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| | == Leben (Auszug) == | | == Leben (Auszug) == |
| − | Nach Abschluss aller seiner Studien wurde Hübner [[1774]] unter Fürstbischof Ludwig Joseph von Welden im Freisinger Dom zum Priester geweiht. Ab [[1775]] war Hübner als Lehrer für Französisch und Italienisch, ab [[1776]] als Professor für Moralphilosophie am kurfürstlichen Gymnasium in [[Burghausen]] tätig. [[1779]] übernahm er die Redaktion der „''Münchner Staatszeitung''“ und der „''Münchner Gelehrten Beyträge''“. Unter dem Druck der von Kurfürst Karl Theodor verschärften Zensurbestimmungen verließ er München und begab sich 1783 nach Salzburg. | + | Nach Abschluss aller seiner Studien wurde Hübner [[1774]] unter Fürstbischof Ludwig Joseph von Welden im Freisinger Dom zum Priester geweiht. Ab [[1775]] war Hübner als Lehrer für Französisch und Italienisch, ab [[1776]] als Professor für Moralphilosophie am kurfürstlichen Gymnasium in [[Burghausen]] tätig. [[1779]] übernahm er die Redaktion der "''Münchner Staatszeitung''“ und der "''Münchner Gelehrten Beyträge''“. Unter dem Druck der von Kurfürst Karl Theodor verschärften Zensurbestimmungen verließ er München und begab sich 1783 nach Salzburg. |
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| | == Hübner und Salzburg == | | == Hübner und Salzburg == |
| | Im Dezember [[1783]] berief [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] den Bayern Lorenz Hübner als aufgeklärter Vordenker und dabei auch als Redakteur und Herausgeber der [[Salzburger Landeszeitung|Salzburger Zeitung]] nach Salzburg. Es war das erste Mal, dass ein ausgewiesener Redakteur für die Erstellung einer Zeitung geholt wurde, davor hatten die Herausgeber (= Druckereien) einfach die Korrespondenzmeldungen aneinandergereiht. | | Im Dezember [[1783]] berief [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] den Bayern Lorenz Hübner als aufgeklärter Vordenker und dabei auch als Redakteur und Herausgeber der [[Salzburger Landeszeitung|Salzburger Zeitung]] nach Salzburg. Es war das erste Mal, dass ein ausgewiesener Redakteur für die Erstellung einer Zeitung geholt wurde, davor hatten die Herausgeber (= Druckereien) einfach die Korrespondenzmeldungen aneinandergereiht. |
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| − | [[1784]] rief er die [[Lesegesellschaft]] ins Leben, und seine ''Salzburger Musenalmanache'' zielten in die gleiche Richtung.<ref>''Salzburger Musenalmanach auf das Jahr 1787''. Herausgegeben von Lorenz Hübner. Auf Kosten des Herausgebers. Salzburg. In Kommission der Mayerschen Buchhandlung. - ''Salzburger Musenalmanach auf das Jahr 1788''. Herausgegeben von Lorenz Hübner. Auf Kosten des Herausgebers. Salzburg. Im Verlage der hochfürstl. Waisenhausbuchhandung. - Vgl. York-Gothart Mix, ''Die deutschen Musenalmanache des 18. Jahrhunderts'', München 1987 [Diss. München 1985/86], S. 102 (Hübner hatte das Ziel, „die Freude an der edlen Dichtkunst“ zu wecken; er stützte sich auf einen kleinen „Zirkel“ junger Freunde in Salzburg und er forderte Poeten „aus Oesterreich, Tirol“ und „Baiern“ auf, Gedichte einzusenden. Der Erfolg war enttäuschend, und nach dem zweiten Band gab Hübner seinen Plan auf.) und S. 169 (Titelaufnahmen).</ref> | + | [[1784]] rief er die [[Lesegesellschaft]] ins Leben, und seine ''Salzburger Musenalmanache'' zielten in die gleiche Richtung.<ref>''Salzburger Musenalmanach auf das Jahr 1787''. Herausgegeben von Lorenz Hübner. Auf Kosten des Herausgebers. Salzburg. In Kommission der Mayerschen Buchhandlung. - ''Salzburger Musenalmanach auf das Jahr 1788''. Herausgegeben von Lorenz Hübner. Auf Kosten des Herausgebers. Salzburg. Im Verlage der hochfürstl. Waisenhausbuchhandung. - Vgl. York-Gothart Mix, ''Die deutschen Musenalmanache des 18. Jahrhunderts'', München 1987 [Diss. München 1985/86], S. 102 (Hübner hatte das Ziel, "die Freude an der edlen Dichtkunst“ zu wecken; er stützte sich auf einen kleinen "Zirkel“ junger Freunde in Salzburg und er forderte Poeten "aus Oesterreich, Tirol“ und "Baiern“ auf, Gedichte einzusenden. Der Erfolg war enttäuschend, und nach dem zweiten Band gab Hübner seinen Plan auf.) und S. 169 (Titelaufnahmen).</ref> |
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| | Bald schon erzielte Hübner mit dem in ''Oberdeutsche Staatszeitung'' umbenannten Blatt schöne Erfolge, nicht zuletzt deshalb, weil er mit der Zeitung ein Medium aufklärerischen Denkens geschaffen hatte. Plötzlich waren nicht mehr nur Staatsanzeigen und Chronikberichte interessant, sondern auch Themen wie Kritik an der Kirche oder Beiträge zur Geschichte des [[Salzburg (Bundesland)|Landes Salzburg]]. | | Bald schon erzielte Hübner mit dem in ''Oberdeutsche Staatszeitung'' umbenannten Blatt schöne Erfolge, nicht zuletzt deshalb, weil er mit der Zeitung ein Medium aufklärerischen Denkens geschaffen hatte. Plötzlich waren nicht mehr nur Staatsanzeigen und Chronikberichte interessant, sondern auch Themen wie Kritik an der Kirche oder Beiträge zur Geschichte des [[Salzburg (Bundesland)|Landes Salzburg]]. |