Änderungen

Zeile 2: Zeile 2:     
==Allgemeines==
 
==Allgemeines==
Das IKU - Büro für interkulturelles Zusammenleben wurde am [[1. Juni]] [[2009]] eröffnet und ist das erste Migrationsbüro im [[Land Salzburg]]. Es hält an zwei Tagen die Woche offen - am Montag von 9 bis 13 Uhr und am Dienstag von 15 bis 19 Uhr - und wird von der Integrationsbeauftragten der Stadt Hallein, [[Gerlinde Ulucinar-Yentürk]], geleitet. Das Büro ist im [[Kolpinghaus Hallein|Kolpinghaus]] im Herzen der [[Halleiner Altstadt|Altstadt]] untergebracht. Die Anlaufstelle soll helfen, Probleme von Menschen mit Migrationshintergrund zu lösen. Die Kosten für das Büro teilen sich das Land und die Stadt Hallein auf. Insgesamt sind 50.000 Euro pro Jahr budgetiert. 13.000 Euro wendet die [[Kelten]]<nowiki>stadt</nowiki> für Mietkosten auf, das Land übernimmt mit dem Restbetrag die Büroeinrichtung und die Personalkosten.
+
Das IKU - Büro für interkulturelles Zusammenleben wurde am [[1. Juni]] [[2009]] eröffnet und ist das erste Migrationsbüro im [[Land Salzburg]]. Gelietet wird das IKU von der Integrationsbeauftragten der Stadt Hallein, [[Gerlinde Ulucinar-Yentürk] und von Martina Schöpp. Das Büro ist im [[Kolpinghaus Hallein|Kolpinghaus]] im Herzen der [[Halleiner Altstadt|Altstadt]] untergebracht.  
   −
Die Ausländerdebatte ist in Hallein heftig. Hallein hat 19.500 Einwohner, davon 18 Prozent Ausländer. Die größten Gruppen stammen aus Exjugoslawien (neun Prozent) und der Türkei (sieben Prozent). Die Probleme: Streit im Wohnblock; eine Achtjährige, die nicht zum Schwimmen darf; eine Koranschule, in der die Lehrer nicht Deutsch sprechen. Dem Aufbau einer Parallelgesellschaft, in der sich Ausländer vom öffentlichen Leben in der Stadt ausnehmen, soll entgegen gesteuert werden.
+
Das IKU, Büro für interkulturelles Zusammen-leben, setzt sich dafür ein, das  Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft zu fördern.  
 +
Ein besseres Miteinander gestalten bedeutet Menschen treffen, ins Gespräch kommen, ein-ander kennen lernen und Gemeinsamkeiten entdecken.
 +
Das IKU versteht Vielfalt als Chance für neue Entwicklungen im Zusammenleben der verschiedenen Kulturen und will Mut machen, einen Schritt auf aufeinander zuzugehen und helfen, Grenzen und Hindernisse zu überwinden.
 +
Folgende Beratungen werden im IKU angeboten:
 +
•    Fremdenrecht: Bei Fragen zu Familiennachzug, Aufenthaltstitel, Niederlassungsbewilligung oder Visa
 +
• Familienberatung: Bei der Lösung familiärer Probleme zur Seite stehen
 +
•    Frauenberatung: Bei Konflikten in der Partnerschaft,  bei Trennung/Scheidung oder Gewaltprävention
 +
•    Gesundheitsberatung: Bei Fragen zu Ärzten und Institutionen
 +
•    Rechstberatung: Bei rechtlichen Problemen oder Fragen
 +
•    SchülerInnenberatung: Bei Fragen zur Schulwahl, Nachhilfe, oder Mobbing
 +
•    Wohnungsberatung: Bei Fragen zu Wohnungssuche, Mietrecht oder Kündigung
 +
•    Finanzberatung: Bei Fragen zur Sicherung des Lebensunterhaltes
 +
 
 +
Die Arbeit des IKU wird finanziell von der Stadt Hallein sowie der Abteilung Migration des Landes Salzburg unterstützt.  
    
Das Büro ist für alle Halleiner offen. "Menschen mit und ohne Migrationshintergrund können mit Problemen kommen", sagt Gerlinde Ulucinar-Yentürk. Weiters gibt es einen Migrationsausschuss im Rathaus. Ihm steht Stadträtin [[Alexandra Schönberger-Wagner]] ([[SPÖ]]) vor. Eines der Ziele sei, die bereits bestehenden Parallel-Gesellschaften zu öffnen oder gar aufzulösen. Das Büro soll einerseits Konflikte in der Bevölkerung schlichten helfen, zum anderen soll ein Bildungsauftrag erfüllt werden. Darunter fallen Sprachkurse oder die Hilfe bei Hausaufgaben für Kinder mit Migrationshintergrund. Zusätzlich wird ein Geografie-Diplomand der [[Universität Salzburg]] eine Migrationsstudie für Hallein erstellen. Es soll erhoben werden, wie viele Menschen mit Migrationshintergrund tatsächlich in Hallein leben, woher sie kommen und welche Probleme sie haben.
 
Das Büro ist für alle Halleiner offen. "Menschen mit und ohne Migrationshintergrund können mit Problemen kommen", sagt Gerlinde Ulucinar-Yentürk. Weiters gibt es einen Migrationsausschuss im Rathaus. Ihm steht Stadträtin [[Alexandra Schönberger-Wagner]] ([[SPÖ]]) vor. Eines der Ziele sei, die bereits bestehenden Parallel-Gesellschaften zu öffnen oder gar aufzulösen. Das Büro soll einerseits Konflikte in der Bevölkerung schlichten helfen, zum anderen soll ein Bildungsauftrag erfüllt werden. Darunter fallen Sprachkurse oder die Hilfe bei Hausaufgaben für Kinder mit Migrationshintergrund. Zusätzlich wird ein Geografie-Diplomand der [[Universität Salzburg]] eine Migrationsstudie für Hallein erstellen. Es soll erhoben werden, wie viele Menschen mit Migrationshintergrund tatsächlich in Hallein leben, woher sie kommen und welche Probleme sie haben.
   −
Das IKU ist auch am [[Projekt "Zusammenleben in Hallein"]], das seit September [[2010]] läuft, federführend beteiligt.
+
Das IKU ist auch am [[Projekt "Zusammenleben in Hallein"]], das seit September [[2010]] läuft, beteiligt.
    
==Quellen==
 
==Quellen==
5

Bearbeitungen