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| | Nach seinem Studium an der Technischen Hochschule in Wien war er von [[1914]] bis [[1945]] im Dienst der [[Salzburger Landesregierung]] tätig. Daneben beschäftigte er sich aber intensiv mit [[Landesarchäologe|Archäologie]], die er von [[1909]] bis zu seinem Tode betrieb. Weiters brachte er zahlreiche Publikationen zu Bereichen der Ur- und Frühgeschichte heraus. | | Nach seinem Studium an der Technischen Hochschule in Wien war er von [[1914]] bis [[1945]] im Dienst der [[Salzburger Landesregierung]] tätig. Daneben beschäftigte er sich aber intensiv mit [[Landesarchäologe|Archäologie]], die er von [[1909]] bis zu seinem Tode betrieb. Weiters brachte er zahlreiche Publikationen zu Bereichen der Ur- und Frühgeschichte heraus. |
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| − | Seine Forschungen, immer in engster Zusammenarbeit mit seiner aus [[Bad Reichenhall]] stammenden Frau Lina, geborene Hamberger, waren auch grundlegend für die Urgeschichte des [[Dürrnberg]]es. Er dissertierte im Jahr [[1926]] an der Universität in Wien über „Neue Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte des Dürrnberges bei Hallein“.<ref>[[Ernst Penninger|Penninger, Ernst]]: ''Die Straßennamen der Stadt Hallein'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde|Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK)]] 110/111, 1970/71, S. 348 f.</ref>
| + | Er dissertierte im Jahr [[1926]] an der Universität in Wien über „Neue Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte des Dürrnberges bei Hallein“.<ref>[[Ernst Penninger|Penninger, Ernst]]: ''Die Straßennamen der Stadt Hallein'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde|Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK)]] 110/111, 1970/71, S. 348 f.</ref> |
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| − | Martin Hell war Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Vereinigungen. Von 1914 bis 1918 war er auch Obmann des [[Landesverein für Höhlenkunde in Salzburg|Landesvereins für Höhlenkunde in Salzburg]].<ref>Artikel [[Landesverein für Höhlenkunde in Salzburg]] und dortige Quelle (Morocutti).</ref> Er war Mitglied des Antisemitenbundes, ab [[1933]] bei der [[Vaterländische Front|Vaterländischen Front]]. Aufgrund seiner Nähe zum [[Nationalsozialismus]] wurde er [[1945]] aus dem öffentlichen Dienst entlassen.<ref>[https://www.uibk.ac.at/universitaet/profil/geschichte/ehrungen-biografien/die-geehrten-der-universitaet-innsbruck-von-1938-bis-1945.html#hell Homepage der Universität Innsbruck] (abgerufen am 10. Juli 2020)</ref>
| + | Seine Forschungen, immer in engster Zusammenarbeit mit seiner aus [[Bad Reichenhall]] stammenden Frau Lina, geborene Hamberger, waren auch grundlegend für die Urgeschichte des [[Dürrnberg]]es. |
| | + | Seine Freizeit widmete er gemeinsam mit seiner Frau Lina unermüdlich der geologischen und paläontologischen Erforschung des Bundeslandes Salzburg. Als Nachfolger von Eberhard Fugger übernahm er 1919 die Leitung der Mineralogisch-paläontologischen Abteilung des Städtischen Museums. Gemeinsam mit Weggefährten gründete er die Sektion Salzburg des Vereins für Höhlenkunde und leitete den Verein von 1914 bis 1919. Martin Hell konnte rund 100 prähistorischen Siedlungen sowie 40 frühgeschichtliche Gräberfelder entdecken, darunter die Siedlungen vom Falkenstein bei Krimml, des Klinglberg und des Brandstattbühels bei Schwarzach, die Siedlung auf dem Rabenstein bei Golling sowie die Siedlung auf dem Hellbrunner Berg. Er hat die ersten wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Dürrnberg durchgeführt und erkannte als erster dessen herausragende Bedeutung. Während seiner fast 70 Jahre dauernden Forschungsarbeit konnte Martin Hell eine fast unvorstellbar große Fülle von archäologischer Funde sammeln. |
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| − | Seine letzte Ruhestätte fand Martin Hell auf dem [[Friedhof von St. Peter]]. | + | Von 1914 bis 1918 war er auch Obmann des [[Landesverein für Höhlenkunde in Salzburg|Landesvereins für Höhlenkunde in Salzburg]].<ref>Artikel [[Landesverein für Höhlenkunde in Salzburg]] und dortige Quelle (Morocutti).</ref> Er war Mitglied in vielen wissenschaftlichen Vereinigungen, aber auch Mitglied im Antisemitenbund und ab [[1933]] bei der [[Vaterländische Front|Vaterländischen Front]], der austrofaschistischen Monopol-Organisation. Aufgrund seiner Nähe zum [[Nationalsozialismus]] wurde er [[1945]], schon 60 Jahre alt aus dem öffentlichen Dienst entlassen.<ref>[https://www.uibk.ac.at/universitaet/profil/geschichte/ehrungen-biografien/die-geehrten-der-universitaet-innsbruck-von-1938-bis-1945.html#hell Homepage der Universität Innsbruck] (abgerufen am 10. Juli 2020)</ref> Wenig später erhielt Hell aber wieder zahlreiche Ehrungen für sein außerordentliches Lebenswerk, so 1953 von der Universität München den Ehrendoktor, und im gleichen Jahr durch Bundespräsident Theodor Körner den Titel "Professor", sowie 1955 das Ehrendoktorat der Universität Wien. Von der Stadt Salzburg erhielt er den Paracelsusring, die Bayerische Akademie der Wissenschaften verehrte ihm die Medaille bene merenti in Silber. |
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| | + | Seine letzte Ruhestätte fand Martin Hell auf dem [[Friedhof von St. Peter]]. |
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| | == Ehrungen == | | == Ehrungen == |