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| | Josef Plischke wollte immer schon weitere Gebiete als Agentur erschließen. Dies was jedoch seitens der genannten Partner nicht möglich und so wechselte J. Plischke [[1974]] als Agentur zu ''Neckermann + Reisen'' und verlegte gleichzeitig den Standort nach Innsbruck, da die Agentur Plischke nunmehr für ganz Österreich verantwortlich war, und fand den neuen Namen ''REISEN+FREIZEIT'' (R+F) als eine geniale Marke. Dahinter steckte die Idee, neben Reiseservice irgendwann auch als Ausstatter für alles, was man für die Freizeit braucht, zu fungieren. | | Josef Plischke wollte immer schon weitere Gebiete als Agentur erschließen. Dies was jedoch seitens der genannten Partner nicht möglich und so wechselte J. Plischke [[1974]] als Agentur zu ''Neckermann + Reisen'' und verlegte gleichzeitig den Standort nach Innsbruck, da die Agentur Plischke nunmehr für ganz Österreich verantwortlich war, und fand den neuen Namen ''REISEN+FREIZEIT'' (R+F) als eine geniale Marke. Dahinter steckte die Idee, neben Reiseservice irgendwann auch als Ausstatter für alles, was man für die Freizeit braucht, zu fungieren. |
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| − | Es wurde ein Vertrag für die Länder [[Deutschland]], [[Niederlande]] und [[Belgien]], wo Neckermann bereits tätig war, unterzeichnet. Es war die erste „General Agentur“ in Österreich, welche für das gesamte Gebiet verantwortlich war, und weitere Regionen wie die Dolomiten, [[Südtirol]], der Gardasee und die Ligurische Küste sowie [[Ungarn]] kamen gleich danach dazu. In den besten Jahren war die Agentur Reisen + Freizeit für über 500 000 Gäste und 28 000 Hotelbetten zuständig und somit in den [[1980er]]-Jahren das größte ''Incoming'' Reisebüro in Österreich. Rund 250 000 Gäste wurden in [[Italien]] betreut. | + | Es wurde ein Vertrag für die Länder [[Deutschland]], [[Niederlande]] und [[Belgien]], wo Neckermann bereits tätig war, unterzeichnet. Es war die erste "General Agentur“ in Österreich, welche für das gesamte Gebiet verantwortlich war, und weitere Regionen wie die Dolomiten, [[Südtirol]], der Gardasee und die Ligurische Küste sowie [[Ungarn]] kamen gleich danach dazu. In den besten Jahren war die Agentur Reisen + Freizeit für über 500 000 Gäste und 28 000 Hotelbetten zuständig und somit in den [[1980er]]-Jahren das größte ''Incoming'' Reisebüro in Österreich. Rund 250 000 Gäste wurden in [[Italien]] betreut. |
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| | [[1978]] wurde der Standort nach Salzburg verlegt. | | [[1978]] wurde der Standort nach Salzburg verlegt. |
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| − | Hier begann J. Plischke mit dem Aufbau der Reisebürokette in Österreich. R+F war das erste Reisebüro mit einem Computerreservierungssystem, welche mittels Standleitung nach Frankfurt a. M. zur NUR Touristik verbunden war und konnte daher die Kunden bereits direkt in das gesamte Angebot von Neckermann einbuchen. „'''Revolutionär'''“. Ich erinnere mich noch, wie ich [[1981]] bei R+F begonnen hatte, als die Kunden fragten, ob sie bei der Eingabe der Daten ihrer Reise zusehen dürfen. | + | Hier begann J. Plischke mit dem Aufbau der Reisebürokette in Österreich. R+F war das erste Reisebüro mit einem Computerreservierungssystem, welche mittels Standleitung nach Frankfurt a. M. zur NUR Touristik verbunden war und konnte daher die Kunden bereits direkt in das gesamte Angebot von Neckermann einbuchen. "'''Revolutionär'''“. Ich erinnere mich noch, wie ich [[1981]] bei R+F begonnen hatte, als die Kunden fragten, ob sie bei der Eingabe der Daten ihrer Reise zusehen dürfen. |
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| | ''Travi Austria''<ref name="Res">ein elektronisches Reservierungssystem für Reiseveranstalter, Reisebüros und Fluglinien</ref> oder ''Start''<ref name="Res"></ref> war zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Österreich als Veranstalter Buchungstool vorhanden. | | ''Travi Austria''<ref name="Res">ein elektronisches Reservierungssystem für Reiseveranstalter, Reisebüros und Fluglinien</ref> oder ''Start''<ref name="Res"></ref> war zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Österreich als Veranstalter Buchungstool vorhanden. |
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| | [[1985]] wurde die Agentur Plischke GSA von Delta Airlines, zweitgrößte amerikanische Fluggesellschaft, welche damals ein ''Offline Carrier'' war und gerade Frankfurt und München bedient hatte - aber was wurde sie? | | [[1985]] wurde die Agentur Plischke GSA von Delta Airlines, zweitgrößte amerikanische Fluggesellschaft, welche damals ein ''Offline Carrier'' war und gerade Frankfurt und München bedient hatte - aber was wurde sie? |
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| − | [[1989]] hatte Plischke, ''R+F goes Worldwide'', nachdem er immer ein „weltweites Denken“ hatte, mit der damalige ''Thomas Cook PLC'', welche im Besitz der ''Midland Bank'' war, eine Generalagentur für Österreich unterzeichnet und gleichzeitig wurde Josef Plischke zum ''CEO of the European Advisory Board'' ernannt und auch verantwortlich für den Aufbau einer Europäischen ''Incoming'' Agentur. | + | [[1989]] hatte Plischke, ''R+F goes Worldwide'', nachdem er immer ein "weltweites Denken“ hatte, mit der damalige ''Thomas Cook PLC'', welche im Besitz der ''Midland Bank'' war, eine Generalagentur für Österreich unterzeichnet und gleichzeitig wurde Josef Plischke zum ''CEO of the European Advisory Board'' ernannt und auch verantwortlich für den Aufbau einer Europäischen ''Incoming'' Agentur. |
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| | === Auszeichnung mit dem Salzburger Landeswappen === | | === Auszeichnung mit dem Salzburger Landeswappen === |
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| | Josef Plischke hinterlässt seine Frau Anke und die beiden Söhne Stefan und Markus und drei Enkelkinder. | | Josef Plischke hinterlässt seine Frau Anke und die beiden Söhne Stefan und Markus und drei Enkelkinder. |
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| − | Trotz vieler Aufgaben, Visionen und Umsetzungen war Josef Plischke die Familie am wichtigsten und vor allem die Ausbildung seiner Söhne. Er war auch im Unternehmen neben seinen Konsequenten Schritten für viele eine Vaterfigur, ein Boss, aber auch jemand mit dem man gerne ein oder zwei Bier getrunken hat. Ein Vollblut-Touristiker, der „seinen“ Weg gegangen ist. | + | Trotz vieler Aufgaben, Visionen und Umsetzungen war Josef Plischke die Familie am wichtigsten und vor allem die Ausbildung seiner Söhne. Er war auch im Unternehmen neben seinen Konsequenten Schritten für viele eine Vaterfigur, ein Boss, aber auch jemand mit dem man gerne ein oder zwei Bier getrunken hat. Ein Vollblut-Touristiker, der "seinen“ Weg gegangen ist. |
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| | So wird Josef Plischke seine letzte REISE(N), antreten damit er die FREIZEIT genießen kann. | | So wird Josef Plischke seine letzte REISE(N), antreten damit er die FREIZEIT genießen kann. |
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| − | Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trauern um den „Papa Pli“ wie er genannt wurde und teilten mir mit, dass es bei R+F wohl die schönste berufliche Zeit gewesen ist. | + | Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trauern um den "Papa Pli“ wie er genannt wurde und teilten mir mit, dass es bei R+F wohl die schönste berufliche Zeit gewesen ist. |
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| | Reise in Ruhe und schlafe in Frieden. | | Reise in Ruhe und schlafe in Frieden. |