| − | Die dem hl. [[Rupert von Worms]] geweihte [[Pfarrkirche zum hl. Rupert Wagrain|Pfarrkirche]] wurde erstmals [[1359]] als Filialkirche der [[Pfarre Altenmarkt]] urkundlich erwähnt. Sie ist die Pfarrkirche der [[Pfarre Wagrain]]. | + | Die dem hl. [[Rupert von Worms]] geweihte [[Pfarrkirche zum hl. Rupert (Wagrain)|Pfarrkirche]] wurde erstmals [[1359]] als Filialkirche der [[Pfarre Altenmarkt]] urkundlich erwähnt. Sie ist die Pfarrkirche der [[Pfarre Wagrain]]. |
| | Die [[Marktkirche zum hl. Franziskus]] wurde von [[1616]] bis [[1617]] im Auftrag von [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] [[Markus Sittikus]] errichtet. Sie ist dem hl. Franziskus geweiht. Beim Marktbrand im Jahre [[1927]] wurde die Kirche schwer beschädigt. Die Marktkirche dient derzeit als Aufbahrungshalle. Zeitweise werden auch [[Evangelische Gottesdienste|evangelische Gottesdienste]] abgehalten. | | Die [[Marktkirche zum hl. Franziskus]] wurde von [[1616]] bis [[1617]] im Auftrag von [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] [[Markus Sittikus]] errichtet. Sie ist dem hl. Franziskus geweiht. Beim Marktbrand im Jahre [[1927]] wurde die Kirche schwer beschädigt. Die Marktkirche dient derzeit als Aufbahrungshalle. Zeitweise werden auch [[Evangelische Gottesdienste|evangelische Gottesdienste]] abgehalten. |
| − | Aus der Frühgeschichte von Wagrain nichts bekannt. Das keltische Königreich [[Norikum]] ging mit den [[Römer]]n unter, die das Gebiet infrastrukturell erschlossen und [[Saumpfad]]e ausgebaut. Es gab eine [[Römerstraße]] vom Süden aus [[Kärnten]] über [[Schönfeld]], [[Ramingstein]], den [[Radstädter Tauern]] über [[Altenmarkt im Pongau]] nach [[Pfarrwerfen]] ins [[Salzachtal]]. Eine Abzweigung führte von Altenmarkt über [[Reitdorf]], Wagrain, [[Genigau]], [[Lackenkapelle]] und [[Ginau]] zur Straße durch das Salzachtal. Wachtürme, von denen es zwei im Gebiet des heutigen Wagrain gab, sorgten für die Sicherheit. Einer dürfte noch heute das Fundament des Turms der [[Pfarrkirche zum hl. Rupert Wagrain|Pfarrkirche]] bilden, der andere erhob sich auf dem [[Burgruine Wagrain|Burghügel]]. | + | Aus der Frühgeschichte von Wagrain nichts bekannt. Das keltische Königreich [[Norikum]] ging mit den [[Römer]]n unter, die das Gebiet infrastrukturell erschlossen und [[Saumpfad]]e ausgebaut. Es gab eine [[Römerstraße]] vom Süden aus [[Kärnten]] über [[Schönfeld]], [[Ramingstein]], den [[Radstädter Tauern]] über [[Altenmarkt im Pongau]] nach [[Pfarrwerfen]] ins [[Salzachtal]]. Eine Abzweigung führte von Altenmarkt über [[Reitdorf]], Wagrain, [[Genigau]], [[Lackenkapelle]] und [[Ginau]] zur Straße durch das Salzachtal. Wachtürme, von denen es zwei im Gebiet des heutigen Wagrain gab, sorgten für die Sicherheit. Einer dürfte noch heute das Fundament des Turms der [[Pfarrkirche zum hl. Rupert (Wagrain)|Pfarrkirche]] bilden, der andere erhob sich auf dem [[Burgruine Wagrain|Burghügel]]. |
| | Nach dem Fall des Weströmischen Reichs kam es zu wiederholten Einfällen der [[Slawen]] und es folgte eine unruhige Übergangszeit bis zur agilolfingische Herrschaft und später der Zugehörigkeit zum Frankenreich. [[Rupert von Worms]] begann mit Gefolgsleuten im frühen [[8. Jahrhundert]] die Christianisierung des Landes. Der Bischof, der zugleich Landesfürst war, setzte das Lehenswesen durch. Ältester bekannter Lehensträger des Gebiets „''zwischen den Arlflüssen''“ war der von [[Erzbischof]] [[Adalbert II.]] ([[923]]–[[935]]) eingesetzte Luitfried. | | Nach dem Fall des Weströmischen Reichs kam es zu wiederholten Einfällen der [[Slawen]] und es folgte eine unruhige Übergangszeit bis zur agilolfingische Herrschaft und später der Zugehörigkeit zum Frankenreich. [[Rupert von Worms]] begann mit Gefolgsleuten im frühen [[8. Jahrhundert]] die Christianisierung des Landes. Der Bischof, der zugleich Landesfürst war, setzte das Lehenswesen durch. Ältester bekannter Lehensträger des Gebiets „''zwischen den Arlflüssen''“ war der von [[Erzbischof]] [[Adalbert II.]] ([[923]]–[[935]]) eingesetzte Luitfried. |