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| | == Verlagsinformation == | | == Verlagsinformation == |
| − | Sieben Jahrzehnte Sportwagen-Geschichte macht das neue Buch von "Christophorus“-Chefredakteurin Christina Rahmes lebendig und sichtbar. Eine Zeitreise voller Geschwindigkeit und optischer wie inhaltlicher Glanzstücke | + | Sieben Jahrzehnte Sportwagen-Geschichte macht das neue Buch von "Christophorus"-Chefredakteurin Christina Rahmes lebendig und sichtbar. Eine Zeitreise voller Geschwindigkeit und optischer wie inhaltlicher Glanzstücke |
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| − | Sieben Jahrzehnte Porsche Sportwagen – ein Thema zum Genießen. Natürlich finden sich in diesem Buch, das sich charmanter Weise in sieben Kapitel gliedert, alle relevanten Modelle der vergangenen siebzig Jahre. Ein Defilee der emotionalsten Zahlen der Autowelt: 911, 550, 356, 718, 959, 918. Doch nicht diese Galerie der Sportwagen-Träume zeichnet das von Porsche offiziell mit dem Label "Edition Porsche Museum“ aufgewertete Buch aus. Vielmehr ist es die klug und spürbar mit Liebe zusammengestellte Revue der Sportwagen-Marke. | + | Sieben Jahrzehnte Porsche Sportwagen – ein Thema zum Genießen. Natürlich finden sich in diesem Buch, das sich charmanter Weise in sieben Kapitel gliedert, alle relevanten Modelle der vergangenen siebzig Jahre. Ein Defilee der emotionalsten Zahlen der Autowelt: 911, 550, 356, 718, 959, 918. Doch nicht diese Galerie der Sportwagen-Träume zeichnet das von Porsche offiziell mit dem Label "Edition Porsche Museum" aufgewertete Buch aus. Vielmehr ist es die klug und spürbar mit Liebe zusammengestellte Revue der Sportwagen-Marke. |
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| | Dabei prägen die Bilder den Charakter des sehr hochwertig gearbeiteten Buches. Viele großformatige und nicht bekannte Motive ergänzt um inspirierende Bildtexte. Daneben gibt das Werk der Zukunft ebenso Raum wie dem Blick in den Rückspiegel. Michael Mauer, Designchef der Marke, schreibt selbst über seine Erwartungen an den Sportwagen von Übermorgen und verrät, warum auch in autonomen Zeiten ein Porsche ein Lenkrad haben wird. Kult-Modemacher und Rasta-Man Magnus Walker gehört ebenso zu den Autoren wie Familienoberhaupt Wolfgang Porsche sowie ''Lifestyle''-Autorin Anne Philippi und Design-Professor Paolo Tumminelli. | | Dabei prägen die Bilder den Charakter des sehr hochwertig gearbeiteten Buches. Viele großformatige und nicht bekannte Motive ergänzt um inspirierende Bildtexte. Daneben gibt das Werk der Zukunft ebenso Raum wie dem Blick in den Rückspiegel. Michael Mauer, Designchef der Marke, schreibt selbst über seine Erwartungen an den Sportwagen von Übermorgen und verrät, warum auch in autonomen Zeiten ein Porsche ein Lenkrad haben wird. Kult-Modemacher und Rasta-Man Magnus Walker gehört ebenso zu den Autoren wie Familienoberhaupt Wolfgang Porsche sowie ''Lifestyle''-Autorin Anne Philippi und Design-Professor Paolo Tumminelli. |
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| − | Christina Rahmes, selbst Chefredakteurin des weltweiten Porsche-Kundenmagazins "Christophorus“ hat eine illustre Autorenschaft um sich versammeln können. Dank "Christophorus“-Fotochef Markus Bolsinger steht die Optik den hervorragenden Texten in nichts nach. | + | Christina Rahmes, selbst Chefredakteurin des weltweiten Porsche-Kundenmagazins "Christophorus" hat eine illustre Autorenschaft um sich versammeln können. Dank "Christophorus"-Fotochef Markus Bolsinger steht die Optik den hervorragenden Texten in nichts nach. |
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| | ==Rezension 1== | | ==Rezension 1== |
| | ''70 Jahre Porsche Sportwagen, ein wunderbares Buch, das Erinnerungen weckt'' | | ''70 Jahre Porsche Sportwagen, ein wunderbares Buch, das Erinnerungen weckt'' |
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| − | 300 spannende Seiten, mehr Bilder als Texte und doch sehr informativ, brachte der deutsche Verlag Delius Klasing in der Edition Porsche Museum als Buch über 70 Jahre Porsche Sportwagen heraus. Zwar kann ich mich für Automobiltechnik nicht wirklich begeistert, aber der Name "[[Porsche]]“, der ja auch mit Salzburg eng verbunden ist, weckte mein Interesse an diesem Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht. | + | 300 spannende Seiten, mehr Bilder als Texte und doch sehr informativ, brachte der deutsche Verlag Delius Klasing in der Edition Porsche Museum als Buch über 70 Jahre Porsche Sportwagen heraus. Zwar kann ich mich für Automobiltechnik nicht wirklich begeistert, aber der Name "[[Porsche]]", der ja auch mit Salzburg eng verbunden ist, weckte mein Interesse an diesem Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht. |
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| | ==== 1948 – Porsche 356 Nr. 1 lief noch von Hand (noch nicht vom Band) ==== | | ==== 1948 – Porsche 356 Nr. 1 lief noch von Hand (noch nicht vom Band) ==== |
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| | Gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lagerte [[Ferdinand Porsche]] einen Teil seiner Produktion von Stuttgart in Deutschland nach [[Gmünd]] im österreichischen [[Kärnten]] aus. Als [[1948]] Ferdinand Porsche nach 22 Monaten Internierung in [[Frankreich]] (die unter mysteriösen Umständen eingefädelt worden war) mit seinem Sohn [[Ferry Porsche|Ferry]] in Gmünd den Porsche 356 Nr. 1 ''Roadster'' fertigte, war die Geburtsstunde des Sportwagens gekommen. Am [[15. Juni]] [[1948]] ließ Porsche den Wagen mit der Konstruktionsnummer 356 beim Amt der Kärntner Landesregierung mit dem Kennzeichen K 45-286 zulassen. Dieser erste Porsche war mit einem 1,1-Liter-Mittelmotor ausgestattet, der es auf 35 PS brachte. Als Teststrecken wurden die [[Katschberg Straße]], der [[Radstädter Tauernpass]], die Turrach und die [[Großglockner Hochalpenstraße]] verwendet. | | Gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lagerte [[Ferdinand Porsche]] einen Teil seiner Produktion von Stuttgart in Deutschland nach [[Gmünd]] im österreichischen [[Kärnten]] aus. Als [[1948]] Ferdinand Porsche nach 22 Monaten Internierung in [[Frankreich]] (die unter mysteriösen Umständen eingefädelt worden war) mit seinem Sohn [[Ferry Porsche|Ferry]] in Gmünd den Porsche 356 Nr. 1 ''Roadster'' fertigte, war die Geburtsstunde des Sportwagens gekommen. Am [[15. Juni]] [[1948]] ließ Porsche den Wagen mit der Konstruktionsnummer 356 beim Amt der Kärntner Landesregierung mit dem Kennzeichen K 45-286 zulassen. Dieser erste Porsche war mit einem 1,1-Liter-Mittelmotor ausgestattet, der es auf 35 PS brachte. Als Teststrecken wurden die [[Katschberg Straße]], der [[Radstädter Tauernpass]], die Turrach und die [[Großglockner Hochalpenstraße]] verwendet. |
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| − | Kurz nach der Nr. 1 folgte 356/2 Coupé, das in Fachkreisen auch als "Gmünd Coupé“ bezeichnet wird. | + | Kurz nach der Nr. 1 folgte 356/2 Coupé, das in Fachkreisen auch als "Gmünd Coupé" bezeichnet wird. |
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| | Die Nummer 10 dieses Porsches gewann dann [[1951]] den ersten Klassensieg im 24-Stunden-Rennen von Le Mans in Frankreich. 52 Porsche liefen aus dem Werk Gmünd, bevor der Nachschubmangel an Teilen und die Möglichkeit, die Firma flächenmäßig auszuweiten, Porsche veranlassten, seine Firma wieder nach Stuttgart-Zuffenhausen, Deutschland, zu verlegen, wo sie bis zum Zweiten Weltkrieg ja schon als technisches Konstruktionsbüro zu Hause gewesen war. | | Die Nummer 10 dieses Porsches gewann dann [[1951]] den ersten Klassensieg im 24-Stunden-Rennen von Le Mans in Frankreich. 52 Porsche liefen aus dem Werk Gmünd, bevor der Nachschubmangel an Teilen und die Möglichkeit, die Firma flächenmäßig auszuweiten, Porsche veranlassten, seine Firma wieder nach Stuttgart-Zuffenhausen, Deutschland, zu verlegen, wo sie bis zum Zweiten Weltkrieg ja schon als technisches Konstruktionsbüro zu Hause gewesen war. |
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| | Meist über beide Seiten verlaufende Bilder mit kurzen, aber ausreichend informativen Texten, zeigen sieben Jahrzehnte Porsche-Automobile, -Rennsport und -Menschen. | | Meist über beide Seiten verlaufende Bilder mit kurzen, aber ausreichend informativen Texten, zeigen sieben Jahrzehnte Porsche-Automobile, -Rennsport und -Menschen. |
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| − | Im Kapitel "Lifestyle“ sieht man beispielsweise James Dean lässig in einen 550 Spyder einsteigen und [[Herbert von Karajan]] steuert an der Seite seiner Frau [[Eliette von Karajan|Eliette]] einen 718 RSK Spyder. Auch Steve McQueen, Keanu Reeves – er spielte die Rolle des Computerhackers Neo in der Filmreihe "Matrix“ - und andere prominente Porsche-Fahrer finden sich in diesem Kapitel. Der "Chronograph I“ und das Kundenmagazin "Christophorus“ runden diesen Abschnitt ab. | + | Im Kapitel "Lifestyle" sieht man beispielsweise James Dean lässig in einen 550 Spyder einsteigen und [[Herbert von Karajan]] steuert an der Seite seiner Frau [[Eliette von Karajan|Eliette]] einen 718 RSK Spyder. Auch Steve McQueen, Keanu Reeves – er spielte die Rolle des Computerhackers Neo in der Filmreihe "Matrix" - und andere prominente Porsche-Fahrer finden sich in diesem Kapitel. Der "Chronograph I" und das Kundenmagazin "Christophorus" runden diesen Abschnitt ab. |
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| − | Die "Technik“ beginnt mit einem Interview mit Oliver Blume, dem Vorstandsvorsitzenden der Porsche AG. "Grenzerfahrungen“ und "Zukunftsmusik“ mit interessanten Bildern folgen. Im Abschnitt "Unternehmen“ wird die Firmengeschichte lebendig, beginnend mit einem Bild des Geburtshauses von Ferdinand Porsche in Maffersdorf. In Dekaden werden Persönlichkeiten der Porsche AG vorgestellt. Mehr oder weniger "bunte Vögel“ finden Platz in der "Community“: Ottokar Jacobs, Patrick Long (zweimaliger Le-Mans-Sieger), Magnus Walker und andere. Die zehn "lebenswichtigen“ Porsche-Bücher beenden dieses Kapitel und das wohl interessantes für viele Leser beginnt: | + | Die "Technik" beginnt mit einem Interview mit Oliver Blume, dem Vorstandsvorsitzenden der Porsche AG. "Grenzerfahrungen" und "Zukunftsmusik" mit interessanten Bildern folgen. Im Abschnitt "Unternehmen" wird die Firmengeschichte lebendig, beginnend mit einem Bild des Geburtshauses von Ferdinand Porsche in Maffersdorf. In Dekaden werden Persönlichkeiten der Porsche AG vorgestellt. Mehr oder weniger "bunte Vögel" finden Platz in der "Community": Ottokar Jacobs, Patrick Long (zweimaliger Le-Mans-Sieger), Magnus Walker und andere. Die zehn "lebenswichtigen" Porsche-Bücher beenden dieses Kapitel und das wohl interessantes für viele Leser beginnt: |
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| | ==== Porsche-Modelle und Motorsport ==== | | ==== Porsche-Modelle und Motorsport ==== |
| − | Doppelseitig strahlen die Fahrzeugbilder dem Leser entgegen, begleitet von einem kurzen Text. Der 356 aus dem Jahr 1948 sei 140 km/h schnell, jener aus 1954 hätte schon 70 PS, der "904 Carrera GTS“ 1964 mit 155 bis 185 PS Leistung. Und so geht es weiter bis zum "911 GT2 RS“, der es mit 700 PS auf 340 km/h Spitze bringt. Übrigens, in diesem Buch erfährt man auch, weshalb Porsche die Bezeichnung 356 aufgeben und auf die Neunerzahl umsteigen musste. | + | Doppelseitig strahlen die Fahrzeugbilder dem Leser entgegen, begleitet von einem kurzen Text. Der 356 aus dem Jahr 1948 sei 140 km/h schnell, jener aus 1954 hätte schon 70 PS, der "904 Carrera GTS" 1964 mit 155 bis 185 PS Leistung. Und so geht es weiter bis zum "911 GT2 RS", der es mit 700 PS auf 340 km/h Spitze bringt. Übrigens, in diesem Buch erfährt man auch, weshalb Porsche die Bezeichnung 356 aufgeben und auf die Neunerzahl umsteigen musste. |
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| − | In "Menschen“ werden Persönlichkeiten aus dem Haus Porsche sowie eng mit der Marke verbundene Personen portraitiert wie Max Edwin Hoffmann, Richard von Frankenberg. Anatole Carl Lapine oder Walter Röhrl u. a. | + | In "Menschen" werden Persönlichkeiten aus dem Haus Porsche sowie eng mit der Marke verbundene Personen portraitiert wie Max Edwin Hoffmann, Richard von Frankenberg. Anatole Carl Lapine oder Walter Röhrl u. a. |
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| − | Schließlich beendet das Kapitel "Motorsport“ das Buch. 1951 – 72-Stunden-Rekordfahrt, [[1967]] – Weltrekord in Monza, die besonderen Rennstrecken für Porsche und einige Rennsport-Porsche-Modelle wie der "Porsche 356 B 1600 GS Carrera GTL Abarth“, der "Porsche 804“, der [[1962]] den ersten Formel-1-Sieg brachte oder der legendäre "Porsche 910/8 Bergspyder“ aus dem Jahr [[1967]] bis hin zum "Porsche 911 RSR“ (2017) werden vorgestellt. Eine Doppelseite informiert über "Rennsport in Zahlen“ wie beispielsweise über die Anzahl von Schaltvorgängen im Siegerauto von Le Mans [[2017]]. | + | Schließlich beendet das Kapitel "Motorsport" das Buch. 1951 – 72-Stunden-Rekordfahrt, [[1967]] – Weltrekord in Monza, die besonderen Rennstrecken für Porsche und einige Rennsport-Porsche-Modelle wie der "Porsche 356 B 1600 GS Carrera GTL Abarth", der "Porsche 804", der [[1962]] den ersten Formel-1-Sieg brachte oder der legendäre "Porsche 910/8 Bergspyder" aus dem Jahr [[1967]] bis hin zum "Porsche 911 RSR" (2017) werden vorgestellt. Eine Doppelseite informiert über "Rennsport in Zahlen" wie beispielsweise über die Anzahl von Schaltvorgängen im Siegerauto von Le Mans [[2017]]. |
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| | ==== Mythos Porsche ==== | | ==== Mythos Porsche ==== |
| − | Wer dieses Buch durchblättert, merkt bald, dass Porsche nicht irgendeine Marke ist und irgendeine Geschichte erlebt hat. "Der Mythos Porsche lebt und wird nie untergehen – verlassen Sie sich auf mich.“ Meint abschließend Dr. [[Wolfgang Porsche]], Enkel von Ferdinand Porsche, der auch im Buch selbst einen Beitrag zum Thema "Porsche bleibt Porsche“ schreibt. | + | Wer dieses Buch durchblättert, merkt bald, dass Porsche nicht irgendeine Marke ist und irgendeine Geschichte erlebt hat. "Der Mythos Porsche lebt und wird nie untergehen – verlassen Sie sich auf mich." Meint abschließend Dr. [[Wolfgang Porsche]], Enkel von Ferdinand Porsche, der auch im Buch selbst einen Beitrag zum Thema "Porsche bleibt Porsche" schreibt. |
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| | Dieses technisch hervorragend produzierte Buch ist ein beeindruckendes Portrait einer Marke und der Familie Porsche. Ich bin sehr beeindruckt vom Inhalt, der Gestaltung und der Produktion durch den Verlag! | | Dieses technisch hervorragend produzierte Buch ist ein beeindruckendes Portrait einer Marke und der Familie Porsche. Ich bin sehr beeindruckt vom Inhalt, der Gestaltung und der Produktion durch den Verlag! |
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| | Persönliche Erinnerungen an Porsche in Salzburg ergeben sich dadurch, dass mein Vater [[Helmut Krackowizer]] von [[1955]] bis [[1964]] Pressechef in der Österreich-Zentrale von VW-Porsche in Salzburger war. 1964 organisierte er mit Journalisten eine Weltrekordfahrt auf der Rennstrecke in Monza in Italien, allerdings mit einem VW 1500. | | Persönliche Erinnerungen an Porsche in Salzburg ergeben sich dadurch, dass mein Vater [[Helmut Krackowizer]] von [[1955]] bis [[1964]] Pressechef in der Österreich-Zentrale von VW-Porsche in Salzburger war. 1964 organisierte er mit Journalisten eine Weltrekordfahrt auf der Rennstrecke in Monza in Italien, allerdings mit einem VW 1500. |
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| − | Von ihm stammt auch die Aufnahme von Eliette und Herbert von Karajan in einem Porsche. Herbert von Karajan liebte Sportwagen (siehe [[Karajan und der Motorsport]]). So war er einer der Ersten, die im August 1969 auf dem gerade erst eröffneten [[Salzburgring]] den "Porsche 908/02 'Flunder'“ testen durfte. Als Karajan auf 80 Jahre zuging, wurde er von Porsche gebeten, mit dem neuen 959 eine Probefahrt zu unternehmen. Was der Maestro auch tat und sich von den etwa 290 gebauten Exemplaren gleich zwei kaufte. Den ersten verlor er durch überhöhte Geschwindigkeit; den zweiten in der Farbe Rot erhielt er am [[4. März]] [[1988]] vor die Haustüre in seinem Winterdomizil nach St. Moritz, Schweiz, geliefert. Es sollte Karajans letztes Auto sein, das er auch schon Anfang 1989 wieder verkaufte. Denn seine Kräfte schwanden. Am [[16. Juli]] 1989 starb Karajan. | + | Von ihm stammt auch die Aufnahme von Eliette und Herbert von Karajan in einem Porsche. Herbert von Karajan liebte Sportwagen (siehe [[Karajan und der Motorsport]]). So war er einer der Ersten, die im August 1969 auf dem gerade erst eröffneten [[Salzburgring]] den "Porsche 908/02 'Flunder'" testen durfte. Als Karajan auf 80 Jahre zuging, wurde er von Porsche gebeten, mit dem neuen 959 eine Probefahrt zu unternehmen. Was der Maestro auch tat und sich von den etwa 290 gebauten Exemplaren gleich zwei kaufte. Den ersten verlor er durch überhöhte Geschwindigkeit; den zweiten in der Farbe Rot erhielt er am [[4. März]] [[1988]] vor die Haustüre in seinem Winterdomizil nach St. Moritz, Schweiz, geliefert. Es sollte Karajans letztes Auto sein, das er auch schon Anfang 1989 wieder verkaufte. Denn seine Kräfte schwanden. Am [[16. Juli]] 1989 starb Karajan. |
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| − | Die Zentrale von VW-Porsche Österreich im [[Porschehof]] beim [[Salzburger Hauptbahnhof]] war alljährlich Schauplatz der technischen Abnahme der Fahrzeuge für das [[Gaisbergrennen (historisch)|Gaisberg-Rennen]], bei dem auch ein Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft gefahren wurde. Natürlich waren da auch Porsche-Rennwagen dabei. 1962 gewann der Deutsche [[Sepp Greger]] auf Porsche RSK die Gesamtwertung. 1967 waren vier "Porsche RSK“ unter den ersten Fünf und 1963 triumphierte der Deutsche Edgar Barth auf "Porsche 2000 PT“, um nur einige Beispiele der Erfolge von Porsche am Salzburger Hausberg zu erwähnen. | + | Die Zentrale von VW-Porsche Österreich im [[Porschehof]] beim [[Salzburger Hauptbahnhof]] war alljährlich Schauplatz der technischen Abnahme der Fahrzeuge für das [[Gaisbergrennen (historisch)|Gaisberg-Rennen]], bei dem auch ein Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft gefahren wurde. Natürlich waren da auch Porsche-Rennwagen dabei. 1962 gewann der Deutsche [[Sepp Greger]] auf Porsche RSK die Gesamtwertung. 1967 waren vier "Porsche RSK" unter den ersten Fünf und 1963 triumphierte der Deutsche Edgar Barth auf "Porsche 2000 PT", um nur einige Beispiele der Erfolge von Porsche am Salzburger Hausberg zu erwähnen. |
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| | [[1970]] wurden zwei [[Porsche 917|Porsche 917k]] in Salzburg in der [[Porsche Alpenstraße]] für den Renneinsatz zum 24-Stunden-von-Le-Mans-Rennen in Frankreich vorbereitet. Der Salzburger Einsatz wurde zum motorsportlichen Triumph. Während die beiden Werksporsche aus Deutschland ausfielen, gewann einer der beiden rotweißroten Porsche 917 aus Salzburg mit [[Hans Herrmann]] und [[Richard Attwood]] die 24 Stunden von Le Mans. Im zweiten Porsche saßen [[Kurt Ahrens]] und Vic Elford | | [[1970]] wurden zwei [[Porsche 917|Porsche 917k]] in Salzburg in der [[Porsche Alpenstraße]] für den Renneinsatz zum 24-Stunden-von-Le-Mans-Rennen in Frankreich vorbereitet. Der Salzburger Einsatz wurde zum motorsportlichen Triumph. Während die beiden Werksporsche aus Deutschland ausfielen, gewann einer der beiden rotweißroten Porsche 917 aus Salzburg mit [[Hans Herrmann]] und [[Richard Attwood]] die 24 Stunden von Le Mans. Im zweiten Porsche saßen [[Kurt Ahrens]] und Vic Elford |
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| − | Es gäbe noch einige über Porsche und Salzburg zu erzählen. Doch dies geht über den Rahmen dieses Beitrags hinaus, in dem ich das neue Buch "70 Jahre Porsche Sportwagen“ vorstellen möchte. | + | Es gäbe noch einige über Porsche und Salzburg zu erzählen. Doch dies geht über den Rahmen dieses Beitrags hinaus, in dem ich das neue Buch "70 Jahre Porsche Sportwagen" vorstellen möchte. |
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| | ==Rezension 2== | | ==Rezension 2== |