Sage vom Jägerknecht Michael Holzegger: Unterschied zwischen den Versionen

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== Die Sage vom Jägerknecht Michael Holzegger ==
== Die Sage vom Jägerknecht Michael Holzegger ==


Wenn man vom [[Walserfeld]] in Richtung [[Großgmain]] wandert, kommt man kurz vor der Abzweigung zum [[Latschenwirt]] nahe [[Marzoll]] am hinter Bäumen versteckten, ehemals [[Erzbischof|erzbischöflichen]] Jägerhaus Holzegg vorbei, von dem eine schaurige Sage zu berichten weiß.  
Wenn man vom [[Walserfeld]] in Richtung [[Großgmain]] wandert, kommt man kurz vor der Abzweigung zum [[Latschenwirt]] nahe [[Marzoll]] am hinter Bäumen versteckten, ehemals [[Erzbischof|erzbischöflichen]] [[Jägerhaus Holzegg]] vorbei, von dem eine schaurige Sage zu berichten weiß.  


Michael Holzegger, Knecht und Bruder des Jägers, war ins Revier am [[Untersberg]] aufgestiegen und nicht wieder heimgekehrt. Nach vier Wochen hatte man ihn immer noch nicht gefunden, so dass man annahm, er sei am Untersberg tödlich abgestürzt. Seine Verwandten ließen daraufhin in der [[Pfarr- und Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau|Großgmainer Kirche]] eine Messe für ihn lesen. Während des Gottesdienstes betrat plötzlich der verschollene Jägerknecht die Kirche. Die Leute wollten wissen, was geschehen sei und wo er die ganze Zeit verbracht habe. Der Jäger erzählte nichts weiter, als dass er im Inneren des Untersbergs gewesen sei und dass die Erzählungen des Lazarus Gitschner alle zutreffen würden. Sogar der Salzburger Erzbischof erfuhr von diesem seltsamen Fall und wollte wissen, was Holzegger erlebt hatte. Dieser sagte, er könne es dem Erzbischof nur bei einer Beichte anvertrauen. So geschah es und der Erzbischof wurde fortan ein trauriger Mensch der sich immer mehr in die Einsamkeit zurückzog und bald darauf starb. Michael Holzegger aber ging ein halbes Jahr nach seiner Rückkehr nach [[Wien]], wo er heiratete und mehrere Kinder hinterließ.  
Michael Holzegger, Knecht und Bruder des Jägers, war ins Revier am [[Untersberg]] aufgestiegen und nicht wieder heimgekehrt. Nach vier Wochen hatte man ihn immer noch nicht gefunden, so dass man annahm, er sei am Untersberg tödlich abgestürzt. Seine Verwandten ließen daraufhin in der [[Pfarr- und Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau|Großgmainer Kirche]] eine Messe für ihn lesen. Während des Gottesdienstes betrat plötzlich der verschollene Jägerknecht die Kirche. Die Leute wollten wissen, was geschehen sei und wo er die ganze Zeit verbracht habe. Der Jäger erzählte nichts weiter, als dass er im Inneren des Untersbergs gewesen sei und dass die Erzählungen des Lazarus Gitschner alle zutreffen würden. Sogar der Salzburger Erzbischof erfuhr von diesem seltsamen Fall und wollte wissen, was Holzegger erlebt hatte. Dieser sagte, er könne es dem Erzbischof nur bei einer Beichte anvertrauen. So geschah es und der Erzbischof wurde fortan ein trauriger Mensch der sich immer mehr in die Einsamkeit zurückzog und bald darauf starb. Michael Holzegger aber ging ein halbes Jahr nach seiner Rückkehr nach [[Wien]], wo er heiratete und mehrere Kinder hinterließ.


== Quelle ==
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