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| | === Unfälle mit E-Bike nehmen zu === | | === Unfälle mit E-Bike nehmen zu === |
| − | ''E-Bikes'' sind oft sehr schwer, das heißt, sie weisen ein beträchtliches Eigengewicht auf und können von ihren Besitzern, vor allem bei den Abfahrten, kaum mehr beherrscht werden. Das führt neben Konflikten mit Wanderern und unmotorisierten Mountainbikern immer wieder auch zu erhöhter Unfallgefahr. "Jeder Unfall im Wald oder am Berg führt zu einer massiven Beunruhigung des Wildes, denn oft ist dann auch noch der Einsatz eines Rettungshubschraubers erforderlich“, so Putz. | + | ''E-Bikes'' sind oft sehr schwer, das heißt, sie weisen ein beträchtliches Eigengewicht auf und können von ihren Besitzern, vor allem bei den Abfahrten, kaum mehr beherrscht werden. Das führt neben Konflikten mit Wanderern und unmotorisierten Mountainbikern immer wieder auch zu erhöhter Unfallgefahr. "Jeder Unfall im Wald oder am Berg führt zu einer massiven Beunruhigung des Wildes, denn oft ist dann auch noch der Einsatz eines Rettungshubschraubers erforderlich", so Putz. |
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| | ===== Tödliche Unfälle ===== | | ===== Tödliche Unfälle ===== |
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| | Eine für Donnerstagabend ([[16. Juli]] [[2015]]) geplante Demonstration am Salzburger [[Untersberg]] für die generelle Freigabe von Forststraßen in Österreich für ''Mountainbiker'' hatte zu einer unkonventionellen Reaktion des Grundbesitzers geführt. Der Salzburger Forstunternehmer [[Maximilian Mayr-Melnhof]] (45) öffnete am Donnerstag für einen Tag alle Forststraßen auf seinem Grund – auch für Motorräder, Pferde und Autos. | | Eine für Donnerstagabend ([[16. Juli]] [[2015]]) geplante Demonstration am Salzburger [[Untersberg]] für die generelle Freigabe von Forststraßen in Österreich für ''Mountainbiker'' hatte zu einer unkonventionellen Reaktion des Grundbesitzers geführt. Der Salzburger Forstunternehmer [[Maximilian Mayr-Melnhof]] (45) öffnete am Donnerstag für einen Tag alle Forststraßen auf seinem Grund – auch für Motorräder, Pferde und Autos. |
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| − | Die Interessensvertretung “''upmove''” bemühte sich seit Jahren um eine Öffnung aller Forststraßen für Radfahrer und hatte dazu in den vergangenen Monaten in ganz Österreich mehrere “Trutzpartien” veranstaltet. Bei den Kundgebungen wurden Fahrräder als Zeichen des Protests auf einer für ''Mountainbiker'' gesperrten Strecke ganz legal getragen oder geschoben. | + | Die Interessensvertretung "''upmove''” bemühte sich seit Jahren um eine Öffnung aller Forststraßen für Radfahrer und hatte dazu in den vergangenen Monaten in ganz Österreich mehrere "Trutzpartien” veranstaltet. Bei den Kundgebungen wurden Fahrräder als Zeichen des Protests auf einer für ''Mountainbiker'' gesperrten Strecke ganz legal getragen oder geschoben. |
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| − | Rückendeckung bekam “''upmove''” mittlerweile nicht nur von [[Alpenverein]] und Naturfreunden. In Salzburg setzt sich besonders die Zweite [[Landtagspräsident |Landtagspräsidentin]] [[Gudrun Mosler-Törnström]] ([[SPÖ]]) für die Interessen der Bergradler ein. Die begeisterte ''Mountainbiker''in war von [[2001]] bis [[2010]] Vorsitzende der [[Naturfreunde Salzburg]] und kämpft seit Jahren für die Wegefreiheit. “Mountainbiker müssen entkriminalisiert werden. Was in Bayern und anderen Ländern möglich ist, sollte auch bei uns funktionieren. Forststraßen werden zum Großteil auch mit öffentlichen Geldern finanziert. Es spricht nichts dagegen, sie mit Fahrrädern befahren zu können”, betonte sie gegenüber der [[APA]]. Die immer wieder ins Feld geführten Haftungsfragen ließen sich unkompliziert mit einer Gesetzesänderung regeln. | + | Rückendeckung bekam "''upmove''” mittlerweile nicht nur von [[Alpenverein]] und Naturfreunden. In Salzburg setzt sich besonders die Zweite [[Landtagspräsident |Landtagspräsidentin]] [[Gudrun Mosler-Törnström]] ([[SPÖ]]) für die Interessen der Bergradler ein. Die begeisterte ''Mountainbiker''in war von [[2001]] bis [[2010]] Vorsitzende der [[Naturfreunde Salzburg]] und kämpft seit Jahren für die Wegefreiheit. "Mountainbiker müssen entkriminalisiert werden. Was in Bayern und anderen Ländern möglich ist, sollte auch bei uns funktionieren. Forststraßen werden zum Großteil auch mit öffentlichen Geldern finanziert. Es spricht nichts dagegen, sie mit Fahrrädern befahren zu können”, betonte sie gegenüber der [[APA]]. Die immer wieder ins Feld geführten Haftungsfragen ließen sich unkompliziert mit einer Gesetzesänderung regeln. |
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| − | Dass Mayr-Melnhof nun für den Tag der Demonstration alle legal auf seinen Forstwegen fahren ließ, ärgerte Mosler-Törnström. “Es kann doch nicht im Sinne Mayr-Melnhofs sein, dass am Donnerstag jetzt auch Mopeds, Motorräder oder Autos am Untersberg unterwegs sind”, ärgerte sie sich. “Die Argumente gegen eine Freigabe sind immer die gleichen: Unfälle, Haftungsfragen, Straßenschäden, verschrecktes Wild. Aber dort wo Tourismusverbände Kilometergeld für eine Öffnung bezahlen, ist von einer Gefahr für die Betriebsstätte Wald auf einmal keine Rede mehr.”<ref>Quelle [http://www.salzburg24.at/forststrassen-am-salzburger-untersberg-einen-tag-frei-befahrbar/4393363 Salzburg24.at online, 15. Juli 2015]</ref> | + | Dass Mayr-Melnhof nun für den Tag der Demonstration alle legal auf seinen Forstwegen fahren ließ, ärgerte Mosler-Törnström. "Es kann doch nicht im Sinne Mayr-Melnhofs sein, dass am Donnerstag jetzt auch Mopeds, Motorräder oder Autos am Untersberg unterwegs sind”, ärgerte sie sich. "Die Argumente gegen eine Freigabe sind immer die gleichen: Unfälle, Haftungsfragen, Straßenschäden, verschrecktes Wild. Aber dort wo Tourismusverbände Kilometergeld für eine Öffnung bezahlen, ist von einer Gefahr für die Betriebsstätte Wald auf einmal keine Rede mehr.”<ref>Quelle [http://www.salzburg24.at/forststrassen-am-salzburger-untersberg-einen-tag-frei-befahrbar/4393363 Salzburg24.at online, 15. Juli 2015]</ref> |
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| | == Proteste, Zwischenfälle, unverständliche Handlungen == | | == Proteste, Zwischenfälle, unverständliche Handlungen == |