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| | Der genannte Stammvater '''Jakob Auer von Winkel zu Gessenberg''' hatte (zumindest) die Söhne | | Der genannte Stammvater '''Jakob Auer von Winkel zu Gessenberg''' hatte (zumindest) die Söhne |
| | * '''Hanns''', im Krieg gestorben zu Alexandria; | | * '''Hanns''', im Krieg gestorben zu Alexandria; |
| − | * '''Georg''', [[Pfleger]] zu Tettelheim; hatte mit seiner Gemahlin Martha von Schaumberg sieben Söhne, von denen einige als Offiziere und fürsterzbischöfliche Verwaltungsbeamte dienten, und vier Töchter | + | * '''Georg''', [[Pfleger]] zu [[Tetlham|Tettelheim]]; hatte mit seiner Gemahlin Martha von Schaumberg sieben Söhne, von denen einige als Offiziere und fürsterzbischöfliche Verwaltungsbeamte dienten, und vier Töchter |
| | ** Hanns Jakob, Pfleger zu [[Tittmoning]], kinderlos gestorben | | ** Hanns Jakob, Pfleger zu [[Tittmoning]], kinderlos gestorben |
| | ** Georg Wilhelm, fürstbischöflich eichstättischer Rat, kinderlos gestorben | | ** Georg Wilhelm, fürstbischöflich eichstättischer Rat, kinderlos gestorben |
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| | ** David, im Krieg in den Niederlanden gestorben | | ** David, im Krieg in den Niederlanden gestorben |
| | ** Elias, jung gestorben | | ** Elias, jung gestorben |
| − | ** Ernst, Pfleger zu Tettelheim, hatte mit Margaretha Grimming von Nieder-Rain zehn Kinder | + | ** Ernst, Pfleger zu Tettelheim, hatte mit Margaretha [[Grimming]] von Nieder-Rain zehn Kinder |
| | *** Hanns Georg († 1535), im Krieg kinderlos gestorben | | *** Hanns Georg († 1535), im Krieg kinderlos gestorben |
| | *** Jakob Ernst, jung gestorben | | *** Jakob Ernst, jung gestorben |
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| | *** Hans Jakob († 1665?!<ref>Angabe des Todesjahres nach Alois Ritter Auer von Welsbach (S. 498), ist aber offenkundig um rund 100 Jahre verfehlt</ref>), Pfleger zu [[Mattsee]] und Tettelheim | | *** Hans Jakob († 1665?!<ref>Angabe des Todesjahres nach Alois Ritter Auer von Welsbach (S. 498), ist aber offenkundig um rund 100 Jahre verfehlt</ref>), Pfleger zu [[Mattsee]] und Tettelheim |
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| − | '''Hanns Jakob Auer von Winkel zu Gessenberg''', der achte Sohn des Ernst, war hochfürstlich salzburgischer Rat und Pfleger zu [[Mattsee]] und Tettelheim; er war verheiratet mit Eva geb. Jocher Freiin zu [[Schloss Höch|Höch]] und Eggersberg. | + | '''Hanns Jakob Franz Auer von Winkel zu Gessenberg''', der achte Sohn des Ernst, war hochfürstlich salzburgischer Rat und Pfleger zu [[Mattsee]] und Tettelheim; er war verheiratet mit Eva geb. Jocher Freiin zu [[Schloss Höch|Höch]] und Eggersberg. |
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| | Ein '''Christoph Auer von Winkel''' (genealogische Einordnung unsicher<ref>Alois Ritter Auer von Welsbach (S. 496) hält ihn für einen Sohn des Polycarp, was sich aber zeitlich kaum ausgeht.</ref>) focht bei der ersten Wiener Türkenbelagerung von 1529 unter dem Salzburger Landadel rühmlichst mit. | | Ein '''Christoph Auer von Winkel''' (genealogische Einordnung unsicher<ref>Alois Ritter Auer von Welsbach (S. 496) hält ihn für einen Sohn des Polycarp, was sich aber zeitlich kaum ausgeht.</ref>) focht bei der ersten Wiener Türkenbelagerung von 1529 unter dem Salzburger Landadel rühmlichst mit. |
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| − | '''Hanns Jakob Franz Auer von Winkel zu Gessenberg''', der achte Sohn des Ernst, war hochfürstlich salzburgischer Rat und Pfleger zu [[Mattsee]] und Tettelheim; er war verheiratet mit Eva Jocher Freiin zu Höch und Eggersberg.
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| | ===Die Freiherren Gold zu Lampoding=== | | ===Die Freiherren Gold zu Lampoding=== |
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| | In der Tat wurden Franz Rochus und Franz Anton 1714 mit dem Prädikat „Gold zu Lampoding“ in den Reichsfreiherrenstand erhoben.<ref>Ob dies für beide Brüder gleichzeitig geschah, steht nicht fest. Für Franz Rochus wird das Diplom gegeben zu Wien, 10. Oktober 1712, in Salzburg publiziert 1714, für Franz Anton nur das Jahr 1714 angegeben.</ref> | | In der Tat wurden Franz Rochus und Franz Anton 1714 mit dem Prädikat „Gold zu Lampoding“ in den Reichsfreiherrenstand erhoben.<ref>Ob dies für beide Brüder gleichzeitig geschah, steht nicht fest. Für Franz Rochus wird das Diplom gegeben zu Wien, 10. Oktober 1712, in Salzburg publiziert 1714, für Franz Anton nur das Jahr 1714 angegeben.</ref> |
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| − | Von den Gold zu Lampoding erbten die Auer von Winkel auch ein Erbausfergen-Amt in [[Laufen]] an der Salzach. | + | Von den Gold zu Lampoding erbten die Auer von Winkel auch ein [[Erbausfergenamt|Erbausfergen-Amt]] in [[Laufen]] an der Salzach. |
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| | ====Franz Anton Freiherr von Auer==== | | ====Franz Anton Freiherr von Auer==== |
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| − | '''Franz Anton Freiherr von Auer''' (* [[1682]] Salzburg, † [[25. August]] [[1755]] ebenda), seit 1714 '''Freiherr Gold zu Lampoding''', trat in fürsterzbischöflichen Militärdienst, wurde 1704 in den salzburgischen -[[St. Rupert-Orden|St. Ruperti-Ritterorden]] aufgenommen und nahm von 1705 bis 1714 im Salzburger Bataillon des Reichskontingents am Spanischen Erbfolgekrieg teil. Schwerpunkt seines Einsatzes war die Reichsfestung Freiburg im Breisgau, das im Jahr 1713 zwei Monate lang von den Franzosen belagert wurde. Zunächst Fähnrich, wurde er 1711 zum Hauptmann befördert. Nach dem Friedensschluss von 1714 kehrte er mit den schwachen Überresten seines Bataillons nach Salzburg zurück. | + | '''Franz Anton Freiherr von Auer''' (* [[1682]] Salzburg, † [[25. August]] [[1755]] ebenda), seit 1714 '''Freiherr Gold zu Lampoding''', trat in fürsterzbischöflichen Militärdienst, wurde 1704 in den salzburgischen [[St. Rupert-Orden|St. Ruperti-Ritterorden]] aufgenommen und nahm von 1705 bis 1714 im Salzburger Bataillon des Reichskontingents am Spanischen Erbfolgekrieg teil. Schwerpunkt seines Einsatzes war die Reichsfestung Freiburg im Breisgau, das im Jahr 1713 zwei Monate lang von den Franzosen belagert wurde. Zunächst Fähnrich, wurde er 1711 zum Hauptmann befördert. Nach dem Friedensschluss von 1714 kehrte er mit den schwachen Überresten seines Bataillons nach Salzburg zurück. |
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| − | 1718 wurde er Kriegsrat und Kämmerer sowie [[Pfleger]] zu [[Abtenau]]. 1725 wurde er Pfleger zu Waging, 1731 [[Salzburger Landstände|Landschafts]]verordneter, 1734 General-Steuereinnehmer und Ordensinspektor. | + | 1718 wurde er Kriegsrat und Kämmerer sowie [[Pfleger]] zu [[Abtenau]]. 1725 wurde er Pfleger zu Waging, 1731 [[Salzburger Landstände|Landschafts]]verordneter, 1734 [[Generalsteuereinnehmer|General-Steuereinnehmer]] und Ordensinspektor. |
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| | 1720 hatte er auf den Ruperti-Ritterorden verzichtet, da der Orden zu Ehelosigkeit verpflichtete, er sich hingegen verheiraten wollte. | | 1720 hatte er auf den Ruperti-Ritterorden verzichtet, da der Orden zu Ehelosigkeit verpflichtete, er sich hingegen verheiraten wollte. |
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| | Er war ab 1759 salzburgischer Kämmerer, 1762 bis 1764 Pfleger zu Glanegg, dann zu Tettelham und Waging, ab 1779 salzburgischer Wirklicher Hofrat. <ref> [http://books.google.at/books?id=R28AAAAAcAAJ&pg=PA30&lpg=PA30&dq=%22leopold+auer%22+K%C3%A4mmerer&source=bl&ots=5jxORJ1DqB&sig=yjl0Mf1BbZWp_Pl0eeOKsrqszb0&hl=de&ei=uwM2S7GyOsGC4Qbf3Y2qCA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CAgQ6AEwAA#v=onepage&q=%22leopold%20auer%22 ''Bernard Zezi'' (Hg.), Hochfürstlich-salzburgischer Hof- und Staatsschematismus für das Jahr 1800. Verlag Franz Xaver Duyle (Salzburg 1800), S. 16, 30 und 57.] Diese halbamtliche Quelle enthält auch die Namensschreibweise (nicht „'''von''' Wink'''e'''l“, sondern:) Auer zu Winkl Freiherr Gold zu Lampoding.</ref>. 1801 wurde er [[Hofrat]]ssekretär<ref>[http://books.google.at/books?id=YW8AAAAAcAAJ&&pg=PA30&lpg=PA30&dq=%22leopold+auer%22+K%C3%A4mmerer&source=bl&ots=5jxORJ1DqB&sig=yjl0Mf1BbZWp_Pl0eeOKsrqszb0&hl=de&ei=uwM2S7GyOsGC4Qbf3Y2qCA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CAgQ6AEwAA#v=onepage&q=%22leopold%20auer%22 ''Bernard Zezi'' (Hg.), Hof- und Staatsschematismus für das Jahr 1802, S. 45.]</ref> | | Er war ab 1759 salzburgischer Kämmerer, 1762 bis 1764 Pfleger zu Glanegg, dann zu Tettelham und Waging, ab 1779 salzburgischer Wirklicher Hofrat. <ref> [http://books.google.at/books?id=R28AAAAAcAAJ&pg=PA30&lpg=PA30&dq=%22leopold+auer%22+K%C3%A4mmerer&source=bl&ots=5jxORJ1DqB&sig=yjl0Mf1BbZWp_Pl0eeOKsrqszb0&hl=de&ei=uwM2S7GyOsGC4Qbf3Y2qCA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CAgQ6AEwAA#v=onepage&q=%22leopold%20auer%22 ''Bernard Zezi'' (Hg.), Hochfürstlich-salzburgischer Hof- und Staatsschematismus für das Jahr 1800. Verlag Franz Xaver Duyle (Salzburg 1800), S. 16, 30 und 57.] Diese halbamtliche Quelle enthält auch die Namensschreibweise (nicht „'''von''' Wink'''e'''l“, sondern:) Auer zu Winkl Freiherr Gold zu Lampoding.</ref>. 1801 wurde er [[Hofrat]]ssekretär<ref>[http://books.google.at/books?id=YW8AAAAAcAAJ&&pg=PA30&lpg=PA30&dq=%22leopold+auer%22+K%C3%A4mmerer&source=bl&ots=5jxORJ1DqB&sig=yjl0Mf1BbZWp_Pl0eeOKsrqszb0&hl=de&ei=uwM2S7GyOsGC4Qbf3Y2qCA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CAgQ6AEwAA#v=onepage&q=%22leopold%20auer%22 ''Bernard Zezi'' (Hg.), Hof- und Staatsschematismus für das Jahr 1802, S. 45.]</ref> |
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| − | Eine Maria Theresia Freifrau von Auer geb. Gräfin von Ueberacker (* 1743, † 1823) wird auf ihrem Grabstein als Witwe eines großherzoglich-würzburgischen Kämmerers und Pflegers zu Waging – war das Leopold von Auer?<ref>Das Großherzogtum Würzburg bestand von 1806 bis 1814 und wurde von Großherzog [[Ferdinand III.|Ferdinand]] regiert, der von 1803 bis 1806 Kurfürst von Salzburg gewesen war und einige Salzburger Beamte nach Würzburg mitgenommen hatte. Der im Vorigen erwähnte Leopold, der 1759 bereits salzburgischer Kämmerer gewesen war, muss 1806 bereits mindestens 70 Jahre alt gewesen sein. Vielleicht haben wir es mit zwei verschiedenen Leopolds (Vater und Sohn) zu tun, und der Hofratssekretär des Jahres 1801 könnte bereits der Sohn gewesen sein.</ref> – bezeichnet. | + | Eine Maria Theresia Freifrau von Auer geb. Gräfin von [[Überacker|Ueberacker]] (* 1743, † 1823) wird auf ihrem Grabstein als Witwe eines großherzoglich-würzburgischen Kämmerers und Pflegers zu Waging – war das Leopold von Auer?<ref>Das Großherzogtum Würzburg bestand von 1806 bis 1814 und wurde von Großherzog [[Ferdinand III.|Ferdinand]] regiert, der von 1803 bis 1806 Kurfürst von Salzburg gewesen war und einige Salzburger Beamte nach Würzburg mitgenommen hatte. Der im Vorigen erwähnte Leopold, der 1759 bereits salzburgischer Kämmerer gewesen war, muss 1806 bereits mindestens 70 Jahre alt gewesen sein. Vielleicht haben wir es mit zwei verschiedenen Leopolds (Vater und Sohn) zu tun, und der Hofratssekretär des Jahres 1801 könnte bereits der Sohn gewesen sein.</ref> – bezeichnet. |
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| | ====Hieronymus Freiherr von Auer==== | | ====Hieronymus Freiherr von Auer==== |
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| | ==Literatur== | | ==Literatur== |
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| − | [[Moriz Maria Edler von Weittenhiller]], "Der Salzburgische Adel" in J. Siebmacher's großes und allgemeines Wappenbuch, IV. Band., 6. Abteilung, S. 5, Tfl. 2, Nürnberg 1883. | + | [[Moriz Maria Edler von Weittenhiller]], "Der [[Salzburger Adel|Salzburgische Adel]]" in J. Siebmacher's großes und allgemeines Wappenbuch, IV. Band., 6. Abteilung, S. 5, Tfl. 2, Nürnberg 1883. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |