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===Schar-Fetter?===
 
===Schar-Fetter?===
Nimmt man hingegen einen Ursprung in der deutschen Sprache an, so ist der Name „Scharfett“ offenkundig aus zwei Teilen zusammengesetzt; und geht man von einer möglichst alten Namensform wie „Scharficht“ (zur allerältesten Namensform „Scharfert“ und zum Wortteil „-ses“ in „Scharviehtses“ gibt es in der Literatur keine Aussagen) aus, so liegen die Trennung Schar-Ficht und für den Bestandteil „Ficht“ die Gleichsetzung mit dem Nadelbaum Fichte auf der Hand<ref>Ob der Wortteil „ fiecht “ tatsächlich auf „Fichte“ zurückzuführen ist, wäre noch vertiefend zu untersuchen. Zwar ist die mittelhochdeutsche Form des Baumnamens tatsächlich „viehte“, im bairisch-österreichischen Dialekt wäre aber die Form „Feicht “ zu erwarten. (Anm.&nbsp;[[Benutzer:Karl Irresberger|K.&nbsp;I.]])</ref>.
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Nimmt man hingegen einen Ursprung in der deutschen Sprache an, so ist der Name „Scharfett“ offenkundig aus zwei Teilen zusammengesetzt; und geht man von einer möglichst alten Namensform wie „Scharficht“ (zur allerältesten Namensform „Scharfert“ und zum Wortteil „-ses“ in „Scharviehtses“ gibt es in der Literatur keine Aussagen) aus, so liegen die Trennung Schar-Ficht und für den Bestandteil „Ficht“ die Gleichsetzung mit dem Nadelbaum [[Fichte]] auf der Hand<ref>Ob der Wortteil „ fiecht “ tatsächlich auf „Fichte“ zurückzuführen ist, wäre noch vertiefend zu untersuchen. Zwar ist die mittelhochdeutsche Form des Baumnamens tatsächlich „viehte“, im bairisch-österreichischen Dialekt wäre aber die Form „Feicht “ zu erwarten. (Anm.&nbsp;[[Benutzer:Karl Irresberger|K.&nbsp;I.]])</ref>.
    
Schwieriger ist die Deutung des Namensteils „Schar“: Folgende Deutungen werden angeboten:
 
Schwieriger ist die Deutung des Namensteils „Schar“: Folgende Deutungen werden angeboten:
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** Scharfichte als Fichte, die zu einem „''Schergen''lehen“ gehört:
 
** Scharfichte als Fichte, die zu einem „''Schergen''lehen“ gehört:
 
:''„Scharfeucht ist jene Fiche, die man in einem Holzmaiße stehen läßt, damit sich um dieselbe, als Samenbaum, das Junggewächs scharen könne. Vgl. Schm. II. 446. […] Verschieden hievon diend die „Scher- oder Schermfichten“ […], große weitästige Bäume, unter welchen das weidende Vieh bei Ungewitter Schutz sucht. Aber beide Benennungen, „Schar- und Scherfeucht“, können auch Beziehnungen zu den „Schorn-“, „Schern“- und „Scharn“gütern aufweisen, welche nachweislich […] die „Schergenlehen“ (von ahd. '' „Scarjo“'') waren.“''<ref>Es gab oder gibt in Reitdorf auch ein Bauerngut „Scharrbach“. (Anm.&nbsp;[[Benutzer:Karl Irresberger|K.&nbsp;I.]])</ref>
 
:''„Scharfeucht ist jene Fiche, die man in einem Holzmaiße stehen läßt, damit sich um dieselbe, als Samenbaum, das Junggewächs scharen könne. Vgl. Schm. II. 446. […] Verschieden hievon diend die „Scher- oder Schermfichten“ […], große weitästige Bäume, unter welchen das weidende Vieh bei Ungewitter Schutz sucht. Aber beide Benennungen, „Schar- und Scherfeucht“, können auch Beziehnungen zu den „Schorn-“, „Schern“- und „Scharn“gütern aufweisen, welche nachweislich […] die „Schergenlehen“ (von ahd. '' „Scarjo“'') waren.“''<ref>Es gab oder gibt in Reitdorf auch ein Bauerngut „Scharrbach“. (Anm.&nbsp;[[Benutzer:Karl Irresberger|K.&nbsp;I.]])</ref>
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===Scharf-…??===
 
===Scharf-…??===
 
Erwähnt (aber abgelehnt) wird auch die Deutung als „Scharfer ''Etter''<ref>Der ''Etter'' war ein Zaun, der in der Zeit vom Spätmittelalter bis ins 19. Jh. das Dorf von der Flur trennte. Vgl. ''Düppeler Lexikon'', Artikel „Zäune“ (http://www.dueppel.de/lexikon/zaun.htm [2004]), unter Verweisung auf Karl Siegfried Bader: ''Studien zur Rechtsgeschichte des mittelalterlichen Dorfes, Teil 1: Das mittelalterliche Dorf als Friedens- und Rechtsbereich'', Weimar 1957; denselben, ''Rechtsformen und Schichten der Liegenschaftsnutzung im mittelalterlichen Dorf'', Wien-Köln-Graz 1973.</ref>“ (spitzer ''Zaun'')<ref>Fritz Scharffetter aaO.</ref>.
 
Erwähnt (aber abgelehnt) wird auch die Deutung als „Scharfer ''Etter''<ref>Der ''Etter'' war ein Zaun, der in der Zeit vom Spätmittelalter bis ins 19. Jh. das Dorf von der Flur trennte. Vgl. ''Düppeler Lexikon'', Artikel „Zäune“ (http://www.dueppel.de/lexikon/zaun.htm [2004]), unter Verweisung auf Karl Siegfried Bader: ''Studien zur Rechtsgeschichte des mittelalterlichen Dorfes, Teil 1: Das mittelalterliche Dorf als Friedens- und Rechtsbereich'', Weimar 1957; denselben, ''Rechtsformen und Schichten der Liegenschaftsnutzung im mittelalterlichen Dorf'', Wien-Köln-Graz 1973.</ref>“ (spitzer ''Zaun'')<ref>Fritz Scharffetter aaO.</ref>.
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