| | Die Schildermalerei entwickelte sich zu einem wichtigen Erwerbszweig, zu einer Spezialität, die auch heute von zahlreichen Touristen staunend bewundert wird. | | Die Schildermalerei entwickelte sich zu einem wichtigen Erwerbszweig, zu einer Spezialität, die auch heute von zahlreichen Touristen staunend bewundert wird. |
| − | Fast nur mehr in Museen zu finden sind die uralten Emailschilder mit großer Werbewirksamkeit, wie die Innungszeichen der Brauer, Bäcker, Bader, Metzger, Barbiere, Besen-, Bürstenbinder, Lampen-, Haftel-, Mieder-, Putz- und Korsettenmacher. Bemalte Brezelbuben waren einst als Werbefiguren mit frisch duftenden Brezeln vor den Backstuben aufgestellt. Bis nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] waren auch noch in der [[Getreidegasse]] – Anzeigenklassiker der Reklame – Geschäftsschilder der [[Scio's Specereyen|Spezerey- & Kolonialwarenhandlung Stranz & Scio]] mit den Kaffee- und Tee-Mohren als Werbebotschaften der Kaffeerösterei. Im Hausflur und auf den Eisentoren zu [[Mozarts Geburtshaus]] waren handgemalte Steckschilder mit speziellen, jahreszeitlichen Ankündigungen. Auch die künstlerisch wertvollen „Turbantürken“ mit den noblen Rauchutensilien der Tabakindustrie existierten als große Raritäten. Hervor zu heben ist das uralte, in Stein gemeißelte Symbol der Schwarzbrotbäckerei bei der einstigen [[Pfistermühle St. Peter|Mühle]] in [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]]. Es zeigt die seit Jahrhunderten gleich gebliebenen Formen den Brotlaib- und die Strutzenform des im Kloster gebackenen, üblichen Roggenbrotes für die Mönche. | + | Fast nur mehr in Museen zu finden sind die uralten Emailschilder mit großer Werbewirksamkeit, wie die Innungszeichen der Brauer, Bäcker, Bader, Metzger, Barbiere, Besen-, Bürstenbinder, Lampen-, Haftel-, Mieder-, Putz- und Korsettenmacher. Bemalte Brezelbuben waren einst als Werbefiguren mit frisch duftenden Brezeln vor den Backstuben aufgestellt. Bis nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] waren auch noch in der [[Getreidegasse]] – Anzeigenklassiker der Reklame – Geschäftsschilder der [[Scio's Specereyen|Spezerey- & Kolonialwarenhandlung Stranz & Scio]] mit den Kaffee- und Tee-Mohren als Werbebotschaften der Kaffeerösterei. Im Hausflur und auf den Eisentoren zu [[Mozarts Geburtshaus]] waren handgemalte Steckschilder mit speziellen, jahreszeitlichen Ankündigungen. Auch die künstlerisch wertvollen „Turbantürken“ mit den noblen Rauchutensilien der Tabakindustrie existierten als große Raritäten. Hervor zu heben ist das uralte, in Stein gemeißelte Symbol der Schwarzbrotbäckerei bei der einstigen [[Pfistermühle St. Peter|Mühle]] in [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]]. Es zeigt die seit Jahrhunderten gleich gebliebenen Formen den Brotlaib- und die Strutzenform des im Kloster gebackenen, üblichen Roggenbrotes für die Mönche. |
| | Kulturpflege betrifft auch die aussagekräftige, religiöse Kleinkunst am Bau, als Zeugnisse traditioneller Lebensformen von einst. Ohne Vergangenheit gibt es keine Zukunft. | | Kulturpflege betrifft auch die aussagekräftige, religiöse Kleinkunst am Bau, als Zeugnisse traditioneller Lebensformen von einst. Ohne Vergangenheit gibt es keine Zukunft. |