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Der [[Erste Weltkrieg]] unterbrach die Sommerfrische. Nach Ende des Krieges verloren viele Menschen ihr Geld, weil sie in Kriegsanleihen investiert hatten. Diese riesigen Geldverluste schob man auch den Juden die Schuld zu. Um 1920 begannen immer mehr Orte in Österreich mit "wir sind Judenfrei" zu werben, um damit gute Geschäfte zu machen. Größere Fremdenverkehrsorte wie Bad Ischl, [[Bad Gastein]], [[Zell am See]] oder <span style="color:green">Bad Aussee</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Bad Aussee]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> hielten nicht viel davon und waren zumindest während der Sommersaison "judenfreundlich". Nicht so Orte im Salzburger [[Flachgau]].
 
Der [[Erste Weltkrieg]] unterbrach die Sommerfrische. Nach Ende des Krieges verloren viele Menschen ihr Geld, weil sie in Kriegsanleihen investiert hatten. Diese riesigen Geldverluste schob man auch den Juden die Schuld zu. Um 1920 begannen immer mehr Orte in Österreich mit "wir sind Judenfrei" zu werben, um damit gute Geschäfte zu machen. Größere Fremdenverkehrsorte wie Bad Ischl, [[Bad Gastein]], [[Zell am See]] oder <span style="color:green">Bad Aussee</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Bad Aussee]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> hielten nicht viel davon und waren zumindest während der Sommersaison "judenfreundlich". Nicht so Orte im Salzburger [[Flachgau]].
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Seekirchen und Mattsee taten sich hierbei hervor und warben mit ihren judenfreien Orte um (Wiener) Sommerfrischler. Dieser Antisemitismus ging maßgeblich vom Juristen und Reichstagsabgeordneten Dr. [[Julius Sylvester]] aus, der sich in Seekirchen niedergelassen hatte. Sein in [[Zell am Wallersee]] gegründete Zweigverein des [[Deutschösterreichischer Schutzverein Antisemiten-Bund|Deutschösterreichischen Schutzvereins Antisemiten-Bund]] führte im Frühjahr [[1925]] zur Gründung einer Ortsgruppe in Mattsee. Hier war es der in Wien geborenen und in Mattsee praktiziernde Arzt Dr. [[Arnold Mannlicher]] (* 1880; † 1958), der die treibende Kraft dieses Zweigvereins wurde.  
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Seekirchen und Mattsee taten sich hierbei hervor und warben mit ihren judenfreien Orte um (Wiener) Sommerfrischler. Dieser Antisemitismus ging maßgeblich vom Juristen und Reichstagsabgeordneten Dr. [[Julius Sylvester]] aus, der sich in Seekirchen niedergelassen hatte. Sein in [[Zell am Wallersee]] gegründete Zweigverein des Deutschösterreichischen Schutzvereins Antisemiten-Bund  führte im Frühjahr [[1925]] zur Gründung einer Ortsgruppe in Mattsee. Hier war es der in Wien geborenen und in Mattsee praktiziernde Arzt Dr. Arnold Mannlicher (* [[1880]]; † [[1958]]), der die treibende Kraft dieses Zweigvereins wurde.  
    
Mannlicher wird auch mit einer anonym geschriebenen Postkarte in Verbindung gebracht, die den jüdische Komponisten [[Arnold Schönberg]] zur vorzeitigen Abreise seines Sommerurlaubs [[1921]] veranlassten.  
 
Mannlicher wird auch mit einer anonym geschriebenen Postkarte in Verbindung gebracht, die den jüdische Komponisten [[Arnold Schönberg]] zur vorzeitigen Abreise seines Sommerurlaubs [[1921]] veranlassten.  
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== Mattsee wird beliebt bei der katholisch-nationalen Elite ==
 
== Mattsee wird beliebt bei der katholisch-nationalen Elite ==
 
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* [https://www.sn.at/salzburg/chronik/als-mattsee-den-badeurlaub-im-land-salzburg-erfand-124057861 www.sn.at] 10. Juli 2022 ''Als Mattsee den Badeurlaub im Land Salzburg erfand''
    
== Quelle ==
 
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