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'''Franz Koch''' (* [[1. April]] [[1759]]<ref name="MGSLK_1940_143"> [[Franz Martin]]: ''[[Hundert Salzburger Familien|Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte]]. 70. [[Koch von Sternfeld]]'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19400003&zoom=2&seite=00000134 80, 1940, S.&nbsp;134-138] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=1940&size=45&page=143 (136).]</ref> – oder: [[1761]]<ref>So die übrigen Quellen.</ref> – in [[Mittersill]]; † [[1830]]<ref>[[Thomas Hochradner|Hochradner, Thomas]]: ''Unter Krummstab, Löwe und Adler: Wahrnehmungsperspektiven einer musikgeschichtlichen Etappe''. In [[Dominik Sedivy|Dominik Šedivý]] (Hg.), ''Salzburgs Musikgeschichte im Zeichen des Provinzialismus? Die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts. Veröffentlichungen der Forschungsplattform „Salzburger Musikgeschichte“. Bericht einer Tagung der Forschungsplattform „Salzburger Musikgeschichte“, 23. bis 25. September 2012''. [http://ebookstr.e-bookshelf.de/products/reading-epub/product-id/2718522/title/Salzburgs%2BMusikgeschichte%2Bim%2BZeichen%2Bdes%2BProvinzialismus%253F.html Band 2.] Hollitzer Wissenschaftsverlag, Wien 2014. ISBN 978-3-99012-148-1; gestützt auf die unten unter „Literatur“ angegebenen Werke von Roth und Hochradner.</ref>) war ein berühmter Maultrommelvirtuose salzburgischer Herkunft.
 
'''Franz Koch''' (* [[1. April]] [[1759]]<ref name="MGSLK_1940_143"> [[Franz Martin]]: ''[[Hundert Salzburger Familien|Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte]]. 70. [[Koch von Sternfeld]]'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19400003&zoom=2&seite=00000134 80, 1940, S.&nbsp;134-138] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=1940&size=45&page=143 (136).]</ref> – oder: [[1761]]<ref>So die übrigen Quellen.</ref> – in [[Mittersill]]; † [[1830]]<ref>[[Thomas Hochradner|Hochradner, Thomas]]: ''Unter Krummstab, Löwe und Adler: Wahrnehmungsperspektiven einer musikgeschichtlichen Etappe''. In [[Dominik Sedivy|Dominik Šedivý]] (Hg.), ''Salzburgs Musikgeschichte im Zeichen des Provinzialismus? Die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts. Veröffentlichungen der Forschungsplattform „Salzburger Musikgeschichte“. Bericht einer Tagung der Forschungsplattform „Salzburger Musikgeschichte“, 23. bis 25. September 2012''. [http://ebookstr.e-bookshelf.de/products/reading-epub/product-id/2718522/title/Salzburgs%2BMusikgeschichte%2Bim%2BZeichen%2Bdes%2BProvinzialismus%253F.html Band 2.] Hollitzer Wissenschaftsverlag, Wien 2014. ISBN 978-3-99012-148-1; gestützt auf die unten unter „Literatur“ angegebenen Werke von Roth und Hochradner.</ref>) war ein berühmter Maultrommelvirtuose salzburgischer Herkunft.
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==Herkunft==
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== Herkunft ==
 
Franz Koch war das jüngste Kind des Land- und Bergrichters [[Johann Ernst Koch]] (* 1704; † 1774) und dessen Gattin Maria Leopoldine, geb. [[Konhauser von Sternenfeld]] (* 1718; † 1764).<ref name="MGSLK_1940_143"/> Er verlor früh seine Eltern und erlernte daher einen bürgerlichen Beruf – den eines Buchbinders (andere Angabe: eines Barbiers<ref name="MGSLK_1940_143"/>).
 
Franz Koch war das jüngste Kind des Land- und Bergrichters [[Johann Ernst Koch]] (* 1704; † 1774) und dessen Gattin Maria Leopoldine, geb. [[Konhauser von Sternenfeld]] (* 1718; † 1764).<ref name="MGSLK_1940_143"/> Er verlor früh seine Eltern und erlernte daher einen bürgerlichen Beruf – den eines Buchbinders (andere Angabe: eines Barbiers<ref name="MGSLK_1940_143"/>).
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Seinen ersten Triumph hatte er zu Breslau nach jener Postenrunde vor dem damaligen Kronprinzen Friedrich Wilhelm gefeiert, als dessen Vater bei Breslau über die schlesischen Regimenter Revue gehalten. Darauf spielte er vor vielen Herrschaften in Breslau, und als er zum Regiment von Götz nach Glatz gekommen war, erlaubte ihm der Inhaber desselben sogar kleine Kunstreisen in die nahen Städte herum. Im Jahre 1788 wurde er dann auf einmal nach Berlin berufen, um dort vor dem König Friedrich Wilhelm und dem ganzen Hofe zu spielen, bei welcher Gelegenheit ihm die Prinzessin Friederike, nachmalige Herzogin von York, den Abschied auswirkte. Von Berlin reiste Koch wieder nach Glatz, und dann mit seiner Frau nach Breslau, 1789 im November nach Dresden und Leipzig, Halle, Dessau, wo er vor dem Hofe zweimal, dann nach Cöthen und Bernburg, an welchen Orten ihn ebenfalls der Hof hörte; darauf nach Quedlinburg, wo er vor dem Herzog von Braunschweig spielte und die Einladung erhielt, auch nach Braunschweig zu kommen. Daselbst mußte sich Koch am Geburtstage der verwitweten Herzogin am Hofe, und zwar in einem unbeleuchteten Saale hören lassen. Von Braunschweig ging er nach Hildesheim und Hannover, Halberstadt, Magdeburg, Potsdam und zurück nach Berlin. Zu Schinhausen produzierte er sich vor der verwitweten Königin von Preußen, weiland Friedrichs des Großen Gemahlin, in Beisein der Prinzessinen Friederike und Henricke. 1791, nachdem er auch Breslau wieder besucht hatte, ging er abermals nach Dresden, in dessen Nähe er vor dem Churfürsten von Sachsen, seiner Gemahlin, den Prinzen Anton und Maximilian auftrat. Zur Zeit der Krönung Kaiser Leopolds zu Prag begab er sich von Karlsbad aus ebenfalls dahin, und produzierte sich auf dem Auersbergischen Landgut Schlepp vor der Kaiserin. Seine weitern Wanderungen nahmen darauf die Richtung nach Königgrätz, Breslau und viele andere schlesische Ortschaften, 1792 zum drittenmal nach Dresden, dann nach Töplitz und Karlsbad, Hof, Bayreuth, Erlangen, Nürnberg, Regensburg, wo er vor dem Fürsten und Erbprinzen von Taxis, darauf nach Landshut, wo er vor der Herzogin von [[Bayern]]-Birkenfeld und 1793 nach [[München]], wo er vor dem Kurfürsten Karl Theodor spielte, endlich über [[Augsburg]], woselbst sich eben der Kurfürst von Trier, die verwitwete Kurfürstin von Bayern und die Prinzessin und Abtissin Kunigunde von Essen befanden, nach Salzburg, nachdem er überall ungetheilten Beifall erhalten und die höchste Bewunderung erregt hatte.
 
Seinen ersten Triumph hatte er zu Breslau nach jener Postenrunde vor dem damaligen Kronprinzen Friedrich Wilhelm gefeiert, als dessen Vater bei Breslau über die schlesischen Regimenter Revue gehalten. Darauf spielte er vor vielen Herrschaften in Breslau, und als er zum Regiment von Götz nach Glatz gekommen war, erlaubte ihm der Inhaber desselben sogar kleine Kunstreisen in die nahen Städte herum. Im Jahre 1788 wurde er dann auf einmal nach Berlin berufen, um dort vor dem König Friedrich Wilhelm und dem ganzen Hofe zu spielen, bei welcher Gelegenheit ihm die Prinzessin Friederike, nachmalige Herzogin von York, den Abschied auswirkte. Von Berlin reiste Koch wieder nach Glatz, und dann mit seiner Frau nach Breslau, 1789 im November nach Dresden und Leipzig, Halle, Dessau, wo er vor dem Hofe zweimal, dann nach Cöthen und Bernburg, an welchen Orten ihn ebenfalls der Hof hörte; darauf nach Quedlinburg, wo er vor dem Herzog von Braunschweig spielte und die Einladung erhielt, auch nach Braunschweig zu kommen. Daselbst mußte sich Koch am Geburtstage der verwitweten Herzogin am Hofe, und zwar in einem unbeleuchteten Saale hören lassen. Von Braunschweig ging er nach Hildesheim und Hannover, Halberstadt, Magdeburg, Potsdam und zurück nach Berlin. Zu Schinhausen produzierte er sich vor der verwitweten Königin von Preußen, weiland Friedrichs des Großen Gemahlin, in Beisein der Prinzessinen Friederike und Henricke. 1791, nachdem er auch Breslau wieder besucht hatte, ging er abermals nach Dresden, in dessen Nähe er vor dem Churfürsten von Sachsen, seiner Gemahlin, den Prinzen Anton und Maximilian auftrat. Zur Zeit der Krönung Kaiser Leopolds zu Prag begab er sich von Karlsbad aus ebenfalls dahin, und produzierte sich auf dem Auersbergischen Landgut Schlepp vor der Kaiserin. Seine weitern Wanderungen nahmen darauf die Richtung nach Königgrätz, Breslau und viele andere schlesische Ortschaften, 1792 zum drittenmal nach Dresden, dann nach Töplitz und Karlsbad, Hof, Bayreuth, Erlangen, Nürnberg, Regensburg, wo er vor dem Fürsten und Erbprinzen von Taxis, darauf nach Landshut, wo er vor der Herzogin von [[Bayern]]-Birkenfeld und 1793 nach [[München]], wo er vor dem Kurfürsten Karl Theodor spielte, endlich über [[Augsburg]], woselbst sich eben der Kurfürst von Trier, die verwitwete Kurfürstin von Bayern und die Prinzessin und Abtissin Kunigunde von Essen befanden, nach Salzburg, nachdem er überall ungetheilten Beifall erhalten und die höchste Bewunderung erregt hatte.
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==Quellen==
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== Quellen ==
 
* ''Biographien salzburgischer Tonkünstler'' (1845), [https://books.google.at/books?pg=PA27&lpg=PA27&dq=%22Koch,+Franz%22&sig=Cj1mbGCgKJ-cZJPZOJIIH_QlBRs&id=Sg5gAAAAcAAJ&hl=de&ots=#v=onepage S. 27 ff] (Eintrag Koch, Franz)
 
* ''Biographien salzburgischer Tonkünstler'' (1845), [https://books.google.at/books?pg=PA27&lpg=PA27&dq=%22Koch,+Franz%22&sig=Cj1mbGCgKJ-cZJPZOJIIH_QlBRs&id=Sg5gAAAAcAAJ&hl=de&ots=#v=onepage S. 27 ff] (Eintrag Koch, Franz)
 
* [[Constant von Wurzbach|Wurzbach, Constant von]]: ''Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich, 12. Teil: Klácel – Korzistka'' (1864), [http://www.literature.at/viewer.alo?objid=11815&viewmode=fullscreen&rotate=&scale=3.33&page=200 S.198 (bei ''Austrian Literature Online'')]
 
* [[Constant von Wurzbach|Wurzbach, Constant von]]: ''Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich, 12. Teil: Klácel – Korzistka'' (1864), [http://www.literature.at/viewer.alo?objid=11815&viewmode=fullscreen&rotate=&scale=3.33&page=200 S.198 (bei ''Austrian Literature Online'')]
 
<references/>
 
<references/>
==Literatur==
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== Literatur ==
* Roth, Hans: ''Franz Koch, der Maultrommelvirtuose aus dem Pinzgau. Eine literarische Quelle in Jean Pauls „Hesperus“'', in: ''Volksmusik in Oberbayern. Ein Geburtstagsbuch für den Fanderl Wastl'', bearb. von Wolfi Scheck und Ernst Schusser, hg. v. Bezirk Oberbayern, o. O. 1985, S. 165–177;
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* [[Hans Roth|Roth, Hans]]: ''Franz Koch, der Maultrommelvirtuose aus dem Pinzgau. Eine literarische Quelle in Jean Pauls „Hesperus“'', in: ''Volksmusik in Oberbayern. Ein Geburtstagsbuch für den [[Sebastian Fanderl|Fanderl Wastl]]'', bearb. von Wolfi Scheck und Ernst Schusser, hg. v. Bezirk Oberbayern, o. O. 1985, S. 165–177;
 
* [[Thomas Hochradner|Hochradner, Thomas]]: ''Ein Stammbuch des „Maultrommelvirtuosen“ Franz Koch'', in: [[Salzburger Volkskultur]] 22 (1998), Heft 2, S. 68–72.
 
* [[Thomas Hochradner|Hochradner, Thomas]]: ''Ein Stammbuch des „Maultrommelvirtuosen“ Franz Koch'', in: [[Salzburger Volkskultur]] 22 (1998), Heft 2, S. 68–72.
*J. K., ''Ein Wort über die Mundharmonika oder die Maultrommel'', in: Morgenblatt für gebildete Stände, Nr.: 59 vom 10. März 1809, [https://books.google.de/books?id=bDcpAAAAYAAJ&pg=RA1-PA236&dq=%22franz+S+o+ch%22&hl=de#v=onepage&q=%22franz+S+o+ch%22 S. 236.]
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* Kerner, Justinus: ''Ein Wort über die Mundharmonika oder die Maultrommel'', in: Morgenblatt für gebildete Stände, Nr.: 59 vom 10. März 1809, [https://books.google.de/books?id=bDcpAAAAYAAJ&pg=RA1-PA236&dq=%22franz+S+o+ch%22&hl=de#v=onepage&q=%22franz+S+o+ch%22 S. 236.]
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[[Kategorie:Person]]
 
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[[Kategorie:Person (Kunst)]]
 
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[[Kategorie:Person (Musik)]]
 
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[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]
 
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