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| | Bei den Neubauten achtete man darauf, die damals modernsten technischen Innovationen zu verwenden und baute nach dem Vorbild von bereits laufenden Maschinen in der Teichel bei Obervellach in Oberkärnten (Werksspionage!) die neuen "Stoßherde auf ungarische Art". Alles bewährte sich hervorragend, sodass Bergwerksverwalter [[Conrad Hagger|Johann Conrad Hagger]] nach Salzburg berichten konnte, dass sich die Produktivität um satte 100 % (!) verbessert habe, dass aber auch 43 Arbeiter entlassen und durch die Arbeit von Maschinen ersetzt wurden. Als Antriebskraft diente [[Wasser]], das man in mächtigen Holzgerinnen aus der [[Naßfelder Ache]], von der [[Wasserfallklamm]], heranführte und mit Wasserrädern bestückte. | | Bei den Neubauten achtete man darauf, die damals modernsten technischen Innovationen zu verwenden und baute nach dem Vorbild von bereits laufenden Maschinen in der Teichel bei Obervellach in Oberkärnten (Werksspionage!) die neuen "Stoßherde auf ungarische Art". Alles bewährte sich hervorragend, sodass Bergwerksverwalter [[Conrad Hagger|Johann Conrad Hagger]] nach Salzburg berichten konnte, dass sich die Produktivität um satte 100 % (!) verbessert habe, dass aber auch 43 Arbeiter entlassen und durch die Arbeit von Maschinen ersetzt wurden. Als Antriebskraft diente [[Wasser]], das man in mächtigen Holzgerinnen aus der [[Naßfelder Ache]], von der [[Wasserfallklamm]], heranführte und mit Wasserrädern bestückte. |
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| − | Auf Anregung von Dr. [[Fritz Gruber]] bei der ''Tauerngold-Tagung'' der Geschichtsausschüsse des BVÖ und des DMG in Bad Gastein vom [[18. August|18.]] bis [[20. August]] [[1976]] gründete sich ein Arbeitskreis aus Leobner Experten, dem die Unterschutzstellung des gesamten industrie-archäologisch höchst wertvollen Gebäudeensembles gelang. Der [[Denkmalschutz|Unterschutzstellungs]]-Bescheid wurde am [[31. Jänner]] [[1978]] vom österreichischen Bundesdenkmalamt mit ausführlicher Begründung erlassen.<ref>Zl. 504/78</ref> | + | Auf Anregung von Dr. [[Fritz Gruber]] bei der ''Tauerngold-Tagung'' der Geschichtsausschüsse des BVÖ und des DMG in Bad Gastein vom [[18. August|18.]] bis [[20. August]] [[1976]] gründete sich ein Arbeitskreis aus Leobner Experten, dem die Unterschutzstellung des gesamten industrie-archäologisch höchst wertvollen Gebäudeensembles gelang. Der [[Denkmalschutz|Unterschutzstellungs]]-Bescheid wurde am [[31. Jänner]] [[1978]] vom [[Bundesdenkmalamt]] mit ausführlicher Begründung erlassen.<ref>Zl. 504/78</ref> |
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| | Heute sind in Altböckstein zwei Gebäude musealen Zwecken gewidmet und somit dem Besucherpublikum aus nah und fern gegen eine kleine Eintrittsgebühr frei zugänglich. Der Betreiber der Museen ist der [[Montanverein Altböckstein]] unter der Leitung von Dr. [[Roland Krenn]] und [[Michael Hemm]], Letzterer ist vor Ort die treibende Kraft. Wie schon in der erzbischöflichen Zeit wiederholt Besucher aus den Bergbaugebieten Sachsens nach Altböckstein kamen und die Anlagen bewunderten, so kommen heute tausende Besucher aus Österreich und den Nachbarstaaten. Autobus-Zufahrt ist möglich. | | Heute sind in Altböckstein zwei Gebäude musealen Zwecken gewidmet und somit dem Besucherpublikum aus nah und fern gegen eine kleine Eintrittsgebühr frei zugänglich. Der Betreiber der Museen ist der [[Montanverein Altböckstein]] unter der Leitung von Dr. [[Roland Krenn]] und [[Michael Hemm]], Letzterer ist vor Ort die treibende Kraft. Wie schon in der erzbischöflichen Zeit wiederholt Besucher aus den Bergbaugebieten Sachsens nach Altböckstein kamen und die Anlagen bewunderten, so kommen heute tausende Besucher aus Österreich und den Nachbarstaaten. Autobus-Zufahrt ist möglich. |
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| | * [[Karl Imhof|Karl, Imhof]]: ''500 Jahre Gastein und sein Goldbergbau'', in: Festschrift zur 500-Jahr-Feier des Welt-Kurorts, Bad Gastein 1936 | | * [[Karl Imhof|Karl, Imhof]]: ''500 Jahre Gastein und sein Goldbergbau'', in: Festschrift zur 500-Jahr-Feier des Welt-Kurorts, Bad Gastein 1936 |
| | * [[Ferdinand Scheminzky|Scheminzky, Ferdinand]]: ''Der Thermalstollen von Bad Gastein-Böckstein, seine Geschichte, Erforschung und Heilkraft'', Innsbruck 1963 | | * [[Ferdinand Scheminzky|Scheminzky, Ferdinand]]: ''Der Thermalstollen von Bad Gastein-Böckstein, seine Geschichte, Erforschung und Heilkraft'', Innsbruck 1963 |
| − | * [[Wehdorn Manfred|Wehdorn, Manfred]]: ''Montandenkmal Böckstein. Denkmalwerte und Möglichkeiten einer Revitalisierung'', in: Der Anschnitt 29, Bochum 1977 | + | * [[Manfred Wehdorn|Wehdorn, Manfred]]: ''Montandenkmal Böckstein. Denkmalwerte und Möglichkeiten einer Revitalisierung'', in: Der Anschnitt 29, Bochum 1977 |
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| | == Einzelnachweise == | | == Einzelnachweise == |