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=== Debatte in der Landesregierung wegen Errichtung des Speicherteichs ===
 
=== Debatte in der Landesregierung wegen Errichtung des Speicherteichs ===
Im Juli 2020 entstand eine Debatte darüber, ob das Skigebiet Gaißau-Hintersee zu niedrig liegt, um dort in Zeiten des Klimawandels langfristig Ski fahren zu können. Gegen die Pläne für eine künstliche Beschneiung sprach sich die [[Grüne]]-Chefin des [[Landtagsklub]]s, [[Kimbie Humer-Vogl]], aus. Immerhin möchte der Koalitionspartner [[ÖVP]] für den Erhalt des kleinen Skigebiets bis zu 2,5 Millionen Euro Investitionsförderung bereitstellen. Eine künstliche Beschneiung in Gaißau-Hintersee sei in Zeiten des Klimawandels "absurd und kurzsichtig", so Humer-Vogl. Die Schneedeckenstudie der [[ZAMG]] (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) zeige deutlich, dass es im Jahr 2050 in Höhenlagen zwischen 1&nbsp;200 und 1&nbsp;400 [[m ü. A.]] um rund 30 Skitage weniger geben werde.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/sommerdebatte-in-salzburg-welche-winter-werden-wir-in-zukunft-haben-90415975 www.sn.at], 20. Juli 2020</ref>   
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Im Juli 2020 entstand eine Debatte darüber, ob das Skigebiet Gaißau-Hintersee zu niedrig liegt, um dort in Zeiten des Klimawandels langfristig Ski fahren zu können. Gegen die Pläne für eine künstliche Beschneiung sprach sich die [[Grüne]]-Chefin des Landtagsklubs, [[Kimbie Humer-Vogl]], aus. Immerhin möchte der Koalitionspartner [[ÖVP]] für den Erhalt des kleinen Skigebiets bis zu 2,5 Millionen Euro Investitionsförderung bereitstellen. Eine künstliche Beschneiung in Gaißau-Hintersee sei in Zeiten des Klimawandels "absurd und kurzsichtig", so Humer-Vogl. Die Schneedeckenstudie der [[ZAMG]] (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) zeige deutlich, dass es im Jahr 2050 in Höhenlagen zwischen 1&nbsp;200 und 1&nbsp;400 [[m ü. A.]] um rund 30 Skitage weniger geben werde.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/sommerdebatte-in-salzburg-welche-winter-werden-wir-in-zukunft-haben-90415975 www.sn.at], 20. Juli 2020</ref>   
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=== Nach Problemen doch Winterbetrieb 2020/21 ===
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=== Nach Problemen doch Winterbetrieb 2020/2021 ===
 
Im Herbst 2020 hatten sich die neuen Eigentümer des Skigebiets Gaißau-Hintersee doch noch mit den ausständigen Grundbesitzern nach mehreren Wochen Verhandlung geeinigt. Am Mittwoch, den [[30. September]], wurde der letzte Vertrag unterschrieben. Man werde von den Landwirten - zusätzlich zu den bisher gepachteten 1,6 Hektar Grund - eine zusätzliche Fläche von 1,5 Hektar anpachten. Diese befinde sich nördlich der bestehenden Parkplätze auf Gaißauer Seite. Zudem gebe es eine Option auf 0,5 Hektar Waldfläche, falls der Lift auf das Wieserhörndl gebaut werde.
 
Im Herbst 2020 hatten sich die neuen Eigentümer des Skigebiets Gaißau-Hintersee doch noch mit den ausständigen Grundbesitzern nach mehreren Wochen Verhandlung geeinigt. Am Mittwoch, den [[30. September]], wurde der letzte Vertrag unterschrieben. Man werde von den Landwirten - zusätzlich zu den bisher gepachteten 1,6 Hektar Grund - eine zusätzliche Fläche von 1,5 Hektar anpachten. Diese befinde sich nördlich der bestehenden Parkplätze auf Gaißauer Seite. Zudem gebe es eine Option auf 0,5 Hektar Waldfläche, falls der Lift auf das Wieserhörndl gebaut werde.
    
Was die Erteilung der Seilbahnkonzession betrifft, kamen von der Seilbahnbehörde des Landes positive Signale. Leiterin Christine Wessely sagte den [[SN]] bereits Anfang September, dass die Entscheidung der Behörde "relativ rasch erfolgen" könne. Voraussetzung dafür seien die technische Überprüfung der Lifte, das entsprechende Betriebspersonal sowie Dienstbarkeitsverträge mit allen Grundbesitzern.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/skigebiet-gaissau-hintersee-jetzt-fehlt-nur-noch-der-schnee-93626704 www.sn.at], 2. Oktober 2020</ref>
 
Was die Erteilung der Seilbahnkonzession betrifft, kamen von der Seilbahnbehörde des Landes positive Signale. Leiterin Christine Wessely sagte den [[SN]] bereits Anfang September, dass die Entscheidung der Behörde "relativ rasch erfolgen" könne. Voraussetzung dafür seien die technische Überprüfung der Lifte, das entsprechende Betriebspersonal sowie Dienstbarkeitsverträge mit allen Grundbesitzern.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/skigebiet-gaissau-hintersee-jetzt-fehlt-nur-noch-der-schnee-93626704 www.sn.at], 2. Oktober 2020</ref>
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=== April 2022: Abbruchantrag für Lifte  gestellt ===
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Am Karfreitag, den [[15. April]] [[2022]], erhielten Grundstückseigentümer, Bürgermeistern und Tourismusverbände ein Infoschreiben von der Gaißau Hintersee Bergbahnen GmbH. In dem Schreiben wird geschildert, dass die Eigentümer das Skigebiet 2020 übernommen hatten mit dem Ziel, es für die Region zu erhalten. Die Wintersaison 2020/2021 sei dazu gedacht gewesen, eine Bestandsaufnahme zu erstellen. Die Eigentümerfamilie habe sich deshalb auch in die Betriebsabläufe eingebracht und habe persönlich mitgearbeitet. In der abgelaufenen Wintersaison sei dann mit einer Neuausrichtung begonnen worden, sowohl in personeller wie auch in struktureller Hinsicht. Doch diese beiden Jahren zeigten auch Probleme auf, "dass der Betrieb in dieser Form nicht fortgeführt werden kann", heißt es in dem Schreiben, das den [[SN]] vorliegt. Eigentümer Bernhard Eibl schreibt von "althergebrachten Strukturen, ineffizienten Betriebsabläufen und einer gewissen Eigendynamik der Mitarbeiter". Diese habe in einer Hetzkampagne gegen die Eigentümerfamilie gemündet. Geplante strukturelle Änderungen seien durch Drohungen von Mitarbeitern, während der Situation zu kündigen, verhindert oder untergraben worden. Die letzten loyalen Mitarbeiter seien als Verräter bezeichnet worden. Eibl schreibt daher von rechtlichen Schritten, die man deshalb gegen mehrere Mitarbeiter vorbereite.
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Die Eigentümer erwähnen mangelnde Unterstützung. So seien diverse Kooperationsvereinbarungen im Tourismusbereich aufgekündigt bzw. gegebene Zusagen nicht eingehalten worden. Die lokalen Betriebe hätten zwar die Vorteile des Skibetriebs gern angenommen, im Gegenzug hätten sie aber keine Unterstützung geboten. Daher habe sich die Eigentümerfamilie entschlossen, den Skibetrieb der Verwertung zuzuführen, heißt es in dem Schreiben. "Der Rückbauauftrag wurde bereits vergeben und die Abbruchansuchen für die kompletten Liftanlagen wurden vor zwei Wochen gestellt." Im Büro des zuständigen [[Landesrat]]es [[Stefan Schnöll]] ([[ÖVP]]) bestätigte man am Freitagnachmittag, dass Geschäftsführer Bernhard Eibl vor rund 14 Tagen den Abbruchantrag für sämtliche Liftanlagen gestellt habe. Bei der Talstation in Gaißau fuhr unterdessen am Freitagnachmittag bereits der erste Bagger der Firma Eibl auf, nachdem ein Bauer zunächst noch mit seinem Traktor die Zufahrt zu einem anderen Lift blockiert hatte.
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Der [[Hintersee (Ort)|Hinterseer]] [[Bürgermeister der Gemeinde Hintersee|Bürgermeister]] [[Paul Weißenbacher]] ([[ÖVP]]) meint, ihn überrasche die Ankündigung nicht, die Entwicklung habe sich angekündigt. Er spricht von einer schwierigen Gesprächsbasis mit Geschäftsführer Bernhard Eibl. Man erreiche ihn so gut wie nicht.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/abbruchantrag-fuer-lifte-gestellt-skigebiet-gaissau-steht-wieder-vor-dem-ende-119972608 www.sn.at], 15. April 2022</ref>
    
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