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Das Museum Kunst der Verlorenen Generation ist ein gemeinnütziges Privatmuseum in der Altstadt Salzburgs. Träger ist die Prof. Dr. Heinz R. Böhme gemeinnützige Stiftung Salzburg.
 
Das Museum Kunst der Verlorenen Generation ist ein gemeinnütziges Privatmuseum in der Altstadt Salzburgs. Träger ist die Prof. Dr. Heinz R. Böhme gemeinnützige Stiftung Salzburg.
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Das Privatmuseum von [[Prof]]. Dr. [[Heinz Böhme]] zeigt eine außergewöhnliche Sammlung von Künstlern der Verlorenen Generation. Es befindet sich im ersten Stock der [[Sigmund-Haffner-Gasse]] 12. Die Sammlung Böhme erzählt Geschichten über Künstler, die durch die historischen Umstände zweier Weltkriege geprägt wurden und heute neue Aufmerksamkeit finden. Die Ablehnung ihrer Kunst als „entartet“ zeigt, dass ihre Kunst nicht der Norm der Akademien und später des [[Nationalsozialismus]] entsprachen. Die meisten der wiederentdeckten Werke entstanden zwischen 1920 und 1945. Die Künstlerinnen und Künstlern lernten unter anderem bei Max Beckmann, Henri Matisse, Lovis Corinth, Paul Klee oder [[Oskar Kokoschka]] und waren Mitglieder avantgardistischer Künstlervereinigungen. Diesen spannende Stilpluralismus trägt die Sammlung Böhme zusammen und stellt die neu aufgefundenen Werke in den großzügigen historischen Räumlichkeiten der Salzburg Altstadt vor.
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Das Privatmuseum von [[Prof]]. Dr. [[Heinz Böhme]] zeigt eine außergewöhnliche Sammlung von Künstlern der Verlorenen Generation. Es befindet sich im ersten Stock der [[Sigmund-Haffner-Gasse]] 12. Die Sammlung Böhme erzählt Geschichten über Künstler, die durch die historischen Umstände zweier Weltkriege geprägt wurden und heute neue Aufmerksamkeit finden. Die Ablehnung ihrer Kunst als "entartet“ zeigt, dass ihre Kunst nicht der Norm der Akademien und später des [[Nationalsozialismus]] entsprachen. Die meisten der wiederentdeckten Werke entstanden zwischen 1920 und 1945. Die Künstlerinnen und Künstlern lernten unter anderem bei Max Beckmann, Henri Matisse, Lovis Corinth, Paul Klee oder [[Oskar Kokoschka]] und waren Mitglieder avantgardistischer Künstlervereinigungen. Diesen spannende Stilpluralismus trägt die Sammlung Böhme zusammen und stellt die neu aufgefundenen Werke in den großzügigen historischen Räumlichkeiten der Salzburg Altstadt vor.
    
Wenn das Museum geöffnet hat, ist der Museumsgründer Prof. Dr. Heinz R. Böhme meist vor Ort und begleitet Kunstinteressierte auf Wunsch durch die Ausstellung. Der Stil der präsentierten Künstler ist so vielfältig wie auch ihre Lebensgeschichten und der Kontext der Entstehung.  
 
Wenn das Museum geöffnet hat, ist der Museumsgründer Prof. Dr. Heinz R. Böhme meist vor Ort und begleitet Kunstinteressierte auf Wunsch durch die Ausstellung. Der Stil der präsentierten Künstler ist so vielfältig wie auch ihre Lebensgeschichten und der Kontext der Entstehung.  
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== Frühere Ausstellungen ==
 
== Frühere Ausstellungen ==
Bis März [[2020]] lief unter dem Titel „Wir haben euch nicht vergessen!“ die mittlerweile zweite Ausstellung. Sie zeigte wie ihre Vorgängerin „Wir haben uns lange nicht gesehen“ rund 85 Gemälde seiner Sammlung. Die Werke entstanden allesamt zwischen [[1920]] und [[1945]]. Unter den Künstlern waren mehrere Schüler des Expressionisten Max Beckmann, aber auch welche von Henri Matisse, Lovis Corinth, Paul Klee oder Oskar Kokoschka. „Es wurde zu der Zeit ja nicht nur expressionistisch gemalt. Kubismus, expressiver Realismus, Dada, Surrealismus, neue Sachlichkeit – alles existierte irgendwie nebeneinander“, führt Böhme aus.   
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Bis März [[2020]] lief unter dem Titel "Wir haben euch nicht vergessen!“ die mittlerweile zweite Ausstellung. Sie zeigte wie ihre Vorgängerin "Wir haben uns lange nicht gesehen“ rund 85 Gemälde seiner Sammlung. Die Werke entstanden allesamt zwischen [[1920]] und [[1945]]. Unter den Künstlern waren mehrere Schüler des Expressionisten Max Beckmann, aber auch welche von Henri Matisse, Lovis Corinth, Paul Klee oder Oskar Kokoschka. "Es wurde zu der Zeit ja nicht nur expressionistisch gemalt. Kubismus, expressiver Realismus, Dada, Surrealismus, neue Sachlichkeit – alles existierte irgendwie nebeneinander“, führt Böhme aus.   
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Bis Sommer [[2021]] lief unter dem Titel „Zur falschen Zeit am falschen Ort. Sammlung Böhme“ die mittlerweile dritte Dauerausstellung. Sie zeigte wie ihre Vorgängerin „Wir haben euch nicht vergessen“ rund 90 der insgesamt über 350 Gemälde der Sammlung Böhme. Die meisten Werke entstanden zwischen [[1920]] und [[1945]]. Unter den Künstlern sind mehrere Schüler des Expressionisten Max Beckmann, aber auch solche von Henri Matisse, Lovis Corinth, Paul Klee oder [[Oskar Kokoschka]]. „Es wurde zu der Zeit ja nicht nur expressionistisch gemalt. Kubismus, expressiver Realismus, Dada, Surrealismus, neue Sachlichkeit – alles existierte parallel“, führt Böhme aus.   
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Bis Sommer [[2021]] lief unter dem Titel "Zur falschen Zeit am falschen Ort. Sammlung Böhme“ die mittlerweile dritte Dauerausstellung. Sie zeigte wie ihre Vorgängerin "Wir haben euch nicht vergessen“ rund 90 der insgesamt über 350 Gemälde der Sammlung Böhme. Die meisten Werke entstanden zwischen [[1920]] und [[1945]]. Unter den Künstlern sind mehrere Schüler des Expressionisten Max Beckmann, aber auch solche von Henri Matisse, Lovis Corinth, Paul Klee oder [[Oskar Kokoschka]]. "Es wurde zu der Zeit ja nicht nur expressionistisch gemalt. Kubismus, expressiver Realismus, Dada, Surrealismus, neue Sachlichkeit – alles existierte parallel“, führt Böhme aus.   
    
Seit Juli 2021 lief dann die Hauptausstellung "Mit Pinsel und Farbe gegen die Zeit. Neues aus der Sammlung Böhme". Sie zeigte rund 70 der insgesamt über 500 Gemälde umfassenden Privatsammlung. Bis [[16. April]] 2022 war die erste Sonderausstellung "Apropos Frauen. Schicksale aus der Sammlung Böhme" in einem Teil der Räumlichkeiten zu sehen. Die Sonderausstellung beleuchtete die weiblichen Malerinnen der Verlorenen Generation und deren Lebensgeschichten.   
 
Seit Juli 2021 lief dann die Hauptausstellung "Mit Pinsel und Farbe gegen die Zeit. Neues aus der Sammlung Böhme". Sie zeigte rund 70 der insgesamt über 500 Gemälde umfassenden Privatsammlung. Bis [[16. April]] 2022 war die erste Sonderausstellung "Apropos Frauen. Schicksale aus der Sammlung Böhme" in einem Teil der Räumlichkeiten zu sehen. Die Sonderausstellung beleuchtete die weiblichen Malerinnen der Verlorenen Generation und deren Lebensgeschichten.