünscht gewesen wäre) anerkannte. Von seinem brandenburgischen Zentrum aus wuchs der preußische Staat insbesondere durch die Eroberung [[Schlesien]]s (1740/42), die Beteiligung an den Polnischen Teilungen (1765, 1793 und 1795), die Neuordnung Deutschlands 1815 (nach dem Sieg über [[Napoleon]], an dem Preußen großen Anteil hatte) und schließlich die Annexion mehrerer im Krieg von 1866 auf österreichischer Seite stehender deutscher Staaten.
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"Preußen" hieß ursprünglich das an das heutige [[Litauen]] grenzende Territorium des Deutschen Ritterordens. Dieser war ein geistlicher Orden, aber 1525 führte der Hochmeister die Reformation ein und wandelte das Territorium in ein weltliches Herzogtum um. Als seine Linie ausstarb, erbte der nächste männliche Verwandte das Herzogtum. Es war dies der Kurfürst von Brandenburg. Ein späterer Kurfürst von Brandenburg wurde (1701) vom Kaiser für seine militärische Hilfe belohnt, indem ihn dieser als "König in Preußen" (Preußen war damals nur das spätere Ostpreußen und lag außerhalb des [[Reich#Heiliges_R.C3.B6misches_Reich|Reichs]]<u></u>gebietes, in dem dem Kaiser kein zusätzlicher König erwünscht gewesen wäre) anerkannte. Von seinem brandenburgischen Zentrum aus wuchs der preußische Staat insbesondere durch die Eroberung [[Schlesien]]s (1740/42), die Beteiligung an den Polnischen Teilungen (1765, 1793 und 1795), die Neuordnung Deutschlands 1815 (nach dem Sieg über [[Napoleon]], an dem Preußen großen Anteil hatte) und schließlich die Annexion mehrerer im Krieg von 1866 auf österreichischer Seite stehender deutscher Staaten.
    
Somit umfasste es von 1866 bis 1945 im Wesentlichen die folgenden heutigen Bundesländer: Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen sowie große Teile von Rheinland-Pfalz und Hessen; ferner einen nicht unbeträchtlichen Teil des heutigen [[Polen]]: Pommern, Westpreußen, südliches Ostpreußen, [[Schlesien]].
 
Somit umfasste es von 1866 bis 1945 im Wesentlichen die folgenden heutigen Bundesländer: Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen sowie große Teile von Rheinland-Pfalz und Hessen; ferner einen nicht unbeträchtlichen Teil des heutigen [[Polen]]: Pommern, Westpreußen, südliches Ostpreußen, [[Schlesien]].
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=== Orte ===
 
=== Orte ===
 
* '''Hohensalzburg (Ostpreußen)'''
 
* '''Hohensalzburg (Ostpreußen)'''
:: Das Dorf '''Hohensalzburg''' lag im ostpreußischen Landkreis Tilsit-Ragnit, nahe dem Ort Kraupischken, und trug bis [[1938]] den Namen ''Lengwethen''. Es war ein typisches "Salzburgerkoloniedorf“ in Ostpreußen, das vor der Ankunft der heimatvertriebenen Protestanten zur Wüstung verkommen war und von den Salzburger Emigranten  [[1732]] wieder besiedelt und aufgebaut wurde. Im Jahr ihrer Ankunft erbauten die Salzburger Neusiedler auch eine einfach ausgeführte Kirche, die nach [[1945]] zeitweise als Kulturzentrum genutzt wurde und erst nach der Jahrtausendwende einem Brand zum Opfer fiel. Der Kirchenbau beherbergte einen schmucklosen Kanzelaltar und eine kleine Orgel aus dem Jahre [[1858]]. Die Taufschale aus Messing war von den Salzburgern aus ihrer [[Bundesland Salzburg|alten Heimat]] mitgebracht worden.
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:: Das Dorf '''Hohensalzburg''' lag im ostpreußischen Landkreis Tilsit-Ragnit, nahe dem Ort Kraupischken, und trug bis [[1938]] den Namen ''Lengwethen''. Es war ein typisches "Salzburgerkoloniedorf" in Ostpreußen, das vor der Ankunft der heimatvertriebenen Protestanten zur Wüstung verkommen war und von den Salzburger Emigranten  [[1732]] wieder besiedelt und aufgebaut wurde. Im Jahr ihrer Ankunft erbauten die Salzburger Neusiedler auch eine einfach ausgeführte Kirche, die nach [[1945]] zeitweise als Kulturzentrum genutzt wurde und erst nach der Jahrtausendwende einem Brand zum Opfer fiel. Der Kirchenbau beherbergte einen schmucklosen Kanzelaltar und eine kleine Orgel aus dem Jahre [[1858]]. Die Taufschale aus Messing war von den Salzburgern aus ihrer [[Bundesland Salzburg|alten Heimat]] mitgebracht worden.
    
:: Neben der Kirche erhielten sich aus der Salzburger Zeit nach der Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung 1945 nur wenige heruntergekommene Gebäude. [[1939]] lebten in Hohensalzburg 364 Einwohner, die fast ausschließlich von den Salzburger Emigranten aus den [[1730er]]-Jahren abstammten. Nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] verkam der Ort zu einer an einer Straßenkreuzung gelegenen Ansammlung weniger Häuser,  die den russischen Namen ''Lunino'' erhielt und heute zur Kleinstadt ''Uljanowo'' (Kraupischken) gehört.
 
:: Neben der Kirche erhielten sich aus der Salzburger Zeit nach der Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung 1945 nur wenige heruntergekommene Gebäude. [[1939]] lebten in Hohensalzburg 364 Einwohner, die fast ausschließlich von den Salzburger Emigranten aus den [[1730er]]-Jahren abstammten. Nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] verkam der Ort zu einer an einer Straßenkreuzung gelegenen Ansammlung weniger Häuser,  die den russischen Namen ''Lunino'' erhielt und heute zur Kleinstadt ''Uljanowo'' (Kraupischken) gehört.