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[[File:Megerle1.jpg|thumb|Ulrich Megerle]]
[[File:AbrahamS.Clara.Titel.jpg|thumb|Titel eines in Salzburg erschienenen Werks von ihm.]]'''Johann Ulrich Megerle''', auch Gaudentius Hilarion, Hilarius von Freudenberg, Theophilus Mariophilus und '''Abraham a Sancta Clara|Abraham a San[c]ta Clara''' als sein Ordensname (* [[2. Juli]] [[1644]] in Kreenheinstetten bei Meßkirch, Baden; † [[1. Dezember]] [[1709]] in [[Wien]]) war ein katholischer Geistlicher, Prediger und Schriftsteller. Als ein Hauptwerk gilt „Judas, Der Ertz-Schelm, Für ehrliche Leuth oder eigentlicher Entwurf und Lebensbeschreibung des Iscariotischen Bößwicht“ in insgesamt sieben Bänden.
== Leben (Auszug) ==
Johann Megerle war das jüngste von acht Kindern eines Dorfwirts. Zunächst besuchte er die Lateinschule in Meßkirch, dann das Jesuitengymnasium in Ingolstadt. Anschließend kam er zur weiteren Ausbildung an die [[Benediktineruniversität]] nach [[Altstadt|Salzburg]]. In Wien trat er [[1662]] in den Orden der [[Augustinerorden|Augustiner]]-Barfüßer ein. Nach Studienjahren in Prag und Ferrara erhielt er [[1666]] die Priesterweihe. Als Wallfahrtsprediger in Maria-Stern bei Taxa ([[Herzogtum Bayern]]) war er [[1670]] tätig. [[1672]] wurde er nach Wien berufen, wo er [[1677]] zum Subprior und von Kaiser Leopold I. zum Hofprediger ernannt wurde. Von [[1680]] bis [[1683]] war er Prior im Augustinerkloster Maria-Brunn bei Wien, dann bis [[1688]] Kanzelredner in Graz. Dreimal reiste er in Ordensangelegenheiten nach Rom, bekleidete verschiedene hohe Ämter der Ordensprovinz und kehrte [[1695]] endgültig nach Wien zurück.
== Salzburgbezug ==
[[1659]] immatrikuliert Megerle an der Benediktineruniversität in Salzburg, wo er drei Jahre blieb. Sein sprachlicher Lehrmeister war [[Otto Aicher]], bei dem Megerle seinen angeborenen Mutterwitz an Treffsicherheit schärfte. Mit diesem Mutterwitz wurde er später als ''Abraham a Sancta Clara'' berühmt.
In Salzburg veröffentlichte er
* „Judas, Der Ertz-Schelm, Für ehrliche Leuth oder eigentlicher Entwurf und Lebensbeschreibung des Iscariotischen Bößwicht“, [[1682]] den dritten und [[1695]] den vierten Teil (das barocke Hauptwerk Abrahams)
In Salzburg nach seinem Tod erschienen
* „Geistliches Waarenlager mit apostolischen Waaren“, 1714
* „Etwas für Alle, das ist, eine kurze Beschreibung allerlei Stands Amts- und Gewerkspersonen mit beygedruckter sittlicher Lehre und bibilischen Recepten“ in drei Bänden, Band drei [[1711]] in Salzburg
== Quellen ==
* [[Liselotte von Eltz-Hoffmann]]: ''[[Salzburger G'schichten]]'', Seite 152
* [https://de.metapedia.org/wiki/Megerle,_Ulrich de.metapedia.org], Megerle, Ulrich
{{SORTIERUNG: Megerle, Ulrich}}
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