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Um 9 Uhr meldete Hauptmann Rosenkranz die Aktion von Bundesheer, Gendarmerie und Schutzkorps als erfolgreich beendet. Nun wurde der Ort durchkämmt, wobei mehrere Nationalsozialisten aufgegriffen, teils auch angeschossen wurden. Mit rund 30 Gefangenen rückten Bundesheer und Gendarmerie wieder nach Salzburg ab.
 
Um 9 Uhr meldete Hauptmann Rosenkranz die Aktion von Bundesheer, Gendarmerie und Schutzkorps als erfolgreich beendet. Nun wurde der Ort durchkämmt, wobei mehrere Nationalsozialisten aufgegriffen, teils auch angeschossen wurden. Mit rund 30 Gefangenen rückten Bundesheer und Gendarmerie wieder nach Salzburg ab.
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28 Putschisten wurden später zu fünf bis 18 Jahren Haft verurteilt. Bei der sogenannten Juliamnestie 1936 wurden sie aber alle wieder freigelassen. Die Machtübernahme Hitlers 1938 hatte später für die Spitzen der Aktion gegen den SA-Putsch in Lamprechtshausen schwere Folgen: Hauptmann Franz Rosenkranz und General Josef Stochmal wurden angeklagt. Der Staatsanwalt forderte für beide die Todesstrafe. Das Gericht verurteilte sie zu sechs und acht Jahren Kerker. Das Urteil war nicht rechtskräftig, trotzdem wurde Rosenkranz als „Ehrenhäftling“ in das Konzentrationslager Sachsenhausen/Oranienburg gebracht, wo er 1945 – nur zwei Tage vor der Befreiung durch die Alliierten – offenbar im Rahmen eines „Todesmarsches“ durch Genickschuss außerhalb des Lagers ermordet wurde.
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28 Putschisten wurden später zu fünf bis 18 Jahren Haft verurteilt. Bei der sogenannten Juliamnestie 1936 wurden sie aber alle wieder freigelassen. Die Machtübernahme Hitlers 1938 hatte später für die Spitzen der Aktion gegen den SA-Putsch in Lamprechtshausen schwere Folgen: Hauptmann Franz Rosenkranz und General Josef Stochmal wurden angeklagt. Der Staatsanwalt forderte für beide die Todesstrafe. Das Gericht verurteilte sie zu sechs und acht Jahren Kerker. Das Urteil war nicht rechtskräftig, trotzdem wurde Rosenkranz als "Ehrenhäftling“ in das Konzentrationslager Sachsenhausen/Oranienburg gebracht, wo er 1945 – nur zwei Tage vor der Befreiung durch die Alliierten – offenbar im Rahmen eines "Todesmarsches“ durch Genickschuss außerhalb des Lagers ermordet wurde.
    
Der nach dem Anschluss ins [[Konzentrationslager Dachau|KZ Dachau]] deportierte Richter des Prozesses gegen die Lamprechtshausener Putschisten, [[Johann Langer]], beging dort am [[12. Oktober]] [[1938]] Selbstmord.
 
Der nach dem Anschluss ins [[Konzentrationslager Dachau|KZ Dachau]] deportierte Richter des Prozesses gegen die Lamprechtshausener Putschisten, [[Johann Langer]], beging dort am [[12. Oktober]] [[1938]] Selbstmord.