| | [[1940]] heiratete Maria, zog mit ihrem Mann, der ebenfalls ein einfacher Arbeiter war, zusammen in eine eigene Wohnung und bekam im Juli des Jahres ihr erstes Kind, eine Tochter. Nachfolgend half sie etwa ein Jahr in einer Gastwirtschaft am [[Pass Thurn]] bei [[Mittersill]] im [[Oberpinzgau]] aus. Sie überlegte damals schon einige Zeit, wie sie der am eigenen Leib erfahrenen Armut und der rundherum spürbaren Not auf Dauer entkommen und damit in Zukunft vermeiden könnte, dass sie ihre Kinder „ausstiften“, d.h. in fremde Hände geben muss. Zuerst hatte sie die Idee Krankenschwester zu werden. Später entschied sie sich zum Beruf der Hebamme. Um in die Ausbildung hinein zu kommen, benötigte sie die Unterstützung eines örtlichen NS-Funktionärs, der zufällig bei der Maishofener Dampfsäge gleichzeitig Arbeitgeber ihres Mannes war, und bekam diese auch. Da sie für den Beginn des nächsten Lehrganges aber schon zu spät dran war, arbeitete sie noch ein Jahr als Tagwerkerin, u.a. beim Goribauer, ebenfalls in Maishofen. | | [[1940]] heiratete Maria, zog mit ihrem Mann, der ebenfalls ein einfacher Arbeiter war, zusammen in eine eigene Wohnung und bekam im Juli des Jahres ihr erstes Kind, eine Tochter. Nachfolgend half sie etwa ein Jahr in einer Gastwirtschaft am [[Pass Thurn]] bei [[Mittersill]] im [[Oberpinzgau]] aus. Sie überlegte damals schon einige Zeit, wie sie der am eigenen Leib erfahrenen Armut und der rundherum spürbaren Not auf Dauer entkommen und damit in Zukunft vermeiden könnte, dass sie ihre Kinder „ausstiften“, d.h. in fremde Hände geben muss. Zuerst hatte sie die Idee Krankenschwester zu werden. Später entschied sie sich zum Beruf der Hebamme. Um in die Ausbildung hinein zu kommen, benötigte sie die Unterstützung eines örtlichen NS-Funktionärs, der zufällig bei der Maishofener Dampfsäge gleichzeitig Arbeitgeber ihres Mannes war, und bekam diese auch. Da sie für den Beginn des nächsten Lehrganges aber schon zu spät dran war, arbeitete sie noch ein Jahr als Tagwerkerin, u.a. beim Goribauer, ebenfalls in Maishofen. |
| | [[1942]] wurde sie in den Hebammenlehrgang am [[Landeskrankenhaus Salzburg]] aufgenommen. Die Ausbildung bezahlte der Staat, das darüber hinaus nötige Taschengeld hatte sich Frau Jakober durch ihre vorhergehende Arbeit verdient. | | [[1942]] wurde sie in den Hebammenlehrgang am [[Landeskrankenhaus Salzburg]] aufgenommen. Die Ausbildung bezahlte der Staat, das darüber hinaus nötige Taschengeld hatte sich Frau Jakober durch ihre vorhergehende Arbeit verdient. |
| | Eine Ironie des Schicksals war, dass sie ihr Kind nun erst recht nicht selbst betreuen konnte, da sie während des Lehrganges kaserniert war und auch wegen der anfallenden Fahrtkosten nur gelegentlich nach Maishofen fahren konnte, wo ihre Tochter daher von der Großmutter betreut wurde. | | Eine Ironie des Schicksals war, dass sie ihr Kind nun erst recht nicht selbst betreuen konnte, da sie während des Lehrganges kaserniert war und auch wegen der anfallenden Fahrtkosten nur gelegentlich nach Maishofen fahren konnte, wo ihre Tochter daher von der Großmutter betreut wurde. |