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| | Im Krieg gegen die Ungarn war um [[1480]] ein Besitzerwechsel des Schlosses, weiters auch [[1526]] während des [[Bauernkriege (Überblick)|Bauernkrieges]] im [[Fürsterzbistum|Salzburger Land]]. | | Im Krieg gegen die Ungarn war um [[1480]] ein Besitzerwechsel des Schlosses, weiters auch [[1526]] während des [[Bauernkriege (Überblick)|Bauernkrieges]] im [[Fürsterzbistum|Salzburger Land]]. |
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| − | In der Zeit der Bauernunruhen wurde Schloss Moosham kurzzeitig von aufrührerischen Bauern besetzt. 1526 vertrieb sie der Feldhauptmann Franz Tannhauser, der aus einer Lungauer Familie stammte, die auch öfters Richter in Moosham stellte, wieder. Um 1680 war Moosham auch Schauplatz der schrecklichen [[Hexenprozesse]]. | + | In der Zeit der Bauernunruhen wurde Schloss Moosham kurzzeitig von aufrührerischen Bauern besetzt. 1526 vertrieb sie der Feldhauptmann Franz Tannhauser, der aus einer Lungauer Familie stammte, die auch öfters Richter in Moosham stellte, wieder. Um [[1680]] war Moosham auch Schauplatz der schrecklichen [[Hexenprozesse]]. |
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| − | Zwischen [[1517]] und [[1577]] wurde das Schloss erneut umgebaut, der spätgotische Ausbau der Burg fand aber bereits unter dem Salzburger Erzbischof [[Leonhard von Keutschach]] statt. So wurde die Burg zu einem Sommersitz der Erzbischöfe. | + | Zwischen [[1517]] und [[1577]] wurde das Schloss erneut umgebaut, der spätgotische Ausbau der Burg fand aber bereits unter dem Salzburger Fürsterzbischof [[Leonhard von Keutschach]] statt. So wurde die Burg zu einem Sommersitz der Fürsterzbischöfe. |
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| − | Vom [[25. Oktober|25.]] bis [[27. Oktober]] des Jahres [[1611]] übernachtete hier der unglückliche Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] auf seiner Flucht nach [[Kärnten]], von wo er gefangen heimkehrte. | + | Vom [[25. Oktober|25.]] bis [[27. Oktober]] des Jahres [[1611]] übernachtete hier der unglückliche Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] auf seiner Flucht nach [[Kärnten]], von wo er gefangen heimkehrte. |
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| | Möglicherweise wurde der Bergfried [[1722]] abgetragen, doch das ist nicht mehr sicher nachzuweisen. | | Möglicherweise wurde der Bergfried [[1722]] abgetragen, doch das ist nicht mehr sicher nachzuweisen. |
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| | == Das Pflege- und Blutgericht Moosham == | | == Das Pflege- und Blutgericht Moosham == |
| − | Viele unschuldige Angeklagte mussten auf Moosham die Folter ertragen. Der Grund für die Anklage war unter Max Gandolf Kuenburg meist Hexerei, Schadenzauber oder Teufelsbündnis. Gestanden die Angeklagten nicht, wurden sie grausam gefoltert. War ihnen erst ein Geständnis abgepresst und überlebten sie die Tortur, dann rollte der Schinderkarren zur Hinrichtungsstätte am [[Passeggen]] bei Tamsweg, wo der Scharfrichter mit dem Richtschwert wartete. Die üblichen Todesstrafen waren das Hängen, Zauberer und Hexen wurden nach der Hinrichtung meist verbrannt. | + | Viele unschuldige Angeklagte mussten auf Moosham die Folter ertragen. Der Grund für die Anklage war unter [[Max Gandolf von Kuenburg|Max Gandolf Kuenburg]] meist Hexerei, Schadenzauber oder Teufelsbündnis. Gestanden die Angeklagten nicht, wurden sie grausam gefoltert. War ihnen erst ein Geständnis abgepresst und überlebten sie die Tortur, dann rollte der Schinderkarren zur Hinrichtungsstätte am [[Passeggen]] bei [[Tamsweg]], wo der Scharfrichter mit dem Richtschwert wartete. Die üblichen Todesstrafen waren das Hängen, Zauberer und Hexen wurden nach der Hinrichtung meist verbrannt. |
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| − | Zwischen [[1715]] und [[1717]] rissen Wölfe im Mooshamer Gerichtsbezirk auf den Weiden und in den Wäldern angeblich ungewöhnlich viel [[Wild]] und Vieh. Es gab zahlreiche Versuche, diese Wölfe zu jagen, doch sie waren alle ohne Ergebnis. Da geschah folgendes: Zwei jugendliche [[Bettler]], die im Verlies zu Moosham waren, gestanden unter der Folter, dass sie vom Teufel eine schwarze Salbe erhalten hätten, mit der sie sich beschmiert hätten und zu Werwölfen geworden waren. Das Urteil: Lebenslanger Dienst auf venezianischen Galeeren, ein sicherer aber jedoch sehr langsamer Tod. | + | Zwischen [[1715]] und [[1717]] rissen [[Wolf|Wölfe]] im Mooshamer Gerichtsbezirk auf den Weiden und in den Wäldern angeblich ungewöhnlich viel [[Wild]] und Vieh. Es gab zahlreiche Versuche, diese Wölfe zu jagen, doch sie waren alle ohne Ergebnis. Da geschah folgendes: Zwei jugendliche [[Bettler]], die im Verlies zu Moosham waren, gestanden unter der Folter, dass sie vom Teufel eine schwarze Salbe erhalten hätten, mit der sie sich beschmiert hätten und zu Werwölfen geworden waren. Das Urteil: Lebenslanger Dienst auf venezianischen Galeeren, ein sicherer aber jedoch sehr langsamer Tod. |
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| | ===Kurioses=== | | ===Kurioses=== |
| − | Besucher und auch Mitglieder der Eigentümerfamilie Wilczek behaupten, dass ab und zu nur esoterisch erklärbare seltsame bzw. gespenstische Dinge auf der Burg geschehen würden. (Schlossgespenster gehören aber auch hier vielleicht zum Geschäftsmodell.) Die Burgbesitzer wohnen aber selbst nicht im Schloss, sondern im Maierhof neben dem Schlosses. | + | Besucher und auch Mitglieder der Eigentümerfamilie Wilczek behaupten, dass ab und zu nur esoterisch erklärbare seltsame bzw. gespenstische Dinge auf der Burg geschehen würden. Die Burgbesitzer wohnen aber selbst nicht im Schloss, sondern im [[Maierhof]] neben dem Schloss. |
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| | == Handlungs- und Drehort für Hörspiele und Filme == | | == Handlungs- und Drehort für Hörspiele und Filme == |