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| − | [[Datei:Kapellhausstöckl 1723.jpg|mini|Erinnerungstafel aus dem Jahre [[1723]]]] | + | [[Datei:Kapellhausstöckl 1723.jpg|mini|Erinnerungstafel aus dem Jahre [[1723]].]] |
| − | [[Datei:Kapellhausstöckl 1.jpg|mini|Reste des Kapellhausstöckls]] | + | [[Datei:Kapellhausstöckl 1.jpg|mini|Reste des Kapellhausstöckls.]] |
| − | [[Datei:Kapellhausstöckl 2.jpg|mini|"Kapellhausstöckl" mit [[Clemens-Holzmeister-Stiege|Holzmeister-Stiege]]]] | + | [[Datei:Kapellhausstöckl 2.jpg|mini|"Kapellhausstöckl" mit [[Clemens-Holzmeister-Stiege|Holzmeister-Stiege]].]] |
| − | Das '''Kapellhausstöckl''' ist ein nicht mehr bestehendes Gebäude nächst der Edmundsburg auf dem Mönchsberg ([[Altstadt]] von der [[Stadt Salzburg]]). Es gehörte zum [[Kapellhaus]] und stand den [[Domkapellknaben]] in ihrer Freizeit zur Verfügung. | + | Das '''Kapellhausstöckl''' ist ein nicht mehr bestehendes Gebäude nächst der [[Edmundsburg]] im [[Mönchsbergviertel]]auf dem [[Mönchsberg]] in der [[Stadt Salzburg]]). Es gehörte zum [[Kapellhaus]] und stand den [[Domkapellknaben]] in ihrer Freizeit zur Verfügung. |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| − | Vor der [[Edmundsburg]], im Raum des heutigen Gebäudes der [[Freunde der Salzburger Festspiele]], [[Mönchsberg]] 1., auf der [[Peterswachtbastei]] nächst der Mauer der Peterswachtbastei und über dem alten nicht erhaltenen St. Peter-Stadl (heute steht hier das Benediktinerkolleg), stand lange das Kapellhausstöckl. | + | Vor der [[Edmundsburg]], im Raum des heutigen Gebäudes der [[Freunde der Salzburger Festspiele]], Mönchsberg 1., auf der [[Peterswachtbastei]] nächst der Mauer der Peterswachtbastei und über dem alten nicht erhaltenen St. Peter-Stadl (heute steht hier das Benediktinerkolleg), stand lange das Kapellhausstöckl. |
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| − | Seit alter Zeit führte ein [[Untere Mönchsbergstiege|Fahrweg]] auf diese Anhöhe am Mönchsberg. Seit 1652 wurde hier früher aus Holz eine Stiege erbaut. Nach Erbauung der dritten Stadtbefestigung hatte [[Fürsterzbischof]] [[Paris Lodron]] auf die Peterswachtbastei eine Stiege erbauen lassen. Sie war mit einem Schindeldach bedeckt und am Anfang in der Nacht durch ein Gittertor versperrt. An der linken Seite der Stiege stand ein [[Peterswachtpforte|Torwächterhäuschen]]. | + | Seit alter Zeit führte ein [[Untere Mönchsbergstiege|Fahrweg]] auf diese Anhöhe am Mönchsberg. Seit [[1652]] wurde hier früher aus Holz eine Stiege erbaut. Nach Erbauung der dritten Stadtbefestigung hatte [[Fürsterzbischof]] [[Paris Lodron]] auf die Peterswachtbastei eine Stiege erbauen lassen. Sie war mit einem Schindeldach bedeckt und am Anfang in der Nacht durch ein Gittertor versperrt. An der linken Seite der Stiege stand ein [[Peterswachtpforte|Torwächterhäuschen]]. |
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| | Auf dieser Bastei stand ein sehr kleines "villenartiges" d.h. schmuckes Gebäude mit einem ebenerdigen Vor- und einem einstöckigen hinteren Anbau. Das Häuschen stand inmitten eines kleinen Gartens. Nebenan befand sich ein in den Mönchsbergfels führender großer Keller, dessen Bestimmung nicht genau bekannt ist. An der Vorderseite dieses Häuschens dicht am Ausgang der Stiege ist bis heute eine kleine Steintafel mit Inschrift angebracht, welche bekundet, dass [[1733]] Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] dieses Gebäude als Erholungsheim für die [[Kapellhaus]]<nowiki>knaben</nowiki> gebaut habe. Von da an nannte man es allgemein das ''Kapellhausstöckl''. Der dortige Garten mit seinen Obstbäumen diente schon vor Firmian, nämlich schon vor [[1720]] bis [[1803]] als Erholungsort für die Kapellknaben. Hier wurde auch das früher sehr beliebte "Kegelschieben" als Freizeitspaß betrieben. | | Auf dieser Bastei stand ein sehr kleines "villenartiges" d.h. schmuckes Gebäude mit einem ebenerdigen Vor- und einem einstöckigen hinteren Anbau. Das Häuschen stand inmitten eines kleinen Gartens. Nebenan befand sich ein in den Mönchsbergfels führender großer Keller, dessen Bestimmung nicht genau bekannt ist. An der Vorderseite dieses Häuschens dicht am Ausgang der Stiege ist bis heute eine kleine Steintafel mit Inschrift angebracht, welche bekundet, dass [[1733]] Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] dieses Gebäude als Erholungsheim für die [[Kapellhaus]]<nowiki>knaben</nowiki> gebaut habe. Von da an nannte man es allgemein das ''Kapellhausstöckl''. Der dortige Garten mit seinen Obstbäumen diente schon vor Firmian, nämlich schon vor [[1720]] bis [[1803]] als Erholungsort für die Kapellknaben. Hier wurde auch das früher sehr beliebte "Kegelschieben" als Freizeitspaß betrieben. |