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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | [[1701]] wurde diesem Turm ein Achteckaufbau in offenen Rundbogenarkaden aufgesetzt und mit 35 Glocken des [[Niederlande|Antwerpen]]er Gießers [[Melchior de Haze]] (1688 - 1689) versehen, die von [[Erzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] in Auftrag gegeben und vom Salzburger Hofuhrmacher [[Jeremias Sauter]] hier zusammengebaut worden waren. | + | [[1701]] wurde diesem Turm ein Achteckaufbau in offenen Rundbogenarkaden aufgesetzt und mit 35 Glocken des [[Niederlande|Antwerpen]]er Gießers [[Melchior de Haze]] (1688 - 1689) versehen, die von [[Erzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun]] in Auftrag gegeben und vom Salzburger Hofuhrmacher [[Jeremias Sauter]] hier zusammengebaut worden waren. |
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| | Das Glockenspiel besteht aus 35 Glocken mit der Aufschrift "Melchior de Haze me fecit", "[[1688]]" und "[[1689]]". | | Das Glockenspiel besteht aus 35 Glocken mit der Aufschrift "Melchior de Haze me fecit", "[[1688]]" und "[[1689]]". |
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| − | Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein ließ den unter Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] errichteten Turm um zwei Stockwerke erhöhen und beauftragte den Salzburger Hofuhrmacher Jeremias Sauter, die Mechanik anzufertigen. Dieser bohrte die zum Betrieb notwendigen 7.964 Löcher. Der Glockengießer [[Benedikt Eisenberger]] und der Büchsenmacher [[Franz Sulzer]] fertigten die Messingwalze, und [[1704]] erklang das Glockenspiel zum ersten Mal. Es konnte 40 Melodien spielen. | + | Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun ließ den unter Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] errichteten Turm um zwei Stockwerke erhöhen und beauftragte den Salzburger Hofuhrmacher Jeremias Sauter, die Mechanik anzufertigen. Dieser bohrte die zum Betrieb notwendigen 7.964 Löcher. Der Glockengießer [[Benedikt Eisenberger]] und der Büchsenmacher [[Franz Sulzer]] fertigten die Messingwalze, und Ende [[1704]] erklang das Glockenspiel zum ersten Mal. |
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| − | Seit [[1705]] spielt nun das Glockenspiel, derzeit etwa 40 Musikstücke, von denen etliche von [[Johann Michael Haydn]] und von [[Leopold Mozart|Vater]] und Sohn [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]] eigens komponiert worden sind. Die gespielten Mozart-Stücke sind Bearbeitungen aus dem [[19. Jahrhundert]].
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| − | Das Uhrwerk, das mit Hilfe einer Vorrichtung des Uhrmachers [[Johann Baptist Fischer]] heute wie damals pünktlich um 7.00, 11.00 und 18.00 Uhr das Spielwerk auslöst, wurde [[1873]] aufgestellt.
| + | Mit dem Glockenspiel können derzeit 51 Musikstücke gespielt werden, von denen einige [[Johann Michael Haydn]] zugeschrieben werden. Die Melodien von [[Leopold Mozart|Vater]] und Sohn [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]] sind Bearbeitungen aus dem [[19. Jahrhundert]]. |
| | + | 1873 baute der Salzburger Uhrmachermeister [[Johann Baptist Fischer]] neben dem Antriebswerk eine Uhr ein, die mit Hilfe einer speziellen Vorrichtung das Spielwerk des Glockenspiels auslöste. Ende der 1960er Jahre wurde eine elektrische Uhr für die Auslösung eingebaut. |
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| | Im Erdgeschoß ist dem Turm ein Arkadengang vorgestellt, der das Eingangsportal für das [[Salzburger Heimatwerk]] bildet. | | Im Erdgeschoß ist dem Turm ein Arkadengang vorgestellt, der das Eingangsportal für das [[Salzburger Heimatwerk]] bildet. |