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Die '''Pfarrkirche zum hl. Martin Eugendorf''' ist die Pfarrkirche der [[Pfarre Eugendorf]] in der [[Flachgau]]er Marktgemeinde [[Eugendorf]]. Sie zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Eugendorf|denkmalgeschützten Objekten]] in der Marktgemeinde.
 
Die '''Pfarrkirche zum hl. Martin Eugendorf''' ist die Pfarrkirche der [[Pfarre Eugendorf]] in der [[Flachgau]]er Marktgemeinde [[Eugendorf]]. Sie zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Eugendorf|denkmalgeschützten Objekten]] in der Marktgemeinde.
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==Beschreibung==
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==Geschichte ==
 
Die Pfarrkirche Eugendorf „St. Martin“ wurde anno [[788]] erstmals urkundlich erwähnt. Der Barockbau ist von einem Friedhof und einer Mauer umgeben. Besonders sehenswert sind vor allem die Kreuzigungsgruppe von [[Meinrad Guggenbichler]] [[1702]], die spätbarocke Feninger-Kanzel und die „Thronende Maria mit Jesuskind“ am Hauptaltar.
 
Die Pfarrkirche Eugendorf „St. Martin“ wurde anno [[788]] erstmals urkundlich erwähnt. Der Barockbau ist von einem Friedhof und einer Mauer umgeben. Besonders sehenswert sind vor allem die Kreuzigungsgruppe von [[Meinrad Guggenbichler]] [[1702]], die spätbarocke Feninger-Kanzel und die „Thronende Maria mit Jesuskind“ am Hauptaltar.
    
[[1701]] erbaute [[Jeremias Sauter]] die Turmuhr der Pfarrkirche für 213 [[Gulden|fl]].
 
[[1701]] erbaute [[Jeremias Sauter]] die Turmuhr der Pfarrkirche für 213 [[Gulden|fl]].
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Von [[1682]] stammt die Muttergottes mit Kind und Gloriole von [[Adam Hartmann]] (55 fl).
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Von [[1682]] stammt die Muttergottes mit Kind und Gloriole von Adam Hartmann (55 fl).
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Die [[Predigtkanzel]] schuf [[Christoph Feninger]] in den Jahren 1736/37<ref>[[Roland Kerschbaum|Kerschbaum, Roland Peter]]: ''Die Kanzellandschaft in den Salzburger Kirchen''. Künstlerische Entwicklungslinien des liturgischen Verkündigungsortes vom 16. bis 18. Jahrhundert. Magisterarbeit Universität Salzburg 2003, S. 149.</ref> und kostete 10.372 fl.
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Die [[Predigtkanzel]] schuf Christoph Feninger in den Jahren 1736/37<ref>[[Roland Kerschbaum|Kerschbaum, Roland Peter]]: ''Die Kanzellandschaft in den Salzburger Kirchen''. Künstlerische Entwicklungslinien des liturgischen Verkündigungsortes vom [[16. Jahrhundert|16.]] bis [[18. Jahrhundert]]. Magisterarbeit Universität Salzburg 2003, S. 149.</ref> und kostete 10.372 fl.
    
[[1745]] kommt die alte Monstranz von [[Seekirchen]] nach Eugendorf (aus dem Jahre [[1680]], 203 fl).
 
[[1745]] kommt die alte Monstranz von [[Seekirchen]] nach Eugendorf (aus dem Jahre [[1680]], 203 fl).
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==Innenrenovierung der Pfarrkirche Eugendorf in Jahr 1983==  
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=== Innenrenovierung der Pfarrkirche Eugendorf in Jahr 1983===  
    
Nachdem es schon seit längerem sehr augenscheinlich war, dass die Pfarrkirche einer Renovierung bedurfte, traten im Jahr [[1980]] dazu die Bestrebungen in die praktische Phase.  
 
Nachdem es schon seit längerem sehr augenscheinlich war, dass die Pfarrkirche einer Renovierung bedurfte, traten im Jahr [[1980]] dazu die Bestrebungen in die praktische Phase.  
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Es wurde ein Renovierungsausschuß gegründet und mit den ersten Planungsarbeiten begonnen. Die Leitung der Renovierung oblag Architekt [[Peter Schuh]]. Er bezeichnete das Vorhaben als „restaurative Erneuerung des Kircheninnenraumes“. Restaurativ im Sinne des Kirchen-Erbauers Tobias Kendler, welche im Jahr 1736 entstand.  
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Es wurde ein Renovierungsausschuss gegründet und mit den ersten Planungsarbeiten begonnen. Die Leitung der Renovierung oblag Architekt [[Peter Schuh]]. Er bezeichnete das Vorhaben als „restaurative Erneuerung des Kircheninnenraumes“. Restaurativ im Sinne des Kirchen-Erbauers Tobias Kendler, welche im Jahr 1736 entstand.
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Es galt einerseits die Altäre,  Bilder und Plastiken zu erhalten, andererseits der Erneuerung, die sich durch die Veränderung der liturgischen Ordnung ergab, Rechnung zu tragen und auch den Volksaltar zu verwirklichen. Zugleich wurde die viel zu kleine Sakristei erweitert.  
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Es galt einerseits die Altäre,  Bilder und Plastiken zu erhalten, andererseits der Erneuerung, die sich durch die Veränderung der liturgischen Ordnung ergab, Rechnung zu tragen und auch den Volksaltar zu verwirklichen. Zugleich wurde die viel zu kleine Sakristei erweitert.
   
Der Boden wurde neu gepflastert, neu wurden die Kirchenstühle und die Elektrik sowie eine Heizung wurde eingebaut.
 
Der Boden wurde neu gepflastert, neu wurden die Kirchenstühle und die Elektrik sowie eine Heizung wurde eingebaut.
    
Der Kostenrahmen belief sich bei sieben Mill. Schilling. Es wurde eine Sammlung organisiert, wobei 30 Sammler tätig waren, die auf eine große Spendenbereitschaft in der Bevölkerung stießen.  
 
Der Kostenrahmen belief sich bei sieben Mill. Schilling. Es wurde eine Sammlung organisiert, wobei 30 Sammler tätig waren, die auf eine große Spendenbereitschaft in der Bevölkerung stießen.  
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Am [[13. März]] [[1983]] wurde in der Kirche der letzte Gottesdienst vor dem Umbau abgehalten und schon am [[26. November]] [[1983]] erfolgte die Eröffnungsfeier mit Altarweihe durch Weihbischof [[Jakob Mayr]].  An den Umbauarbeiten beteiligten sich neben den Firmen eine große Zahl an freiwilligen Helfern, um sich dadurch für den Umbau der Ortskirche solidarisch zu zeigen.   
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Am [[13. März]] [[1983]] wurde in der Kirche der letzte Gottesdienst vor dem Umbau abgehalten und schon am [[26. November]] [[1983]] erfolgte die Eröffnungsfeier mit Altarweihe durch [[Weihbischof]] [[Jakob Mayr]].  An den Umbauarbeiten beteiligten sich neben den Firmen eine große Zahl an freiwilligen Helfern, um sich dadurch für den Umbau der Ortskirche solidarisch zu zeigen.   
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Die Orgel wurde fast neu errichtet und am 7.12.1986 eingeweiht.
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Die Orgel wurde fast neu errichtet und am [[7. Dezember]] [[1986]] eingeweiht.
    
==Orgel==
 
==Orgel==
 
[[Orgelbauer]] [[Ludwig Mooser]] fertigte [[1847]] eine neues Instrument für die Eugendorfer Vikariatskirche,<ref>''Statt der alten Orgel wurde 1847 von L. Moser für 710 fl. eine neue hergestellt''; Joseph Dürlinger: ''Historisch-statistisches Handbuch der Erzdiöcese Salzburg in ihren heutigen Grenzen''. Erster Band: ''Ruraldecanate des Flachlandes'', Salzburg 1862, S. 38.</ref> von ihr ist das spätklassizistische Gehäuse mit römischem Zifferblatt erhalten geblieben. In dieses wurde 1986 von der ''Oberösterreichischen Orgelbauanstalt St. Florian'' bei Linz (heute ''Orgelbau Kögler, St. Florian'') eine neue Orgel eingebaut, die 21 Register auf zwei Manualen und Pedal aufweist.
 
[[Orgelbauer]] [[Ludwig Mooser]] fertigte [[1847]] eine neues Instrument für die Eugendorfer Vikariatskirche,<ref>''Statt der alten Orgel wurde 1847 von L. Moser für 710 fl. eine neue hergestellt''; Joseph Dürlinger: ''Historisch-statistisches Handbuch der Erzdiöcese Salzburg in ihren heutigen Grenzen''. Erster Band: ''Ruraldecanate des Flachlandes'', Salzburg 1862, S. 38.</ref> von ihr ist das spätklassizistische Gehäuse mit römischem Zifferblatt erhalten geblieben. In dieses wurde 1986 von der ''Oberösterreichischen Orgelbauanstalt St. Florian'' bei Linz (heute ''Orgelbau Kögler, St. Florian'') eine neue Orgel eingebaut, die 21 Register auf zwei Manualen und Pedal aufweist.
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====Disposition 1986====
 
====Disposition 1986====
 
[[Datei:Mooser 1847 Werk oö. Orgelbauanstalt 1986 Eugendorf (12).jpg|thumb|Orgel von 1986, Gehäuse von 1847]]
 
[[Datei:Mooser 1847 Werk oö. Orgelbauanstalt 1986 Eugendorf (12).jpg|thumb|Orgel von 1986, Gehäuse von 1847]]
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* [[Koppel (Orgel)|Koppeln]] als Tritte und Züge: II/I, I/P, II/P.
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* Koppeln als Tritte und Züge: II/I, I/P, II/P.
 
* Schwelltritt
 
* Schwelltritt
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Datei:B IMG 20220203 0001 neue Orgel.jpg| neue Orgel. 1986
 
Datei:B IMG 20220203 0001 neue Orgel.jpg| neue Orgel. 1986
 
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=== weitere Bilder ===
 
=== weitere Bilder ===
 
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== Quellen ==
 
== Quellen ==
 
* [[Joseph Dürlinger|Dürlinger, Joseph]]: ''4. Die Pfarre Eugendorf zum heil. Martin B''. In: ''Historisch-statistisches Handbuch der Erzdiöcese Salzburg in ihren heutigen Grenzen''. Erster Band: ''Ruraldecanate des Flachlandes'', Druck der Duyle’schen Hofbuchdruckerei, Salzburg 1862, S. 36–43.
 
* [[Joseph Dürlinger|Dürlinger, Joseph]]: ''4. Die Pfarre Eugendorf zum heil. Martin B''. In: ''Historisch-statistisches Handbuch der Erzdiöcese Salzburg in ihren heutigen Grenzen''. Erster Band: ''Ruraldecanate des Flachlandes'', Druck der Duyle’schen Hofbuchdruckerei, Salzburg 1862, S. 36–43.