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| | Im Sommer 1973 konnte mit Unterstützung von Hanns Tollner, der ehemaliger Leiter der Salzburger Wetterdienststelle und Mitglied des Hauptausschusses des Salzburger Alpenvereins war, die Sameralm im Tennengebirge vom ÖAV gepachtet und für die Nutzung auch für Lehrveranstaltungen umgebaut werden. Mit Hilfe eines Projektes im UNESCO MaB-Programm konnten die klimatologischen Messgeräte angeschafft werden, die zur Einrichtung von drei Messtationen an der Südflanke des Tennengebirges dienten. Damit wurde ein weiterer, nämlich ein klimageographischer und geländeklimatologischer Forschungsschwerpunkt am Geographischen Institut eingerichtet. Es werden zahlreiche Hausarbeiten und Dissertationen sein, die sich im Laufe der nächsten Jahre in diesem Forschungsschwerpunkt bewegen werden. In der Folge sollte daraus ein wichtiger Forschungsschwerpunkt mit der Bezeichnung '''Alpine Landschaftsökologie - komplexe Geographie''' werden.<ref>Riedl 1999, S. 13-16</ref> Am 5.6.1974 wird die [[Alpine Forschungsstation Sameralm]] offiziell eröffnet. <ref>Riedl 2021, S. 78</ref> | | Im Sommer 1973 konnte mit Unterstützung von Hanns Tollner, der ehemaliger Leiter der Salzburger Wetterdienststelle und Mitglied des Hauptausschusses des Salzburger Alpenvereins war, die Sameralm im Tennengebirge vom ÖAV gepachtet und für die Nutzung auch für Lehrveranstaltungen umgebaut werden. Mit Hilfe eines Projektes im UNESCO MaB-Programm konnten die klimatologischen Messgeräte angeschafft werden, die zur Einrichtung von drei Messtationen an der Südflanke des Tennengebirges dienten. Damit wurde ein weiterer, nämlich ein klimageographischer und geländeklimatologischer Forschungsschwerpunkt am Geographischen Institut eingerichtet. Es werden zahlreiche Hausarbeiten und Dissertationen sein, die sich im Laufe der nächsten Jahre in diesem Forschungsschwerpunkt bewegen werden. In der Folge sollte daraus ein wichtiger Forschungsschwerpunkt mit der Bezeichnung '''Alpine Landschaftsökologie - komplexe Geographie''' werden.<ref>Riedl 1999, S. 13-16</ref> Am 5.6.1974 wird die [[Alpine Forschungsstation Sameralm]] offiziell eröffnet. <ref>Riedl 2021, S. 78</ref> |
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| − | Gerhard Fasching, der als einer der ersten Studierenden neben seinen Verpflichtungen als Leiter des Militärgeographischen Dienstes beim Korpskommando II bei Egon Lendl und Helmut Riedl dissertierte, stellte seine umfassende Arbeit über die Verkehrsgeographie fertig<ref>Fasching 1973 </ref> und übernahm in der Folge Lehraufträge in Kartographie und Reproduktionstechnik und brachte auch wehrgeographische Aspekte in das Intitutsgeschehen ein. Er übernahm nach einer Spezialausbildung an der ETH Zürich auch die Schriftleitung der Schriftenreihen und konnte damit die Arbeiten an den Veröffentlichungen auf ein modernes Niveau heben. | + | [[Gerhard Fasching]], der als einer der ersten Studierenden neben seinen Verpflichtungen als Leiter des Militärgeographischen Dienstes beim Korpskommando II bei Egon Lendl und Helmut Riedl dissertierte, stellte seine umfassende Arbeit über die Verkehrsgeographie fertig<ref>Fasching 1973 </ref> und übernahm in der Folge Lehraufträge in Kartographie und Reproduktionstechnik und brachte auch wehrgeographische Aspekte in das Intitutsgeschehen ein. Er übernahm nach einer Spezialausbildung an der ETH Zürich auch die Schriftleitung der Schriftenreihen und konnte damit die Arbeiten an den Veröffentlichungen auf ein modernes Niveau heben. |
| | Am 20.8.1973 wurde [[Hubert Trimmel]] an der Universität Salzburg habilitiert,<ref>Riedl 2021 S. 61</ref> was zur Stärkung des Speläologischen Schwerpunkts am Institut beitrug. Dies war Helmut Riedl ein wichtiges Anliegen, weil er selbst in seiner Jugend höhlenkundlich tätig war und von Hubert Trimmel gefördert wurde. | | Am 20.8.1973 wurde [[Hubert Trimmel]] an der Universität Salzburg habilitiert,<ref>Riedl 2021 S. 61</ref> was zur Stärkung des Speläologischen Schwerpunkts am Institut beitrug. Dies war Helmut Riedl ein wichtiges Anliegen, weil er selbst in seiner Jugend höhlenkundlich tätig war und von Hubert Trimmel gefördert wurde. |
| | Am 31.8.1973 wurde Guido Müller für das gesamte Fach Geographie habilitiert und bereits fast drei Jahre später, am 19.8.1976, zum Außerordentlichen Universitätsprofessor ernannt.<ref>Riedl 2021, S. 45</ref> Guido Müller war durch seinen ausgleichenden Charakter eine wesentliche Stütze für das damals trotz vieler interner Quereleien nach außen einig auftretende Institut, das trotz der Spaltungstendenzen an vielen deutschen Hochschulen die Fahne der Einheitsgeographie vor sich her trug. | | Am 31.8.1973 wurde Guido Müller für das gesamte Fach Geographie habilitiert und bereits fast drei Jahre später, am 19.8.1976, zum Außerordentlichen Universitätsprofessor ernannt.<ref>Riedl 2021, S. 45</ref> Guido Müller war durch seinen ausgleichenden Charakter eine wesentliche Stütze für das damals trotz vieler interner Quereleien nach außen einig auftretende Institut, das trotz der Spaltungstendenzen an vielen deutschen Hochschulen die Fahne der Einheitsgeographie vor sich her trug. |