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| − | [[Datei:Unterer Bockhartsee.jpg|thumb|Schalenstein oberhalb des [[Unterer Bockhartsee]]]] | + | [[Datei:Unterer Bockhartsee.jpg|thumb|Schalenstein oberhalb des [[Unterer Bockhartsee|Unteren Bockhartsees]]]] |
| | [[Datei:Schalenstein oberhalb des oberen Bockhartsees.jpg|thumb|Schalenstein oberhalb des [[Oberer Bockhartsee]]]] | | [[Datei:Schalenstein oberhalb des oberen Bockhartsees.jpg|thumb|Schalenstein oberhalb des [[Oberer Bockhartsee]]]] |
| | [[Datei:Schalenstein auf dem Danielsberg.jpg|thumb|Schalenstein auf dem [[Danielsberg]] in [[Kärnten]]]] | | [[Datei:Schalenstein auf dem Danielsberg.jpg|thumb|Schalenstein auf dem [[Danielsberg]] in [[Kärnten]]]] |
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| | * „A. Eine stark symbolisch-abstrakte Kunst (die manche gar nicht für Kunst halten), die aus cupules und fließenden Linien besteht. Sie zeigt repetitive Merkmale und enthält vermutlich auch wichtige Konstanten. | | * „A. Eine stark symbolisch-abstrakte Kunst (die manche gar nicht für Kunst halten), die aus cupules und fließenden Linien besteht. Sie zeigt repetitive Merkmale und enthält vermutlich auch wichtige Konstanten. |
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| − | * B. Eine figurative – oder uns zumindest so erscheinende – Kunst, die Elemente wie antropomorphe Figuren, Tiere, räumliche Strukturen, Hütten, Waffen und Werkzeuge erkennen lässt und sich auf Felsen befindet. | + | * B. Eine figurative – oder uns zumindest so erscheinende – Kunst, die Elemente wie anthropomorphe Figuren, Tiere, räumliche Strukturen, Hütten, Waffen und Werkzeuge erkennen lässt und sich auf Felsen befindet. |
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| | * C. Schließlich gibt es Monumente und Statuen, verzierte Stelen oder Menhire, häufig auf beweglichen Steinen, mit symbolischem Charakter.“ | | * C. Schließlich gibt es Monumente und Statuen, verzierte Stelen oder Menhire, häufig auf beweglichen Steinen, mit symbolischem Charakter.“ |
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| | ==Felsritzbilder== | | ==Felsritzbilder== |
| − | In Österreich gibt es rund 20 Fundgebiete, die vorwiegend in den Nördlichen Kalkalpen in [[Oberösterreich]], der [[Steiermark]] und in [[Salzburg]] liegen. Nur wenige der bisher bekannten [[Felsritzbilder]] könnten aus vorgeschichtlicher Zeit stammen. Im Felsbildermuseum in Spital am Pyhrn findet sich eine umfangreiche Dokumentation über die bisher entdeckten Felsritzungen. Der bekannteste inländische Experte für Felsritzbilder der österreichischen Kalkalpen ist Franz Mandl. | + | In Österreich gibt es rund 20 Fundgebiete, die vorwiegend in den [[Salzburger Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] in [[Oberösterreich]], der [[Steiermark]] und in [[Salzburg]] liegen. Nur wenige der bisher bekannten [[Felsritzbilder]] könnten aus vorgeschichtlicher Zeit stammen. Im Felsbildermuseum in Spital am Pyhrn ([[OÖ]]) findet sich eine umfangreiche Dokumentation über die bisher entdeckten Felsritzungen. Der bekannteste inländische Experte für Felsritzbilder der österreichischen Kalkalpen ist Franz Mandl. |
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| − | Das untere [[Saalachtal]] ist das Salzburger Hauptfundgebiet von Felsritzungen, die meist aus dem Mittelalter oder aus der Neuzeit stammen. Viele von ihnen wurden vom verstorbenen Helmut Adler, ehemals Tierarzt in [[Lofer]], entdeckt und dokumentiert. Auf der [[Festung Kniepass]] befindet sich die Dauerausstellung „Felsritzbilder im unteren Saalachtal“. | + | Das untere [[Saalachtal]] ist das Salzburger Hauptfundgebiet von Felsritzungen, die meist aus dem Mittelalter oder aus der Neuzeit stammen. Viele von ihnen wurden von Helmut Adler (* [[1919]], † [[2002]]), ehemals Tierarzt in [[Lofer]], entdeckt und dokumentiert. Auf der [[Festung Kniepass]] befindet sich die Dauerausstellung „Felsritzbilder im unteren Saalachtal“. |
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| | ==Schalensteine== | | ==Schalensteine== |
| | Schalen auf Felsoberflächen sind künstlich hergestellte halbrunde Vertiefungen von wenigen bis zu 30 cm Durchmesser. Sie wurden ausgerieben oder ausgepickelt. Bedeutung und zeitliche Zuordnung der Schalen (cupules) ist umstritten. Im für seine Felskunst weltberühmten italienischen Valcamonica finden sich die „Felsen mit cupules häufig am Rand von Arealen mit figurativen Bebilderungen und entlang der Pfade, die zu ihnen hinführen. Sie könnten also als Wegzeichen oder Stationen fungiert haben, die zu den geweihten Orten führen.“ Für Archäologen sind Schalensteine bis heute eine Herausforderung, die häufig umgangen wird, da die archäologische Deutung und zeitliche Zuordnung der cupules ohne Fundkontext selbst dort schwer fällt, wo frühe Besiedlungen bereits nachgewiesen sind. | | Schalen auf Felsoberflächen sind künstlich hergestellte halbrunde Vertiefungen von wenigen bis zu 30 cm Durchmesser. Sie wurden ausgerieben oder ausgepickelt. Bedeutung und zeitliche Zuordnung der Schalen (cupules) ist umstritten. Im für seine Felskunst weltberühmten italienischen Valcamonica finden sich die „Felsen mit cupules häufig am Rand von Arealen mit figurativen Bebilderungen und entlang der Pfade, die zu ihnen hinführen. Sie könnten also als Wegzeichen oder Stationen fungiert haben, die zu den geweihten Orten führen.“ Für Archäologen sind Schalensteine bis heute eine Herausforderung, die häufig umgangen wird, da die archäologische Deutung und zeitliche Zuordnung der cupules ohne Fundkontext selbst dort schwer fällt, wo frühe Besiedlungen bereits nachgewiesen sind. |
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| − | [[Schalensteine]] umgrenzen in bemerkenswerter Anzahl und Lage auch das Gebiet um den [[Oberer Bockhartsee]]. Sie finden sich aber auch an möglichen ehemaligen Kultplätzen wie z. B. auf dem Danielsberg im oberen Mölltal, auf dem nachweislich ein römischen Tempel stand, der wahrscheinlich eine vorrömische Kultstätte abgelöst hat. | + | [[Schalensteine]] umgrenzen in bemerkenswerter Anzahl und Lage auch das Gebiet um den [[Oberer Bockhartsee|Oberen Bockhartsee]]. Sie finden sich aber auch an möglichen ehemaligen Kultplätzen wie z. B. auf dem Danielsberg im oberen Mölltal, auf dem nachweislich ein römischen Tempel stand, der wahrscheinlich eine vorrömische Kultstätte abgelöst hat. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |