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[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. In [[1917]]  ging das ehemalige [[Schlammbräu]] Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte dieses von der  [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre 1431 urkundlich verzeichnet und wurde genannt 'Haus am Eck in der Ledrergassen'. Der spätere Besitzer Georg Payr  Metzger (1722) nannte es 'Zum roten Ochsen' oder Bauernjodl Haus'.  
 
[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. In [[1917]]  ging das ehemalige [[Schlammbräu]] Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte dieses von der  [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre 1431 urkundlich verzeichnet und wurde genannt 'Haus am Eck in der Ledrergassen'. Der spätere Besitzer Georg Payr  Metzger (1722) nannte es 'Zum roten Ochsen' oder Bauernjodl Haus'.  
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Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen beiden Häuser verbunden werden  konnten. Zuletzt kaufte er das Haus Lederergasse 6 und im Jahre  [[1922]]  wurde wiederum eine Renovierung vorgenommen, bei der die Küche  zentralisiert wurde.
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Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der  abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus  Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde wiederum  eine Renovierung vorgenommen und die Küche wurde zentralisiert. Der verschachtelte Häuserblock hatte keine Fenster nach innen bzwgab es keine Innenhöfe. Um Tageslicht herein zu lassen wurde die Küche  mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.
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Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der  abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus  Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde wiederum  eine Renovierung vorgenommen und die Küche wurde zentralisiert. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle
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Innenhöfe gingen und nur wenig Tageslicht auf die unteren Stockwerke zuließ. Deswegen wurde die Küche  mit einem Glasdach ausgestattet. Der Rest der Häuser blieb nach wie vor unattraktiv und dunkel.
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Es war klar, dass eine radikale  Renovierung vorgenommen werden musste. Hofinger beauftragte einen  Architekt neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er zufrieden.  "''Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen''" sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich  sei, seinem Wunsch nachzukommen. Hofinger akzeptierte  diese Antwort  nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen.  Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und  Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues  Hotel wurde ein Beispiel der Innovation.  
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Es war klar, dass eine radikale  Renovierung vorgenommen werden mußte. Hofinger beauftragte einen  Architekt neue Pläne zu zeichnen. Mit keinem Vorschlag war er zufrieden.  "''Man müsste die Mitte sprengen und von vorne anfangen''" sagte  Hofinger. Der Architekt erklärte, dass ein solcher Vorgang unmöglich  sei, seinem Wunsch nachzukommen. Hofinger akzeptierte  diese Antwort  nicht. Er wollte das beste und modernste Hotel in ganz Salzburg bauen.  Es sollte das höchste Niveau der Hotellerie darstellen. Die  unüberwindlichen Schwierigkeiten sollten seinen Arbeitseifer und  Unternehmungsgeist nicht hemmen. Hofinger war ein Pionier und sein neues  Hotel wurde ein Beispiel der Innovation.  
    
Die  Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede  sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam  wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen  und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130  Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger  Firmen ausgeführt wurden.  
 
Die  Bauarbeiten begannen im Herbst 1927. Von einem Anbau konnte keine Rede  sein, denn der bestehende Grundriss diktierte, dass nur eine Änderung  innerhalb des bestehenden Gebäudes möglich war. Vom Keller bis zum Dach  wurde die Mitte des Hauses mit Dynamit teilweise implodiert. Mühsam  wurden die restlichen Wände von vielen Arbeitern mit der Hand abgerissen  und die Trümmer mit Schubkarren entfernt. Manchmal waren da 80 bis 130  Arbeiter mit den Arbeiten beschäftigt, die fast durchwegs von Salzburger  Firmen ausgeführt wurden.  
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