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== Die Thorak-Grabstätte auf dem Friedhof von St. Peter ==
 
== Die Thorak-Grabstätte auf dem Friedhof von St. Peter ==
Für das Grab seiner Mutter Mathilde Thorak (* [[1853]]; † [[1948]]) schuf Josef Thorak auf dem [[Friedhof von St. Peter]] das Skulpturenensemble ''Pietà''. Die Darstellung führt die Kreuzabnahme, die Beweinung Christi und die Grablegung in gleicher Weise vor Augen. Die Gottesmutter Maria hält ihren Sohn auf dem Schoß. Links kniet Maria Magdalena, rechts der Jünger Johannes – in dessen jugendlich-kraftvoll-männlicher Gestalt sich der Bildhauer selbst zu verewigen getrachtet hat.
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Für das Grab seiner Mutter Mathilde Thorak (* [[1853]]; † [[1943]]) schuf Josef Thorak auf dem [[Friedhof von St. Peter]] das Skulpturenensemble ''Pietà''. Die Darstellung führt die Kreuzabnahme, die Beweinung Christi und die Grablegung in gleicher Weise vor Augen. Die Gottesmutter Maria hält ihren Sohn auf dem Schoß. Links kniet Maria Magdalena, rechts der Jünger Johannes – in dessen jugendlich-kraftvoll-männlicher Gestalt sich der Bildhauer selbst zu verewigen getrachtet hat.
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Die Steinfiguren hatte Thorak bereits im Jahr [[1945]] geschaffen und auf das Grab gestellt. Er selbst bestimmte die Grabstätte und deren Ausstattung, in der seine sterblichen Überreste einmal neben seiner geliebten Mutter ruhen sollten.  
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Die Steinfiguren hatte Thorak im Jahr [[1945]] geschaffen und auf das Grab XII gestellt. Er selbst bestimmte die Grabstätte und deren Ausstattung, in der seine sterblichen Überreste einmal neben seiner geliebten Mutter ruhen sollten. Nach Kriegsende beanspruchten jedoch die Nachfahren der Familie Plohberger die Gruft. Sie boten Thorak den Verkauf an. Es folgte ein langjähriger Rechtsstreit. [[1951]] bot St. Peter Thorak als Ersatz die Gruft XXV an. Die Angelegenheit konnte erst nach Thoraks Tod geregelt werden. Er wurde acht Monate nach seinem Ableben im Oktober 1952 mit seiner Mutter in der Gruft bestattet.<ref name="auflösung">[https://www.sn.at/salzburg/politik/erzabtei-st-peter-loest-gruft-von-ns-kuenstler-thorak-auf-121900816 Erzabtei St. Peter löst Gruft von NS-Künstler Thorak auf]</ref>
    
Von seinen Ehefrauen – Thorak hatte am [[1. Jänner]] [[1952]] in dritter Ehe Erna Hönig geheiratet<ref name= "TfB"/>, die im Juni 2004 im Alter von 90 Jahren in Bayern starb – ist keine in dieser Gruft bestattet.
 
Von seinen Ehefrauen – Thorak hatte am [[1. Jänner]] [[1952]] in dritter Ehe Erna Hönig geheiratet<ref name= "TfB"/>, die im Juni 2004 im Alter von 90 Jahren in Bayern starb – ist keine in dieser Gruft bestattet.
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Im Frühjahr 2022 wurde das Grab aufgelöst, da die Nachfahren Thoraks kein Interesse mehr daran zeigten.<ref name="auflösung"></ref>
    
==Würdigungen und Ehrungen==
 
==Würdigungen und Ehrungen==