| | Der Künstler Erwin Wurm hat seine Gurken auf ein "menschliches" Maß vergrößert. Indem er sie direkt aus dem Plattenbelag wachsen lässt, inszeniert er sie als Wesen von individuellem Wert. | | Der Künstler Erwin Wurm hat seine Gurken auf ein "menschliches" Maß vergrößert. Indem er sie direkt aus dem Plattenbelag wachsen lässt, inszeniert er sie als Wesen von individuellem Wert. |
| − | Eine Gurke ist eine Gurke ist eine Gurke – oder eher nicht? Wurm, der im vergangenen Jahr im [[Museum der Moderne]] in Salzburg sein "Selbstportrait als Essiggurkerl“ inszeniert hat, erklärt für das [[Kunstprojekt Salzburg]] die beliebte (Essig-)gurke abermals zum bildwerten Motiv und erhebt damit erneut einen allgegenwärtigen und banalen Gegenstand zum Kunstobjekt. Wesentlicher Bezugspunkt ist dabei der Mensch in all seiner Individualität: "Die Faszination an der Vielfalt der Formen, die man nicht ausschöpfen kann, weil keine der anderen gleicht – das hat schon was“, so Erwin Wurm. Jede Form in der Natur, und daher auch "Jede Gurke ist individuell verschieden, aber doch sofort als Gurke erkennbar und einem Ganzen zuordenbar … ähnlich den Menschen.“, aber auch wie alle anderen natürlich gewachsenen Gegenstände. Die Formen selbst bei den banalen Gurken so unterschiedlich, wie Gurken. Menschen, Tiere, Bäume und Menschen nun einmal sind: groß und klein, dick und dünn, rau und glatt, schmal und gedrungen. | + | Eine Gurke ist eine Gurke ist eine Gurke – oder eher nicht? Wurm, der im vergangenen Jahr im [[Museum der Moderne]] in Salzburg sein "Selbstportrait als Essiggurkerl" inszeniert hat, erklärt für das [[Kunstprojekt Salzburg]] die beliebte (Essig-)gurke abermals zum bildwerten Motiv und erhebt damit erneut einen allgegenwärtigen und banalen Gegenstand zum Kunstobjekt. Wesentlicher Bezugspunkt ist dabei der Mensch in all seiner Individualität: "Die Faszination an der Vielfalt der Formen, die man nicht ausschöpfen kann, weil keine der anderen gleicht – das hat schon was", so Erwin Wurm. Jede Form in der Natur, und daher auch "Jede Gurke ist individuell verschieden, aber doch sofort als Gurke erkennbar und einem Ganzen zuordenbar … ähnlich den Menschen.", aber auch wie alle anderen natürlich gewachsenen Gegenstände. Die Formen selbst bei den banalen Gurken so unterschiedlich, wie Gurken. Menschen, Tiere, Bäume und Menschen nun einmal sind: groß und klein, dick und dünn, rau und glatt, schmal und gedrungen. |
| | Die Interpretation dieser bewussten Banalität in der Kunst lässt der Künstler offen. Sie ist - wie viele "banale" Kunst auch unendlich vielfältig deutbar und bewegt sich zwischen Ironie und Humor.<ref>[http://www.salzburg.info/de/service/infos/10-%2525e2%252580%25259egurken%2525e2%252580%25259d-erwin-wurm_az-1154973 www.salzburg.info/Erwin_Wurm]</ref> | | Die Interpretation dieser bewussten Banalität in der Kunst lässt der Künstler offen. Sie ist - wie viele "banale" Kunst auch unendlich vielfältig deutbar und bewegt sich zwischen Ironie und Humor.<ref>[http://www.salzburg.info/de/service/infos/10-%2525e2%252580%25259egurken%2525e2%252580%25259d-erwin-wurm_az-1154973 www.salzburg.info/Erwin_Wurm]</ref> |