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[[Datei:Marina Davydova 2022.jpg|thumb|Marina Davydova]]
'''Marina Davydova''' (* [[1966]] im aserbaidschanischen Baku, das damals noch zur Sowjetunion gehörte) ist Theaterhistorikerin, Festivalleiterin, Kritikerin und designierte [[Schauspielleiter der Salzburger Festspiele|Schauspielleiterin]] der [[Salzburger Festspiele]].

== Karriere ==
Davydova studierte Theaterwissenschaften in Moskau und arbeitete als Theaterkritikerin auch für große russische Tageszeitungen wie die "Iswestija". Sie begründete ihr eigenes Theaterfestival und gibt ein Theatermagazin heraus. Mit Festspiel-[[Intendant der Salzburger Festspiele|Intendant]] [[Markus Hinterhäuser]] hat Davydova schon bei den Wiener Festwochen im Jahr [[2016]] zusammengearbeitet, wohin er sie als Leiterin des Schauspielprogramms geholt hatte.

Auf deutschen Bühnen hatte Marina Davydova etwa [[2017]] für das Festival "Utopische Realitäten - 100 Jahre Gegenwart mit Alexandra Kollontai" am Berliner HAU die Inszenierung "Eternal Russia" erarbeitet. Auf Einladung des Thalia Theaters diskutierte sie bei den "Lessingtagen 2018" im Rahmen von "Artists at Risk". Im April 2019 feierte ihre Uraufführung "Checkpoint Woodstock", eine Koproduktion mit dem Lithuanian National Drama Theatre Vilnius und dem Gogol Center Moskau, im Hamburger Thalia Theater Premiere. Ihr Stück "Trance" hatte im Oktober [[2020]] am Karlsruher Schauspielhaus Premiere.

Im Februar hatte Marina Davydova nach dem Beginn des [[Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine und dessen Auswirkungen auf Salzburg|Angriffskriegs von Russland auf die Ukraine]] aus [[Russland]] fliehen müssen. Davydova, Chefredakteurin der Zeitschrift "Teatr" und bis dahin Künstlerische Leiterin des Moskauer Festivals "NET", floh mit Hilfe des litauischen Botschafters aus Moskau. Nach der Aufforderung zum Unterschreiben der Petition wurde die Haustür von Davydovas Wohnung mit einem "Z" beschmiert. "Das bedeutet, dass man jetzt alles mit mir machen kann, meine Wohnung anzünden, mich in einer dunklen Gasse umbringen", sagte Davydova damals der "Süddeutschen Zeitung".

Im Sommer 2022 war Davydova dann zu Gast beim Salzburger Festspiel-Symposium. Sie bezweifelte, dass Kunst und Literatur die Welt verändern könnten. Allerdings seien Intellektuelle im Zusammenhang mit ihrer Fähigkeit gefragt, auf die Einstellungen von Menschen einzuwirken.

Marina Davydova wird im Herbst [[2023]] [[Bettina Hering]] als Schauspielchefin der Salzburger Festspiele folgen.

== Quellen ==
* [[Salzburger Nachrichten]]
* [file:///C:/Users/Peter/Downloads/2022_11_24_pa_davydova-de.pdf download] Presseseite der Salzburger Festspiele

{{Zeitfolge
|AMT= [[Schauspielleiter der Salzburger Festspiele|Schauspielleiterin]] der Salzburger Festspiele
|ZEIT= ab 2023
|VORGÄNGER=[[Bettina Hering]]
|NACHFOLGER=<br />
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{{SORTIERUNG: Davydova, Marina }}
[[Kategorie:Person]]
[[Kategorie:Person (Kultur)]]
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[[Kategorie:Zuagroaste]]
[[Kategorie:Russland]]
[[Kategorie:Geboren 1966]]