| | In seiner Heimatstadt besucht er das humanistische Gymnasiums. [[1910]] Michels in das Kloster Maria Laach in der Eifel ein. Nach den Studien der Philosophie und Theologie in Maria Laach, Rom und Beuron wurde er am [[9. September]] [[1917]] zum Priester geweiht. Es folgten danach weitere Studien der Geschichte, Klassischen Philologie und christlichen Archäologie in Breslau, Münster und Bonn. Promotion zum Dr. phil. in Bonn [[1925]] mit einer Arbeit bei Professor Wilhelm Levison. Auf Anordnung der [[Nationalsozialisten|nationalsozialistischen]] Machthaber wurde ihm dieser Doktortitel im Jahre [[1938]] von der Universität Bonn aberkannt und erst [[1967]] wieder zuerkannt. | | In seiner Heimatstadt besucht er das humanistische Gymnasiums. [[1910]] Michels in das Kloster Maria Laach in der Eifel ein. Nach den Studien der Philosophie und Theologie in Maria Laach, Rom und Beuron wurde er am [[9. September]] [[1917]] zum Priester geweiht. Es folgten danach weitere Studien der Geschichte, Klassischen Philologie und christlichen Archäologie in Breslau, Münster und Bonn. Promotion zum Dr. phil. in Bonn [[1925]] mit einer Arbeit bei Professor Wilhelm Levison. Auf Anordnung der [[Nationalsozialisten|nationalsozialistischen]] Machthaber wurde ihm dieser Doktortitel im Jahre [[1938]] von der Universität Bonn aberkannt und erst [[1967]] wieder zuerkannt. |
| − | Auf Wunsch seines Abtes Ildefons Herwegen kam Michels [[1929]] als Dozent für Liturgie- und Religionsgeschichte nach Salzburg. Hier gründete er [[1931]] mit zwei Mitbrüdern die Salzburger Hochschulwochen an der [[Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Salzburg]], die Vorstufe zur geplanten [[Theologische Fakultät in Salzburg|Theologische Fakultät]], da die frühere Universität nach den [[Befreiungskriege (Überblick)|Befreiungskriege]]n [[Säkularisierung|säkularisiert]] und [[1810]] von der [[Königreich Bayern|Bayerischen Besatzungsmacht]] geschlossen wurde. | + | Auf Wunsch seines Abtes Ildefons Herwegen kam Michels [[1929]] als Dozent für Liturgie- und Religionsgeschichte nach Salzburg. Hier gründete er [[1931]] mit zwei Mitbrüdern die Salzburger Hochschulwochen an der [[Theologische Fakultät in Salzburg|Theologische Fakultät]], die Vorstufe zur geplanten [[Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Salzburg]], da die frühere Universität nach den [[Befreiungskriege (Überblick)|Befreiungskriege]]n [[Säkularisierung|säkularisiert]] und [[1810]] von der [[Königreich Bayern|Bayerischen Besatzungsmacht]] geschlossen wurde. |
| | Nachdem er [[1935]] die österreichische Staatsbürgerschaft angenommen hatte, habilitierte er sich für Liturgiewissenschaft und Patristik an der Theologischen Fakultät in Salzburg und wurde tit. a.o. Universitätsprofessor. Nach dem [[Anschluss]] Österreichs am [[12. März]] [[1938]] an das Deutsche Reich flüchtete Michels am Morgen dieses Tages zu Fuß über den Brenner nach Gries bei Bozen. Er fand dann für kurze Zeit Aufnahme bei den Benediktinern von Engelberg in der [[Schweiz]] und lebte schließlich von 1938 bis [[1947]] in den [[USA]]. Er war einer der ersten gewesen, nach denen die [[Gestapo]] in Salzburg fahndete, hatte er doch in einer österreichischen Zeitschrift die „versehentliche Tötung“ seines Freundes, des Musikkritikers Willi Schmidt, vom [[30. Juli]] [[1934]], als Mord, begangen durch die Nationalsozialisten, angeprangert. In Keyport (New Jersey) leitete er als Prior ein OSB-Priorat, leistete weitgefächerte Seelsorge und wirkte als Professor für Geschichte am ''Saint Michael’s College'' in Vermont. Ebenfalls war er Professor für Christliches Altertum am ''Manhattanville College'' in New York. | | Nachdem er [[1935]] die österreichische Staatsbürgerschaft angenommen hatte, habilitierte er sich für Liturgiewissenschaft und Patristik an der Theologischen Fakultät in Salzburg und wurde tit. a.o. Universitätsprofessor. Nach dem [[Anschluss]] Österreichs am [[12. März]] [[1938]] an das Deutsche Reich flüchtete Michels am Morgen dieses Tages zu Fuß über den Brenner nach Gries bei Bozen. Er fand dann für kurze Zeit Aufnahme bei den Benediktinern von Engelberg in der [[Schweiz]] und lebte schließlich von 1938 bis [[1947]] in den [[USA]]. Er war einer der ersten gewesen, nach denen die [[Gestapo]] in Salzburg fahndete, hatte er doch in einer österreichischen Zeitschrift die „versehentliche Tötung“ seines Freundes, des Musikkritikers Willi Schmidt, vom [[30. Juli]] [[1934]], als Mord, begangen durch die Nationalsozialisten, angeprangert. In Keyport (New Jersey) leitete er als Prior ein OSB-Priorat, leistete weitgefächerte Seelsorge und wirkte als Professor für Geschichte am ''Saint Michael’s College'' in Vermont. Ebenfalls war er Professor für Christliches Altertum am ''Manhattanville College'' in New York. |