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| | Die Sozialpartner [[Wirtschaftskammer Salzburg|Wirtschaftskammer]] (WKS) und [[Arbeiterkammer Salzburg]] (AK) legten mehrere Gutachten zu Verkehr, Umwelt, Geologie und Tunnelbau, die zu einer grundlegenden Studie zusammengefasst wurden, vor. Insgesamt haben über 15 Experten drei Jahre daran gearbeitet. Das Ergebnis: Der Kapuzinerbergtunnel samt Busgarage ist nicht nur verkehrstechnisch und geologisch machbar, sondern angesichts der zunehmenden Verkehrsdichte in der Stadt Salzburg notwendig. Die Entlastung für Anrainer und Umwelt ist in Summe deutlich größer als die daraus entstehende Belastung. | | Die Sozialpartner [[Wirtschaftskammer Salzburg|Wirtschaftskammer]] (WKS) und [[Arbeiterkammer Salzburg]] (AK) legten mehrere Gutachten zu Verkehr, Umwelt, Geologie und Tunnelbau, die zu einer grundlegenden Studie zusammengefasst wurden, vor. Insgesamt haben über 15 Experten drei Jahre daran gearbeitet. Das Ergebnis: Der Kapuzinerbergtunnel samt Busgarage ist nicht nur verkehrstechnisch und geologisch machbar, sondern angesichts der zunehmenden Verkehrsdichte in der Stadt Salzburg notwendig. Die Entlastung für Anrainer und Umwelt ist in Summe deutlich größer als die daraus entstehende Belastung. |
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| − | „''Die Sozialpartner erfüllen mit der Vorlage der Ergebnisse den Auftrag des Gemeinderates und den ausdrücklichen Wunsch von Bürgermeister Heinz Schaden, die Sozialpartner mit der Studie zu betrauen''“, betont Direktor-Stv. Dr. [[Manfred Pammer]] von der Wirtschaftskammer Salzburg. Er erinnert an den Grundsatzbeschluss des [[Salzburger Gemeinderat|Gemeinderates]] vom [[16. September]] [[2003]], wonach ein [[Busterminals|Busterminal]] mit angeschlossener Busgarage im Kapuzinerberg grundsätzlich im Interesse der Stadt liege. Ebenso stelle der Kapuzinerbergtunnel eine sinnvolle Option für das städtische Straßennetz dar, wie es im Beschluss hieß.
| + | "''Die Sozialpartner erfüllen mit der Vorlage der Ergebnisse den Auftrag des Gemeinderates und den ausdrücklichen Wunsch von Bürgermeister Heinz Schaden, die Sozialpartner mit der Studie zu betrauen''“, betont Direktor-Stv. Dr. [[Manfred Pammer]] von der Wirtschaftskammer Salzburg. Er erinnert an den Grundsatzbeschluss des [[Salzburger Gemeinderat|Gemeinderates]] vom [[16. September]] [[2003]], wonach ein [[Busterminals|Busterminal]] mit angeschlossener Busgarage im Kapuzinerberg grundsätzlich im Interesse der Stadt liege. Ebenso stelle der Kapuzinerbergtunnel eine sinnvolle Option für das städtische Straßennetz dar, wie es im Beschluss hieß. |
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| | Am 1. Oktober 2007 ersuchte Bürgermeister Schaden die Sozialpartner [[Wirtschaftskammer Salzburg|WKS]] und [[Kammer für Arbeiter und Angestellte für Salzburg|AK]] um die Studienerarbeitung und stellte dafür gemeinsam mit dem [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land]] ein Budget von 300.000 € zur Verfügung. Aufgabe war es, eine inhaltliche Beurteilung abzugeben, nicht Gespräche mit den Grundeigentümern zu führen oder für die Finanzierung zu sorgen. Das wäre, sollte es zu einer Verwirklichung kommen, Aufgabe der Politik. Die Studie ist übrigens bereits ausfinanziert, Gelder der Kammern wurden nicht verwendet. | | Am 1. Oktober 2007 ersuchte Bürgermeister Schaden die Sozialpartner [[Wirtschaftskammer Salzburg|WKS]] und [[Kammer für Arbeiter und Angestellte für Salzburg|AK]] um die Studienerarbeitung und stellte dafür gemeinsam mit dem [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land]] ein Budget von 300.000 € zur Verfügung. Aufgabe war es, eine inhaltliche Beurteilung abzugeben, nicht Gespräche mit den Grundeigentümern zu führen oder für die Finanzierung zu sorgen. Das wäre, sollte es zu einer Verwirklichung kommen, Aufgabe der Politik. Die Studie ist übrigens bereits ausfinanziert, Gelder der Kammern wurden nicht verwendet. |
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| − | „''Die Sozialpartner und alle beteiligten Experten haben mit großem Engagement und Fachkenntnis gearbeitet. Die wichtigsten Vorfragen konnten geklärt werden. Die Studien wurden bereits an [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Heinz Schaden|Schaden]] und den Landesverkehrsreferenten [[Landeshauptmann|LH]]<nowiki>Stv.</nowiki> Dr. [[Wilfried Haslauer junior]] übergeben. Die Ergebnisse bestärken uns in unserer Position, dass dieses Projekt nicht nur sinnvoll, sondern für die Stadtentwicklung von zentraler Bedeutung ist. Es liegt nun an der Politik, die Ergebnisse fair zu bewerten und die richtigen Schlüsse zu ziehen''“, betont Direktor Mag. [[Gerhard Schmidt]] von der Arbeiterkammer Salzburg.
| + | "''Die Sozialpartner und alle beteiligten Experten haben mit großem Engagement und Fachkenntnis gearbeitet. Die wichtigsten Vorfragen konnten geklärt werden. Die Studien wurden bereits an [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Heinz Schaden|Schaden]] und den Landesverkehrsreferenten [[Landeshauptmann|LH]]<nowiki>Stv.</nowiki> Dr. [[Wilfried Haslauer junior]] übergeben. Die Ergebnisse bestärken uns in unserer Position, dass dieses Projekt nicht nur sinnvoll, sondern für die Stadtentwicklung von zentraler Bedeutung ist. Es liegt nun an der Politik, die Ergebnisse fair zu bewerten und die richtigen Schlüsse zu ziehen''“, betont Direktor Mag. [[Gerhard Schmidt]] von der Arbeiterkammer Salzburg. |
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| − | „''Die Sozialpartner erwarten sich eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Projekt, nicht ein häppchenweises Erledigen durch Finten und in die Öffentlichkeit gespielte Halbwahrheiten''“, betonen Schmidt und Pammer. „''Aus diesem Grund sollen daher auch alle Bürgerinnen und Bürger die Chance bekommen, sich über die Studienergebnisse zu informieren. Die Sozialpartner wollen volle Transparenz. Deshalb werden alle Unterlagen ab heute auch auf der Website www.kapuzinerbergtunnel.at zur Verfügung stehen.''“
| + | "''Die Sozialpartner erwarten sich eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Projekt, nicht ein häppchenweises Erledigen durch Finten und in die Öffentlichkeit gespielte Halbwahrheiten''“, betonen Schmidt und Pammer. "''Aus diesem Grund sollen daher auch alle Bürgerinnen und Bürger die Chance bekommen, sich über die Studienergebnisse zu informieren. Die Sozialpartner wollen volle Transparenz. Deshalb werden alle Unterlagen ab heute auch auf der Website www.kapuzinerbergtunnel.at zur Verfügung stehen.''“ |
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| | === Zu den Eckpunkten des Projektes === | | === Zu den Eckpunkten des Projektes === |
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| | Die Busgarage mit Terminal im Kapuzinerberg würde als kundenfreundliche Ein- und Ausstiegsstelle nicht nur über die gesamte Infrastruktur für Busgäste der [[Weltkulturerbe]]<nowiki>stadt</nowiki> Salzburg verfügen, sondern die Gäste direkt und schnell mitten ins Stadtzentrum bringen. In der Garage könnten 100 Busse abgestellt werden und müssten nicht mehr leer zu den Parkplätzen in der [[Alpenstraße (Salzburg)|Alpenstraße]] und [[Busterminal Salzburg-Nord]] fahren. So würden sich die Fahrten beinahe halbieren und die Busse wären vor Ort rasch verfügbar. | | Die Busgarage mit Terminal im Kapuzinerberg würde als kundenfreundliche Ein- und Ausstiegsstelle nicht nur über die gesamte Infrastruktur für Busgäste der [[Weltkulturerbe]]<nowiki>stadt</nowiki> Salzburg verfügen, sondern die Gäste direkt und schnell mitten ins Stadtzentrum bringen. In der Garage könnten 100 Busse abgestellt werden und müssten nicht mehr leer zu den Parkplätzen in der [[Alpenstraße (Salzburg)|Alpenstraße]] und [[Busterminal Salzburg-Nord]] fahren. So würden sich die Fahrten beinahe halbieren und die Busse wären vor Ort rasch verfügbar. |
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| − | Die Busparkplätze [[Park & Ride Parkplatz Alpensiedlung Süd|P&R Alpensiedlung Süd]] und Salzburg-Nord würden nur noch als Überlaufparkplätze fungieren. Die einfahrenden Busse würden zunächst beim zentralen Terminal mit insgesamt 18 Plätzen halten und die Gäste aussteigen lassen. Durch Verbindungsgänge von maximal 30 Metern Länge gelangt der Besucher vom Terminal in den allgemeinen Wartebereich und weiter zu den beiden Ausgängen „[[Steingasse]]“ und „[[Mozartsteg]]“. Direkt an den Busterminal würde sich die Garage für insgesamt 100 Busse anschließen, wobei diese auf zwei Kavernen aufgeteilt wäre. In der an den Terminal angeschlossenen Garage hätten 28, in der zweiten, nördlich gelegenen Garage 72 Busse Platz. | + | Die Busparkplätze [[Park & Ride Parkplatz Alpensiedlung Süd|P&R Alpensiedlung Süd]] und Salzburg-Nord würden nur noch als Überlaufparkplätze fungieren. Die einfahrenden Busse würden zunächst beim zentralen Terminal mit insgesamt 18 Plätzen halten und die Gäste aussteigen lassen. Durch Verbindungsgänge von maximal 30 Metern Länge gelangt der Besucher vom Terminal in den allgemeinen Wartebereich und weiter zu den beiden Ausgängen "[[Steingasse]]“ und "[[Mozartsteg]]“. Direkt an den Busterminal würde sich die Garage für insgesamt 100 Busse anschließen, wobei diese auf zwei Kavernen aufgeteilt wäre. In der an den Terminal angeschlossenen Garage hätten 28, in der zweiten, nördlich gelegenen Garage 72 Busse Platz. |
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| | ====Der Tunnel==== | | ====Der Tunnel==== |
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| | ====Auszug aus den Studien==== | | ====Auszug aus den Studien==== |
| | *Tunnelbautechnische Beurteilung, Machbarkeitsstudie; IGT Geotechnik und Tunnelbau | | *Tunnelbautechnische Beurteilung, Machbarkeitsstudie; IGT Geotechnik und Tunnelbau |
| − | :„''Die Erfahrungen beim Bau der bereits errichteten Hohlräume im Kapuzinerberg (Glockengassengarage und Hochbehälter Kapuzinerberg) und der durchgeführten geotechnischen Überlegungen bzw. Berechnungen bestätigen die globale Standsicherheit der Querschnitte und somit die technische Machbarkeit des Projektes.''“ | + | :"''Die Erfahrungen beim Bau der bereits errichteten Hohlräume im Kapuzinerberg (Glockengassengarage und Hochbehälter Kapuzinerberg) und der durchgeführten geotechnischen Überlegungen bzw. Berechnungen bestätigen die globale Standsicherheit der Querschnitte und somit die technische Machbarkeit des Projektes.''“ |
| | *Verkehrstechnische Beurteilung, Verkehrsuntersuchung; IKK-ZT GmbH | | *Verkehrstechnische Beurteilung, Verkehrsuntersuchung; IKK-ZT GmbH |
| − | „''Die Reisezeitmessungen am Simulationsmodell zeigen, dass Innenstadtziele abseits der Tunnelachse deutlich schneller zu erreichen sind, als im Vergleichsszenario ohne Errichtung des Citytunnels.''<br />
| + | "''Die Reisezeitmessungen am Simulationsmodell zeigen, dass Innenstadtziele abseits der Tunnelachse deutlich schneller zu erreichen sind, als im Vergleichsszenario ohne Errichtung des Citytunnels.''<br /> |
| | ''Die Verkehrsqualität in den sensiblen Altstadt- und Wohnbereichen kann durch Vermeidung von Stausituationen deutlich gesteigert werden. | | ''Die Verkehrsqualität in den sensiblen Altstadt- und Wohnbereichen kann durch Vermeidung von Stausituationen deutlich gesteigert werden. |
| | Die Untersuchungsergebnisse bestätigen, dass die Errichtung des Citytunnels verkehrstechnisch machbar und sinnvoll ist''.“ | | Die Untersuchungsergebnisse bestätigen, dass die Errichtung des Citytunnels verkehrstechnisch machbar und sinnvoll ist''.“ |
| | *Umwelttechnische Beurteilung, UVP-Vorprüfung; Umweltbüro Schütz | | *Umwelttechnische Beurteilung, UVP-Vorprüfung; Umweltbüro Schütz |
| − | :„''Durch das Projekt Citytunnel Salzburg sind in mehreren dicht besiedelten Gebieten Verbesserungen der Luftgüte zu erwarten, am deutlichsten (zum Teil < -3 µg/m³ für den JMW-NO2) fallen diese im Osten entlang der Fürbergstraße, der Eberhard-Fugger-Straße sowie der Gaisbergstraße aus. In diesen Bereichen kann dadurch (erstmals, Anmerkung des Autors) der NO2-Grenzwert von 30 µg/m³ + 10 µg/m³ Toleranz eingehalten werden.''“ | + | :"''Durch das Projekt Citytunnel Salzburg sind in mehreren dicht besiedelten Gebieten Verbesserungen der Luftgüte zu erwarten, am deutlichsten (zum Teil < -3 µg/m³ für den JMW-NO2) fallen diese im Osten entlang der Fürbergstraße, der Eberhard-Fugger-Straße sowie der Gaisbergstraße aus. In diesen Bereichen kann dadurch (erstmals, Anmerkung des Autors) der NO2-Grenzwert von 30 µg/m³ + 10 µg/m³ Toleranz eingehalten werden.''“ |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |