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| − | Maria Karl Joseph Kaspar Spängler war ein Sohn des [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Salzburger Bürgermeisters]] [[Alois Spängler]] (* [[1800]]; † [[1875]]) und seiner Frau Theresia, geborene Meßner (* [[1803]]; † [[1883]]). | + | Carl (eigentlich Maria Karl Joseph Kaspar) Spängler war ein Sohn des [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Salzburger Bürgermeisters]] [[Alois Spängler]] (* [[1800]]; † [[1875]]) und seiner Frau Theresia, geborene Meßner (* [[1803]]; † [[1883]]). |
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| | Zusammen mit seinem Bruder, dem Kaiserlichen Rat Dr. med. Alois II. Spängler, war er ein Mitkämpfer bei der Revolution im Oktober [[1848]]. Zunächst erhielt Carl einen Landesverweis, der jedoch schon bald wieder aufgehoben wurde. Es kam zu Meinungsverschiedenheiten mit seinem sehr traditionsbewussten und erzkonservativen Vater, woraufhin Carl beschloss nach Amerika auszuwandern. Im letzten Moment hielt ihn dann aber die Liebe davor zurück und er heiratete am [[22. August]] [[1855]] Leopoldine Maria Rosina Duregger, die Tochter des Salzburgers, aus [[Südtirol]] eingewanderten Spediteurs [[Alois Johann Duregger|Alois Johann Maria Duregger]] und der aus [[Regensburg]] stammenden Henriette [[Bolland]]. Mit dieser hatte er zumindest fünf Kinder: | | Zusammen mit seinem Bruder, dem Kaiserlichen Rat Dr. med. Alois II. Spängler, war er ein Mitkämpfer bei der Revolution im Oktober [[1848]]. Zunächst erhielt Carl einen Landesverweis, der jedoch schon bald wieder aufgehoben wurde. Es kam zu Meinungsverschiedenheiten mit seinem sehr traditionsbewussten und erzkonservativen Vater, woraufhin Carl beschloss nach Amerika auszuwandern. Im letzten Moment hielt ihn dann aber die Liebe davor zurück und er heiratete am [[22. August]] [[1855]] Leopoldine Maria Rosina Duregger, die Tochter des Salzburgers, aus [[Südtirol]] eingewanderten Spediteurs [[Alois Johann Duregger|Alois Johann Maria Duregger]] und der aus [[Regensburg]] stammenden Henriette [[Bolland]]. Mit dieser hatte er zumindest fünf Kinder: |
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| | [[1854]] war Carl in das Geschäft – ein Speditions-, Wechsel und Bankgeschäft – seines Schwiegervaters eingestiegen. Am [[1. Juli]] [[1855]] schieden sein Vater und er aus dem Textilhandelsunternehmen "Franz Anton Spängler" aus. Dieses hatte sein Vater zusammen mit dessen Bruder [[Josef Johann Spängler]] geführt. Das Unternehmen seines Schwiegervaters hatte sich aus der Mayer'sichen Großhandlung entwickelt, die bereits [[1590]] urkundlich im [[Schatz-Durchhaus]] erwähnt wurde. Duregger hatte dort [[1827]] neben dem Kommissionshandel und der Spedition ein kleines Geldwechselgeschäft angemeldet, welches er [[1828]] gewerberechtlich anmeldete und als eigenständigen Geschäftszweig betrieb. '''Daher gilt das Jahr 1828 als das Gründungsjahr der späteren Spänglerbank'''. | | [[1854]] war Carl in das Geschäft – ein Speditions-, Wechsel und Bankgeschäft – seines Schwiegervaters eingestiegen. Am [[1. Juli]] [[1855]] schieden sein Vater und er aus dem Textilhandelsunternehmen "Franz Anton Spängler" aus. Dieses hatte sein Vater zusammen mit dessen Bruder [[Josef Johann Spängler]] geführt. Das Unternehmen seines Schwiegervaters hatte sich aus der Mayer'sichen Großhandlung entwickelt, die bereits [[1590]] urkundlich im [[Schatz-Durchhaus]] erwähnt wurde. Duregger hatte dort [[1827]] neben dem Kommissionshandel und der Spedition ein kleines Geldwechselgeschäft angemeldet, welches er [[1828]] gewerberechtlich anmeldete und als eigenständigen Geschäftszweig betrieb. '''Daher gilt das Jahr 1828 als das Gründungsjahr der späteren Spänglerbank'''. |
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| − | Carl Spängler zählte [[1870]] zu den ersten Funktionären der in diesem Jahr gegründeten [[Internationale_Stiftung_Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]]. Er schuf die finanzielle Basis zur Herausgabe des sogenannten Köchel-Verzeichnisses. In diesen hatte der Historiker [[Ludwig Ritter von Köchel]] alle Werke von [[Wolfgang Amadé Mozart]] aufgelistet. | + | Carl Spängler zählte [[1870]] zu den ersten Funktionären der in diesem Jahr gegründeten [[Internationale_Stiftung_Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]]. Er schuf die finanzielle Basis zur Herausgabe des "Köchel-Verzeichnisses". In diesen hatte der Historiker [[Ludwig Ritter von Köchel]] alle Werke von [[Wolfgang Amadé Mozart]] erfasst und aufgelistet. |
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| | In seinen Funktionen in der Bank und der Mozartstiftung folgte ihm sein Sohn [[Carl II. Spängler|Karl]]<ref>Die Schreibweise des Vornamens des Sohnes „Karl“ im Gegensatz zu dem des Vaters und zur Firma ist durch die Darstellung auf der [http://www.spaengler.co.at/011/cmsnew2.nsf/channel_1_1_10.html?OpenPage&charset=windows-1252 Homepage des Bankhauses] beglaubigt.</ref>(II.) nach. | | In seinen Funktionen in der Bank und der Mozartstiftung folgte ihm sein Sohn [[Carl II. Spängler|Karl]]<ref>Die Schreibweise des Vornamens des Sohnes „Karl“ im Gegensatz zu dem des Vaters und zur Firma ist durch die Darstellung auf der [http://www.spaengler.co.at/011/cmsnew2.nsf/channel_1_1_10.html?OpenPage&charset=windows-1252 Homepage des Bankhauses] beglaubigt.</ref>(II.) nach. |
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| | Er gründete mit Gleichgesinnten den [[Salzburger Stadtverein]], um die Zerstörung von Festungs-Bauwerken der | | Er gründete mit Gleichgesinnten den [[Salzburger Stadtverein]], um die Zerstörung von Festungs-Bauwerken der |
| − | Stadt zur Gewinnung von Baumaterial für die [[Salzachregulierung]] zu verhindern. | + | Stadt zur Gewinnung von Baumaterial für die [[Salzachregulierung]] zu verhindern. Auch war er Mitglied des Verwaltungsrates der [[Salzkammergut-Lokalbahn AG]].<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18900923&query=%22Salzkammergut-Lokalbahn%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 23. September 1890, Seite 3</ref>. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem [[Salzburger Kommunalfriedhof]]. |
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| − | Er war Mitglied des Verwaltungsrates der [[Salzkammergut-Lokalbahn AG]].<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18900923&query=%22Salzkammergut-Lokalbahn%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 23. September 1890, Seite 3</ref>
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| − | Er fand seine letzte Ruhestätte auf dem [[Salzburger Kommunalfriedhof]].
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| | == Quellen == | | == Quellen == |