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| | Am [[14. März]] [[1925]] veranstaltete der SAK ein ''Frühlingskränzchen'' in den Sälen des [[Hotel Mirabell|Hotels Mirabell]] unter dem Ehrenschutz seiner Ehrenmitglieder Kommerzialrat [[Heinrich Kiener I.|Heinrich Kiener]] und [[Friedrich Baron von Mayr-Melnhof]].<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19250214&query=%22Friedrich+Baron+Mayr-Melnhof%22&ref=anno-search&seite=12 anno], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 14. Februar 1925, Seite 12</ref> | | Am [[14. März]] [[1925]] veranstaltete der SAK ein ''Frühlingskränzchen'' in den Sälen des [[Hotel Mirabell|Hotels Mirabell]] unter dem Ehrenschutz seiner Ehrenmitglieder Kommerzialrat [[Heinrich Kiener I.|Heinrich Kiener]] und [[Friedrich Baron von Mayr-Melnhof]].<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19250214&query=%22Friedrich+Baron+Mayr-Melnhof%22&ref=anno-search&seite=12 anno], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 14. Februar 1925, Seite 12</ref> |
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| − | [[Ferdinand Morawetz]], der Enkel des damaligen SAK-Präsidenten, erinnert sich 2014 an seinen Vater Alfred und seinen Onkel Fritz: „''Sie waren beide ziemlich gute Fußballspieler, aber der Fritz war immer der bessere.''“ Seinen Großvater hat Ferdinand Morawetz nie kennengelernt. Der Wiederbegründer des SAK verstirbt bereits 1938 58-jährig in Linz. Aus Erzählungen weiß der ehemalige [[Elmo Kino|Elmo-Kino]]-Betreiber aber, dass sein Großvater den Fußball liebte. Der Geschäftsmann hatte aber auch die richtigen Kontakte – unter anderem zum Salzburger Adel. Diese pflegte er bei gemeinsamen Tarot-Partien im [[Café Bazar]]. So kam auch die Freundschaft der Familie Morawetz mit Friedrich Mayr-Melnhof zustande – ein weiterer Gönner des Salzburger Traditionsvereins. | + | [[Ferdinand Morawetz]], der Enkel des damaligen SAK-Präsidenten, erinnert sich 2014 an seinen Vater Alfred und seinen Onkel Fritz: "''Sie waren beide ziemlich gute Fußballspieler, aber der Fritz war immer der bessere.''“ Seinen Großvater hat Ferdinand Morawetz nie kennengelernt. Der Wiederbegründer des SAK verstirbt bereits 1938 58-jährig in Linz. Aus Erzählungen weiß der ehemalige [[Elmo Kino|Elmo-Kino]]-Betreiber aber, dass sein Großvater den Fußball liebte. Der Geschäftsmann hatte aber auch die richtigen Kontakte – unter anderem zum Salzburger Adel. Diese pflegte er bei gemeinsamen Tarot-Partien im [[Café Bazar]]. So kam auch die Freundschaft der Familie Morawetz mit Friedrich Mayr-Melnhof zustande – ein weiterer Gönner des Salzburger Traditionsvereins. |
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| | Morawetz soll aber schon in Wien ein Freund des runden Leders gewesen sein und eine enge Beziehung zum jüdischen Fußballklub SC Hakoah gehabt haben. Aus seinen Geschäftsreisen nach England brachte er die ersten Fußbälle und Fußballschuhe mit nach Österreich. In Salzburg investierte er seine Leidenschaft in den SAK. Morawetz wurde 1922 aus dem Verein ausgeschlossen, da er jüdischer Herkunft war und der Verein in diesem Jahr einen "Arierparagraphen" einführte. Er wechselte daraufhin zum 1. SSK 1919, dessen Präsident er wurde. | | Morawetz soll aber schon in Wien ein Freund des runden Leders gewesen sein und eine enge Beziehung zum jüdischen Fußballklub SC Hakoah gehabt haben. Aus seinen Geschäftsreisen nach England brachte er die ersten Fußbälle und Fußballschuhe mit nach Österreich. In Salzburg investierte er seine Leidenschaft in den SAK. Morawetz wurde 1922 aus dem Verein ausgeschlossen, da er jüdischer Herkunft war und der Verein in diesem Jahr einen "Arierparagraphen" einführte. Er wechselte daraufhin zum 1. SSK 1919, dessen Präsident er wurde. |
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| | Bei den Athleten drehte sich anfangs aber nicht alles um Fußball. Mit dem Sportplatz samt Aschenbahn gediehen in der Zwischenkriegszeit noch weitere Sektionen. Vor allem die blau-gelben Leichtathleten sprinteten von einem Rekord zum nächsten. [[Alexej Stachowitsch]] verhalf den Leichtathleten in den [[1930er]]-Jahren zu Spitzenleistungen. Die Oktoberrevoultion 1917 zwang seine zum russischen Hochadel gehörende Familie zum Auswandern. Sie fand 1923 auf dem Anwesen des Onkels [[Basilius von Paschkoff|Wassilij von Paschkoff]] auf dem [[Mönchsberg]] Unterschlupf. Während Bruder [[Michael Stachowitsch|Michael]] beim Salzburger Tennisclub STC anheuerte, brach Alexej sämtliche Streckenrekorde für den SAK. Er wurde Landesmeister im 100- und 200-Meter-Lauf und sollte [[1936]] zu den Olympischen Spielen nach Berlin fahren. Stachowitsch entschied sich aber für die Matura. | | Bei den Athleten drehte sich anfangs aber nicht alles um Fußball. Mit dem Sportplatz samt Aschenbahn gediehen in der Zwischenkriegszeit noch weitere Sektionen. Vor allem die blau-gelben Leichtathleten sprinteten von einem Rekord zum nächsten. [[Alexej Stachowitsch]] verhalf den Leichtathleten in den [[1930er]]-Jahren zu Spitzenleistungen. Die Oktoberrevoultion 1917 zwang seine zum russischen Hochadel gehörende Familie zum Auswandern. Sie fand 1923 auf dem Anwesen des Onkels [[Basilius von Paschkoff|Wassilij von Paschkoff]] auf dem [[Mönchsberg]] Unterschlupf. Während Bruder [[Michael Stachowitsch|Michael]] beim Salzburger Tennisclub STC anheuerte, brach Alexej sämtliche Streckenrekorde für den SAK. Er wurde Landesmeister im 100- und 200-Meter-Lauf und sollte [[1936]] zu den Olympischen Spielen nach Berlin fahren. Stachowitsch entschied sich aber für die Matura. |
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| − | In der gemeinsamen Liga mit [[Oberösterreich]] holten die SAK-Fußspieler 1934 und 1935 den Meister. In beiden Jahren scheiterte der Klub am höchsten damals erreichbaren Ziel für Amateurvereine. Im Finale der Amateurstaatsmeisterschaft scheiterte der SAK an Sturm Graz und - durch eine Entscheidung am Grünen Tisch - an Baden. Die 1933 gegründete Austria war damals noch kein ernst zunehmender Gegner. 15 Mal in Folge holten die Athleten von 1924 bis 1938 den Landesmeistertitel. Das Glanzstück folgte 1936 bei den Sommerspielen in Berlin. Die Brüder [[Eduard Kainberger|Edi]] und [[Karl Kainberger]], [[Adolf Laudon]] und [[Ernst Bacher]] errangen mit dem belächelten „Team der Namenlosen“ Olympia-Silber. „''Mein Vater hat nie viel darüber erzählt. Es war nicht sein Stil, damit anzugeben. Er hat einfach gut gespielt und hat das nie an die große Glocke gehängt''“, erinnert sich Sohn Peter Bacher an den Salzburger Mittelfeldspieler, der damals mit der österreichischen Amateur-Elf in Berlin den zweiten Platz hinter Italien belegte. Der Olympia-Torhüter Edi Kainberger schaffte später den Sprung ins Ausland zu 1860 München. | + | In der gemeinsamen Liga mit [[Oberösterreich]] holten die SAK-Fußspieler 1934 und 1935 den Meister. In beiden Jahren scheiterte der Klub am höchsten damals erreichbaren Ziel für Amateurvereine. Im Finale der Amateurstaatsmeisterschaft scheiterte der SAK an Sturm Graz und - durch eine Entscheidung am Grünen Tisch - an Baden. Die 1933 gegründete Austria war damals noch kein ernst zunehmender Gegner. 15 Mal in Folge holten die Athleten von 1924 bis 1938 den Landesmeistertitel. Das Glanzstück folgte 1936 bei den Sommerspielen in Berlin. Die Brüder [[Eduard Kainberger|Edi]] und [[Karl Kainberger]], [[Adolf Laudon]] und [[Ernst Bacher]] errangen mit dem belächelten "Team der Namenlosen“ Olympia-Silber. "''Mein Vater hat nie viel darüber erzählt. Es war nicht sein Stil, damit anzugeben. Er hat einfach gut gespielt und hat das nie an die große Glocke gehängt''“, erinnert sich Sohn Peter Bacher an den Salzburger Mittelfeldspieler, der damals mit der österreichischen Amateur-Elf in Berlin den zweiten Platz hinter Italien belegte. Der Olympia-Torhüter Edi Kainberger schaffte später den Sprung ins Ausland zu 1860 München. |
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| − | Mit der Machtübernahme der [[Nationalsozialisten]] im März 1938 wurde der SAK-Sportplatz rasch zur Bühne der NS-Propaganda umfunktioniert. Bereits im Juli 1938 nutzten SA-Männer der Heeressportschule Wünsdorf den Platz für eine sportliche Vorführung. Der SAK 1914 durfte seinen Namen zwar zunächst behalten, wurde aber ebenso wie andere Sportvereine in den NS-Reichsbund für Leibesübungen eingegliedert. In der Einheitsorganisation der Nationalsozialisten übten bis 1945 mehrere SAK-Funktionäre sportpolitische Ämter aus. Sportlich büßte der SAK seine Vormachtstellung vorerst nicht ein, spielte aber nicht mehr die Rolle wie vor 1938. Die Athleten nahmen zwar an den Tschammer-Pokal-Spielen teil, hatten aber de facto keine Chance. [[1943]] wurde der SAK mit dem SSK und der Austria „kriegsbedingt“ zur Fußballgemeinschaft Salzburg (FG Salzburg) mit [[SV Austria Salzburg]] und dem [[1. SSK 1919]] zur [[Fußballgemeinschaft Salzburg]] zusammen, die noch am [[8. April]] [[1945]] ein Spiel gegen eine Luftwaffen-Elf bestritt. | + | Mit der Machtübernahme der [[Nationalsozialisten]] im März 1938 wurde der SAK-Sportplatz rasch zur Bühne der NS-Propaganda umfunktioniert. Bereits im Juli 1938 nutzten SA-Männer der Heeressportschule Wünsdorf den Platz für eine sportliche Vorführung. Der SAK 1914 durfte seinen Namen zwar zunächst behalten, wurde aber ebenso wie andere Sportvereine in den NS-Reichsbund für Leibesübungen eingegliedert. In der Einheitsorganisation der Nationalsozialisten übten bis 1945 mehrere SAK-Funktionäre sportpolitische Ämter aus. Sportlich büßte der SAK seine Vormachtstellung vorerst nicht ein, spielte aber nicht mehr die Rolle wie vor 1938. Die Athleten nahmen zwar an den Tschammer-Pokal-Spielen teil, hatten aber de facto keine Chance. [[1943]] wurde der SAK mit dem SSK und der Austria "kriegsbedingt“ zur Fußballgemeinschaft Salzburg (FG Salzburg) mit [[SV Austria Salzburg]] und dem [[1. SSK 1919]] zur [[Fußballgemeinschaft Salzburg]] zusammen, die noch am [[8. April]] [[1945]] ein Spiel gegen eine Luftwaffen-Elf bestritt. |
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| | ===Salzburgs Pioniere in der höchsten Klasse=== | | ===Salzburgs Pioniere in der höchsten Klasse=== |