| − | In den Jahren [[1193]]–[[1194]] begannen die [[Augustiner-Chorherrenstift Berchtesgaden|Berchtesgadener Chorherren]] am „Tuval“ mit einem [[Salzabbau]], der meist an der Ostflanke des Gutratsbergs, nordöstlich von Marktschellenberg, lokalisiert wird. Dort wurde [[Salz]] wohl obertägig gewonnen und möglicherweise auch bereits das Sinkwerkverfahren angewandt. Dabei laugte man das salzhaltige Gestein in zuvor angelegten unterirdischen Hohlräumen durch Wasser aus. Diese Abbaumethode hatten Angehörige des im Bergbau führenden Zisterzienserordens entwickelt. Unter anderem war die Zisterzienserabtei Salem am [[Salzbergwerk Dürrnberg|Salzbergwerk]] auf dem benachbarten [[Dürrnberg (Hallein)|Dürrnberg]] beteiligt und hatte dort technische Neuerungen eingeführt. Eine wohl durch eine Soleleitung mit dem Tuval verbundene Saline errichtete man bei [[Niederalm]] an der [[Berchtesgadener Ache]], kurz vor deren Mündung in die [[Salzach]]. Bergwerk und Saline lagen auf von der [[Propstei Berchtesgaden]] beanspruchtem Gebiet, wo die Brennholzversorgung optimal gewährleistet war und das Salz verschifft werden konnte. Die Anlagen waren also ganz offensichtlich auf den Export ausgerichtet. Dem Unternehmen war jedoch kein anhaltender Erfolg beschieden, da die Saline auf strittigem Territorium lag, das schließlich dem [[Salzburger Erzbischof]] zufiel. Darüber hinaus waren die Salzvorkommen am Tuval bald erschöpft. | + | In den Jahren [[1193]]–[[1194]] begannen die [[Augustiner-Chorherrenstift Berchtesgaden|Berchtesgadener Chorherren]] am "Tuval“ mit einem [[Salzabbau]], der meist an der Ostflanke des Gutratsbergs, nordöstlich von Marktschellenberg, lokalisiert wird. Dort wurde [[Salz]] wohl obertägig gewonnen und möglicherweise auch bereits das Sinkwerkverfahren angewandt. Dabei laugte man das salzhaltige Gestein in zuvor angelegten unterirdischen Hohlräumen durch Wasser aus. Diese Abbaumethode hatten Angehörige des im Bergbau führenden Zisterzienserordens entwickelt. Unter anderem war die Zisterzienserabtei Salem am [[Salzbergwerk Dürrnberg|Salzbergwerk]] auf dem benachbarten [[Dürrnberg (Hallein)|Dürrnberg]] beteiligt und hatte dort technische Neuerungen eingeführt. Eine wohl durch eine Soleleitung mit dem Tuval verbundene Saline errichtete man bei [[Niederalm]] an der [[Berchtesgadener Ache]], kurz vor deren Mündung in die [[Salzach]]. Bergwerk und Saline lagen auf von der [[Propstei Berchtesgaden]] beanspruchtem Gebiet, wo die Brennholzversorgung optimal gewährleistet war und das Salz verschifft werden konnte. Die Anlagen waren also ganz offensichtlich auf den Export ausgerichtet. Dem Unternehmen war jedoch kein anhaltender Erfolg beschieden, da die Saline auf strittigem Territorium lag, das schließlich dem [[Salzburger Erzbischof]] zufiel. Darüber hinaus waren die Salzvorkommen am Tuval bald erschöpft. |