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| | Artefakte aus der [[Bronzezeit]], der Hügelgräber Kultur 1 200 v. Chr., Tonscherben vom Meislknogel, der [[Hallstattzeit]] 800 v. Chr. verdanken wir auch H. Adler. Geräte aus der Zeit der [[Kelten]] und [[Römer]] mit dem Fundort Unken fehlen noch. Im [[Saalfeldener Becken]] siedelten nachweislich die [[Kelten]] und im [[Loferer Becken]] konnte wieder Adler römische Gefäße aus ''Terra Sigillata'' finden. | | Artefakte aus der [[Bronzezeit]], der Hügelgräber Kultur 1 200 v. Chr., Tonscherben vom Meislknogel, der [[Hallstattzeit]] 800 v. Chr. verdanken wir auch H. Adler. Geräte aus der Zeit der [[Kelten]] und [[Römer]] mit dem Fundort Unken fehlen noch. Im [[Saalfeldener Becken]] siedelten nachweislich die [[Kelten]] und im [[Loferer Becken]] konnte wieder Adler römische Gefäße aus ''Terra Sigillata'' finden. |
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| − | ==Mittelalter== | + | == Mittelalter == |
| | Um 800 n. Chr. steht in den [[Salzburger Güterverzeichnis]] des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerstifts St. Peter]], dass die St. Petrischen Wälder im [[Saalachtal]] die [[Saline Reichenhall|Salinen in Reichenhall]] mit Holz versorgen. Die Wälder sind verlackt (Einkerbungen in Baumstämmen) und durch Wege erschlossen. Die Verbindung Sudhäuser in Reichenhall und Holzschläge im Saalachtal besteht schon im [[7. Jahrhundert]] <ref>siehe auch [[Salinenkonvention]]</ref>. Damals riefen die Agilolfinger, als Fürsten der [[Bajuwaren]], Bischof [[Rupert von Worms]] ins Land. In von ihm gegründeten Kloster St. Peter waren mit den eingewanderten [[Bajuwaren]] auch Romanen, Konventsbrüder. | | Um 800 n. Chr. steht in den [[Salzburger Güterverzeichnis]] des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerstifts St. Peter]], dass die St. Petrischen Wälder im [[Saalachtal]] die [[Saline Reichenhall|Salinen in Reichenhall]] mit Holz versorgen. Die Wälder sind verlackt (Einkerbungen in Baumstämmen) und durch Wege erschlossen. Die Verbindung Sudhäuser in Reichenhall und Holzschläge im Saalachtal besteht schon im [[7. Jahrhundert]] <ref>siehe auch [[Salinenkonvention]]</ref>. Damals riefen die Agilolfinger, als Fürsten der [[Bajuwaren]], Bischof [[Rupert von Worms]] ins Land. In von ihm gegründeten Kloster St. Peter waren mit den eingewanderten [[Bajuwaren]] auch Romanen, Konventsbrüder. |
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| − | ===Erste urkundliche Erwähnung Unkens=== | + | === Erste urkundliche Erwähnung Unkens === |
| − | [[979]] sind zwei Höfe "''in ruite''" (in [[Reith]]) genannt. [[1137]] beschenkt [[Erzbischof]] [[Konrad I. von Abenberg]] das [[Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg]] mit einem Sudhaus in [[Bad Reichenhall|Reichenhall]] und sechs Waldhöfen in ''Unchen'' (Unken). Erste urkundliche Nennung Unkens! [[1156]] das Gut Pfannstatt, wo eine Salzquelle, genannt. [[1228]] wird die Grafschaft Pinzgau ein Lehen des [[Fürsterzbistum Salzburg|Fürsterzbistums Salzburg]]. [[1234]] einigt sich Erzbischof [[Eberhard II. von Regensberg]] mit Ludwig I. der Bayer als Lehensträger der Grafschaft Reichenhall, von Salzburg anerkannt, über die Holzbezugsrechte im Saalachtal. Mehrere Sudhäuser sind noch im Salzburgischen Besitz. | + | [[979]] sind zwei Höfe "''in ruite''" (in [[Reit (Unken)|Reit]]) genannt. [[1137]] beschenkt [[Erzbischof]] [[Konrad I. von Abenberg]] das [[Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg]] mit einem Sudhaus in [[Bad Reichenhall|Reichenhall]] und sechs Waldhöfen in ''Unchen'' (Unken). Erste urkundliche Nennung Unkens! [[1156]] das Gut Pfannstatt, wo eine Salzquelle, genannt. [[1228]] wird die Grafschaft Pinzgau ein Lehen des [[Fürsterzbistum Salzburg|Fürsterzbistums Salzburg]]. [[1234]] einigt sich Erzbischof [[Eberhard II. von Regensberg]] mit Ludwig I. der Bayer als Lehensträger der Grafschaft Reichenhall, von Salzburg anerkannt, über die Holzbezugsrechte im Saalachtal. Mehrere Sudhäuser sind noch im Salzburgischen Besitz. |
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| | [[1285]] werden vom Erzbischof [[Rudolf I. von Hohenegg]]und dem Baiernherzog Heinrich XIII. die Rechte an Holz im Saalachtal erneut festgehalten. Ende des [[13. Jahrhundert]]s sind die Bayernherzöge alleinige Besitzer der Sudrechte in Reichenhall. 70 Pfannen sind im Betrieb, mit Holz aus eigenen Schwarzwäldern im Saalachtal versorgt. | | [[1285]] werden vom Erzbischof [[Rudolf I. von Hohenegg]]und dem Baiernherzog Heinrich XIII. die Rechte an Holz im Saalachtal erneut festgehalten. Ende des [[13. Jahrhundert]]s sind die Bayernherzöge alleinige Besitzer der Sudrechte in Reichenhall. 70 Pfannen sind im Betrieb, mit Holz aus eigenen Schwarzwäldern im Saalachtal versorgt. |
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| | Nach der Quellenlage und der Lage der Gehöfte und der Flur schließt A. Klaar, dass im [[9. Jahrhundert]] im mittleren Saalachtal die große Rodungstätigkeit, ohne Eigenmächtigkeit der Siedler, einsetzt und im [[10. Jahrhundert|10.]] und [[11. Jahrhundert]], im Hochmittelalter, die Rodungen der Wälder und die Besiedlung der Talschaften ihren Höhepunkt erreicht. Im Raum Unken entwickelt sich nach A. Klaar eine planmäßige Siedlungslandschaft, ein geordnetes Siedlungssystem mit Weilern, Rotten und Einzelhöfen bzw. Einödhöfen, gleicher Hof- und Flurgrößen einer grundherrschaftlicher Kolonisation. | | Nach der Quellenlage und der Lage der Gehöfte und der Flur schließt A. Klaar, dass im [[9. Jahrhundert]] im mittleren Saalachtal die große Rodungstätigkeit, ohne Eigenmächtigkeit der Siedler, einsetzt und im [[10. Jahrhundert|10.]] und [[11. Jahrhundert]], im Hochmittelalter, die Rodungen der Wälder und die Besiedlung der Talschaften ihren Höhepunkt erreicht. Im Raum Unken entwickelt sich nach A. Klaar eine planmäßige Siedlungslandschaft, ein geordnetes Siedlungssystem mit Weilern, Rotten und Einzelhöfen bzw. Einödhöfen, gleicher Hof- und Flurgrößen einer grundherrschaftlicher Kolonisation. |
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| − | Ein Blick auf die österreichische Karte 1:25 000, Aufnahme 1950, Bl. 92/1, 92/2, 92/3, 92/4 und die Katastermappen von Unken, Göll und Reith, Erstvermessung [[1830]], erschließt die Siedlungsräume:<br> | + | Ein Blick auf die österreichische Karte 1:25 000, Aufnahme 1950, Bl. 92/1, 92/2, 92/3, 92/4 und die Katastermappen von Unken, Göll und Reit, Erstvermessung [[1830]], erschließt die Siedlungsräume:<br> |
| | *A) unterster [[Gsenghang]] (mit den Einzelhöfen Reitbauer, Ennsmann, Lummer (?), Schilcher und Pichler)<br> | | *A) unterster [[Gsenghang]] (mit den Einzelhöfen Reitbauer, Ennsmann, Lummer (?), Schilcher und Pichler)<br> |
| | *B) der große Schwemmkegel des [[Unkenbach]]s und die oberen Saalachterrasse (mit den Einzelhöfen Lohweber, Seidl (Kirchenwirt), Egger, Hölzl, Flatscher, Kaltenbachgut und dem Weiler Percht, Kalchofen, Fritz, Schrempf; dem Einzelhof Seiler (Oberrain), der [[Rotte (Siedlung)|Rotte]] Aschl, Falterbauer, Unterhager, Heistl und Fuchs),<br> | | *B) der große Schwemmkegel des [[Unkenbach]]s und die oberen Saalachterrasse (mit den Einzelhöfen Lohweber, Seidl (Kirchenwirt), Egger, Hölzl, Flatscher, Kaltenbachgut und dem Weiler Percht, Kalchofen, Fritz, Schrempf; dem Einzelhof Seiler (Oberrain), der [[Rotte (Siedlung)|Rotte]] Aschl, Falterbauer, Unterhager, Heistl und Fuchs),<br> |
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| | *E) die steilen Hänge vom [[Sonnberg]] bzw. Vordergföll (mit den Einzelhöfen Kreuzer, Brandner, Beibl, Ebmader, Kühler, Brandl, Angerer, dem Einödhof Bauregger, den Einzelhöfen Lutz und Neuhäus,sowie den Einödhofen Herbst, Schneiderbauer und Angerer und von Hintergföll Einzel- bzw. Einödhöfen Rieger, Geistler, Wimmer, Leitinger, Scheiber, Schmiederer, Hinteregger, Moar und Hochegger),<br> | | *E) die steilen Hänge vom [[Sonnberg]] bzw. Vordergföll (mit den Einzelhöfen Kreuzer, Brandner, Beibl, Ebmader, Kühler, Brandl, Angerer, dem Einödhof Bauregger, den Einzelhöfen Lutz und Neuhäus,sowie den Einödhofen Herbst, Schneiderbauer und Angerer und von Hintergföll Einzel- bzw. Einödhöfen Rieger, Geistler, Wimmer, Leitinger, Scheiber, Schmiederer, Hinteregger, Moar und Hochegger),<br> |
| | *F) die untere Flussterrasse und die Talniederung der [[Saalach]], rechts der Saalach (mit Einödhöfe Kößler und Schwaiger; links der Saalach,die Rotte Mittertaverne (heute Küll), Neuhauser, Post, Harmbauer, Lackner und Eder,) <br> | | *F) die untere Flussterrasse und die Talniederung der [[Saalach]], rechts der Saalach (mit Einödhöfe Kößler und Schwaiger; links der Saalach,die Rotte Mittertaverne (heute Küll), Neuhauser, Post, Harmbauer, Lackner und Eder,) <br> |
| − | *G) Reith Saalsachniederung (mit Einzelhöfe, Wieser und Dietz),<br> | + | *G) Reit Saalsachniederung (mit Einzelhöfe, Wieser und Dietz),<br> |
| | *H) obere Flussterrasse mit Weiler Reitermüller, Berger, Ulinger, Asinger, Stefflinger und Weber, <br> | | *H) obere Flussterrasse mit Weiler Reitermüller, Berger, Ulinger, Asinger, Stefflinger und Weber, <br> |
| | *I) Innersbach und Schoberbachschwemmkegl mit Rotte Heistl, Pichler, Hochmoar und Sichler | | *I) Innersbach und Schoberbachschwemmkegl mit Rotte Heistl, Pichler, Hochmoar und Sichler |
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| | Die Landnahme dürfte im Hochmittelalter großteils zum Abschluss gekommen sein. Siedlungen im Spätmittelalter sind jedoch nicht auszuschließen, gleich die Teilungen von [[Halber Bauernhof|Huben]] oder Halbhuben. | | Die Landnahme dürfte im Hochmittelalter großteils zum Abschluss gekommen sein. Siedlungen im Spätmittelalter sind jedoch nicht auszuschließen, gleich die Teilungen von [[Halber Bauernhof|Huben]] oder Halbhuben. |
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| − | Die sechs Siedlungsräume in Unken-Reith mit den rund siebzig Gütern bilden im [[14. Jahrhundert]] die Kreuztracht Unken ([[1353]] Kirche St. Jakob), bzw. die Zechen [[Boden]], [[Niederland]], Unkenberg und [[Gföll]], heute die Ortschaften Unken, Niederland, Unkenberg und Gföll. | + | Die sechs Siedlungsräume in Unken-Reit mit den rund siebzig Gütern bilden im [[14. Jahrhundert]] die Kreuztracht Unken ([[1353]] Kirche St. Jakob), bzw. die Zechen [[Boden]], Niederland, Unkenberg und Gföll, heute die Ortschaften Unken, [[Niederland (Unken)|Niederland]], [[Unkenberg (Unken)|Unkenberg]] und [[Gföll (Unken)|Gföll]]. |
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| − | Durch die Talenge [[Kniepass]] ([[1350]] ''chniepoz'') getrennt, liegt südlich davon die Siedlung Reith ([[979]] ''in ruite''). Auf der Schwemmkegelebene des [[Innersbach]]es dürften der Weiler Berger, Uhlinger, Asinger, Stefflinger, Weber, Reitermüller und die Rotte Moar, Pichler und Hofmoar das älteste Siedlungsgebiet sein. Darüber in Hanglage stehen die Einzelhöfe Foischinger, Walcher und der Einödhof Hochreit und in der [[Hochwasser]] gefährteten Saalachniederung die Einzelhöfe Wieser und Dietz. | + | Durch die Talenge [[Kniepass]] ([[1350]] ''chniepoz'') getrennt, liegt südlich davon die Siedlung Reit ([[979]] ''in ruite''). Auf der Schwemmkegelebene des [[Innersbach]]es dürften der Weiler Berger, Uhlinger, Asinger, Stefflinger, Weber, Reitermüller und die Rotte Moar, Pichler und Hofmoar das älteste Siedlungsgebiet sein. Darüber in Hanglage stehen die Einzelhöfe Foischinger, Walcher und der Einödhof Hochreit und in der [[Hochwasser]] gefährteten Saalachniederung die Einzelhöfe Wieser und Dietz. |
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| | Die Erschließung des [[Heutal]]s und Nutzung von [[Alm]]en, ob Einzel- und Gemeinschaftsalmen bzw. Mais- und Freialmen bleibt offen. ([[1405]] verbriefte Almrechte der Zeche Gföll). Gegen dreißig Güter, Gütl und Söllhäusler entstehen in der Jahrhunderten der Neuzeit, vor allem in [[16. Jahrhundert|16.]] und [[17. Jahrhundert]]. | | Die Erschließung des [[Heutal]]s und Nutzung von [[Alm]]en, ob Einzel- und Gemeinschaftsalmen bzw. Mais- und Freialmen bleibt offen. ([[1405]] verbriefte Almrechte der Zeche Gföll). Gegen dreißig Güter, Gütl und Söllhäusler entstehen in der Jahrhunderten der Neuzeit, vor allem in [[16. Jahrhundert|16.]] und [[17. Jahrhundert]]. |
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| − | Im [[11. Jahrhundert]] ist das Erzstift (Hofurbar) alleiniger Grundherr. [[1137]] wird das [[Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg]] ([[Innviertel]]) mit sechs Güter in ''Unchen'' (erste urkundliche Nennung Unkens), und in den folgenden Jahrzehnten das Stift St. Peter (''1156'' Pfannstatt wo [[Salz]] gefunden wurde) in Unken und Reith mit neun, die Augustiner Chorherrn Stifte [[Augustinerchorherrenstift St. Zeno|San Zeno]] in Reichenhall mit fünf, [[Kloster Höglwörth]] mit sieben, [[Berchtesgaden]] mit sieben, die Stiftung [[Lodron]]<nowiki>kollegialität</nowiki> mit drei und das herzogliche Urbar ebenfalls mit drei Hofstätten von den Erzbischöfen belehnt. Die rd. siebzig Güter sind im Spätmittelalter Eigentum von sieben Grundherrschaften. | + | Im [[11. Jahrhundert]] ist das Erzstift (Hofurbar) alleiniger Grundherr. [[1137]] wird das [[Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg]] ([[Innviertel]]) mit sechs Güter in ''Unchen'' (erste urkundliche Nennung Unkens), und in den folgenden Jahrzehnten das Stift St. Peter (''1156'' Pfannstatt wo [[Salz]] gefunden wurde) in Unken und Reit mit neun, die Augustiner Chorherrn Stifte [[Augustinerchorherrenstift St. Zeno|San Zeno]] in Reichenhall mit fünf, [[Kloster Höglwörth]] mit sieben, [[Berchtesgaden]] mit sieben, die Stiftung [[Lodron]]<nowiki>kollegialität</nowiki> mit drei und das herzogliche Urbar ebenfalls mit drei Hofstätten von den Erzbischöfen belehnt. Die rd. siebzig Güter sind im Spätmittelalter Eigentum von sieben Grundherrschaften. |
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| | Das heutige ländliche Siedlungsgefüge gleicht letztlich dem des Mittelalters. Die Neubauten des [[20. Jahrhundert|20.]] und [[21. Jahrhundert]]s stehen auf den im 11. und 12. Jahrhundert gerodeten Fluren. | | Das heutige ländliche Siedlungsgefüge gleicht letztlich dem des Mittelalters. Die Neubauten des [[20. Jahrhundert|20.]] und [[21. Jahrhundert]]s stehen auf den im 11. und 12. Jahrhundert gerodeten Fluren. |
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| | Die im Früh- und Hochmittelalter gegründeten Klöster sind Stiftungen weltlicher und geistlicher Grundherrn. Dem Konvent der Benediktiner steht der Abt, dem Kollegium der Augustiner-Chorherrn der Propst vor. | | Die im Früh- und Hochmittelalter gegründeten Klöster sind Stiftungen weltlicher und geistlicher Grundherrn. Dem Konvent der Benediktiner steht der Abt, dem Kollegium der Augustiner-Chorherrn der Propst vor. |
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| − | Erzbischof Konrad I. gründet das Augustiner-Chorherrnstift Höglwörth ([[1129]]) und St. Zeno ([[1136]]) Er wandelt mehrere Klöster zu Augustiner-Chorherrnstifte um, dazu zählen in der Erzdiözese das [[Domkloster]] in der [[Stadt Salzburg]], die Stifte Reichersberg (Diözese [[Passau]]), [[Herrenchiemsee]], [[Gurk]], [[Seckau]] u. a.. Das [[Augustiner-Chorherrenstift Berchtesgaden]] entsteht schon [[1102]]. | + | Erzbischof Konrad I. gründet das [[Augustiner-Chorherrnstift Höglwörth]] ([[1129]]) und [[Augustiner Chorherrenstift St. Zeno|St. Zeno]] ([[1136]]) Er wandelt mehrere Klöster zu Augustiner-Chorherrnstifte um, dazu zählen in der Erzdiözese das [[Domkloster]] in der [[Stadt Salzburg]], die Stifte [[Augustiner Chorherrenstift Reichersberg|Reichersberg]] ([[Diözese Passau]]), [[Augustinerchorherrenstift Herrenchiemsee|Herrenchiemsee]], [[Gurk]], [[Seckau]] u. a.. Das [[Augustiner-Chorherrenstift Berchtesgaden]] entsteht schon [[1102]]. |
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| | Die Ordenszugehörigkeit der ältesten Klöster, des Benediktinerstifts St. Peter, der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] und der [[Benediktinerabtei Michaelbeuern]] ändert Erzbischof Konrad I. | | Die Ordenszugehörigkeit der ältesten Klöster, des Benediktinerstifts St. Peter, der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] und der [[Benediktinerabtei Michaelbeuern]] ändert Erzbischof Konrad I. |
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| | Im Waldbuch [[1529]] sind die bayrischen Schwarz- und Hochwälder im Unkental namentlich genannt. Es sind dies die Wälder Großweißbach, Vorder- und Hinterödenbach, Zwickl, Schwarzbergwald, Fußtal, Hochrudersbach, Brunnbach, Schliefbach, Scheibelberg, Martinsbüchl, Finstertbach und Thürnbacheck. | | Im Waldbuch [[1529]] sind die bayrischen Schwarz- und Hochwälder im Unkental namentlich genannt. Es sind dies die Wälder Großweißbach, Vorder- und Hinterödenbach, Zwickl, Schwarzbergwald, Fußtal, Hochrudersbach, Brunnbach, Schliefbach, Scheibelberg, Martinsbüchl, Finstertbach und Thürnbacheck. |
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| − | ==Neuzeit== | + | == Neuzeit == |
| − | ===16. Jahrhundert=== | + | === 16. Jahrhundert === |
| | Nach einer Abschrift der [[1522]] der Verkaufsurkunde (Original aus Pergament und gesiegelt in Verlust geraten) vom Reichenhaller Salzherrn Adlolf Schweinböck gelangen durch Verkauf drei Güter in Unken das Oberstallergut (Lutz), das Kalchofengut und das Kreppergut (Schmiedrupp) in das Eigentum der Kirche St. Jakob des Apostels Jakob in Unken. Die Kirche St. Jakob ist Besizer der drei Höfe, jedoch nicht deren Wiesen, Felder und Wälder. | | Nach einer Abschrift der [[1522]] der Verkaufsurkunde (Original aus Pergament und gesiegelt in Verlust geraten) vom Reichenhaller Salzherrn Adlolf Schweinböck gelangen durch Verkauf drei Güter in Unken das Oberstallergut (Lutz), das Kalchofengut und das Kreppergut (Schmiedrupp) in das Eigentum der Kirche St. Jakob des Apostels Jakob in Unken. Die Kirche St. Jakob ist Besizer der drei Höfe, jedoch nicht deren Wiesen, Felder und Wälder. |
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| − | Im Vertrag von [[Mühldorf am Inn|Mühldorf]] vom Oktober [[1524]] zwischen dem [[Matthäus Lang|Kardinal Lang]] und dem Herzog von Bayern werden die verlackten Hoch- und Schwarzwälder im Unkental und in Wälder in Reith namentlich festgehalten. [[1812]], Salzburg ist ein Teil des bayerischen [[Salzachkreis]]es, sind diese Wälder erstmals in einer Karte des königlichen Landgerichts Lofer festgehalten. Die erste topographische Karte des Landes wird [[1805]] im [[Mappierzimmer|kurfürstlichen Mappierzimmer]] in der Residenzstadt Salzburg erstellt. | + | Im Vertrag von [[Mühldorf am Inn|Mühldorf]] vom Oktober [[1524]] zwischen dem [[Matthäus Lang|Kardinal Lang]] und dem Herzog von Bayern werden die verlackten Hoch- und Schwarzwälder im Unkental und in Wälder in Reit namentlich festgehalten. [[1812]], Salzburg ist ein Teil des bayerischen [[Salzachkreis]]es, sind diese Wälder erstmals in einer Karte des königlichen Landgerichts Lofer festgehalten. Die erste topographische Karte des Landes wird [[1805]] im [[Mappierzimmer|kurfürstlichen Mappierzimmer]] in der Residenzstadt Salzburg erstellt. |
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| − | ====17. Jahrhundert====
| + | === 17. Jahrhundert === |
| | Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] sichert der Landesherr Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] die Grenzen des Benediktinerstifts auch in Unken. Er baut von [[1643]] bis [[1648]] beim Kniepass eine [[Festung Kniepass|Festungsanlage]] und Jahre zuvor ein Straßentor beim [[Steinpass]]. Die Schweden stoßen nicht über München nach Salzburg bzw. nach Unken vor. | | Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] sichert der Landesherr Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] die Grenzen des Benediktinerstifts auch in Unken. Er baut von [[1643]] bis [[1648]] beim Kniepass eine [[Festung Kniepass|Festungsanlage]] und Jahre zuvor ein Straßentor beim [[Steinpass]]. Die Schweden stoßen nicht über München nach Salzburg bzw. nach Unken vor. |
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| − | ===18. Jahrhundert=== | + | === 18. Jahrhundert === |
| | In der ersten Hälfte des Jahrhunderts wird St. Jakob ein Vikariat des Stifts St. Zeno. Um [[1740]] erhält St. Jakob für die Geistlichen im Kirschgraben ein Priesterhaus und ein Kaplanstöckel (Unken 1, Grießer und Unken 2, Ortner). Ende der [[1750er]] Jahre brennt mit dem Seidlgut (Niederland 3, Kirchenwirt) die Kirche St. Jakob zu Gänze ab. In wenigen Jahren wird das neue Gotteshaus westlich dem erhalten gebliebenen Kirchenturm angefügt. Die Einweihung vollzieht im Jahr [[1760]] [[Fürsterzbischof]] [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach]]. Mit der [[barock]]en Turmhaube, dem neuem Geläut mit den drei Altären und der im [[Rokoko]]stil angefertigten Verzierungen des Deckengewölbes zählt noch heute dieser Sakralbau zu den schönsten im Land Salzburg. | | In der ersten Hälfte des Jahrhunderts wird St. Jakob ein Vikariat des Stifts St. Zeno. Um [[1740]] erhält St. Jakob für die Geistlichen im Kirschgraben ein Priesterhaus und ein Kaplanstöckel (Unken 1, Grießer und Unken 2, Ortner). Ende der [[1750er]] Jahre brennt mit dem Seidlgut (Niederland 3, Kirchenwirt) die Kirche St. Jakob zu Gänze ab. In wenigen Jahren wird das neue Gotteshaus westlich dem erhalten gebliebenen Kirchenturm angefügt. Die Einweihung vollzieht im Jahr [[1760]] [[Fürsterzbischof]] [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach]]. Mit der [[barock]]en Turmhaube, dem neuem Geläut mit den drei Altären und der im [[Rokoko]]stil angefertigten Verzierungen des Deckengewölbes zählt noch heute dieser Sakralbau zu den schönsten im Land Salzburg. |
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| − | ===19. Jahrhundert=== | + | === 19. Jahrhundert === |
| | Zur Wende vom [[18. Jahrhundert|18.]] zum [[19. Jahrhundert]] wird die Schönheit der | | Zur Wende vom [[18. Jahrhundert|18.]] zum [[19. Jahrhundert]] wird die Schönheit der |
| | Natur entdeckt. In Salzburg durchwandern und beschreiben Persönlichkeit wie [[Franz Michael Vierthaler|Dr. Franz Michael Vierthaler]], [[Friedrich Graf Spaur]], [[Salzburger Domkapitel]], [[Domherr]] zu Salzburg, das Land. Vierthaler schildert [[1816]] seinen Aufstieg auf das [[Sonntagshorn]], die prachtvolle Aussicht von dort zum 'Bayerischen Meer'(Chiemsee). Er beschreibt das Almdorf Hochalm mit seinen dreißig Kasern, und nicht das erste Mal den [[Staubachfall]] im Heutal. Die Heilkraft des Wassers beim ''Schütterbad'' ist bekannt. Die [[Schwarzbergklamm]] ist seit [[1776]] (?) begehbar (siehe unten). | | Natur entdeckt. In Salzburg durchwandern und beschreiben Persönlichkeit wie [[Franz Michael Vierthaler|Dr. Franz Michael Vierthaler]], [[Friedrich Graf Spaur]], [[Salzburger Domkapitel]], [[Domherr]] zu Salzburg, das Land. Vierthaler schildert [[1816]] seinen Aufstieg auf das [[Sonntagshorn]], die prachtvolle Aussicht von dort zum 'Bayerischen Meer'(Chiemsee). Er beschreibt das Almdorf Hochalm mit seinen dreißig Kasern, und nicht das erste Mal den [[Staubachfall]] im Heutal. Die Heilkraft des Wassers beim ''Schütterbad'' ist bekannt. Die [[Schwarzbergklamm]] ist seit [[1776]] (?) begehbar (siehe unten). |
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| | [[1803]] wird das Erzstift Salzburg das [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürstentum Salzburg]], [[1806]] das [[Herzogtum Salzburg]] des jungen Kaisertums Österreich. [[1810]] ist Salzburg ein Teil des [[Salzachkreis]]es des Königreichs Bayern. Im [[Pflegegericht]] Lofer, nun königl. bayr. Landkreis Lofer, wird das Vikariat Unken [[1812]] ein eigene Pfarre. Für die Seelsorge sorgen weiter die Augustiner Chorherren, wenngleich das Stift St. Zeno seit 1803 aufgelöst ist. [[1816]] wird Salzburg als Salzburgkreis dem Erzherzogtum Ob der Enns angegliedert. An diese Jahre erinnert die Grabstätte des Freiherrn Skrbensky im Ortsfriedhof. | | [[1803]] wird das Erzstift Salzburg das [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürstentum Salzburg]], [[1806]] das [[Herzogtum Salzburg]] des jungen Kaisertums Österreich. [[1810]] ist Salzburg ein Teil des [[Salzachkreis]]es des Königreichs Bayern. Im [[Pflegegericht]] Lofer, nun königl. bayr. Landkreis Lofer, wird das Vikariat Unken [[1812]] ein eigene Pfarre. Für die Seelsorge sorgen weiter die Augustiner Chorherren, wenngleich das Stift St. Zeno seit 1803 aufgelöst ist. [[1816]] wird Salzburg als Salzburgkreis dem Erzherzogtum Ob der Enns angegliedert. An diese Jahre erinnert die Grabstätte des Freiherrn Skrbensky im Ortsfriedhof. |
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| − | Die Wälder im Unkental und Reith sind nicht mehr in bayerischem Besitz. Nahezu zwei Jahrzehnte wird kein Holz nach Reichenhall getriftet. Bayern will nachhaltig wieder in den Besitz der Wälder gelangen. [[1821]] wird der Tausch der Zechen Gföll, Unkenberg, Boden und Niederland gegen Gebiete westlich vom [[Untersberg]] angestrebt. Letztlich kommt es [[1829]] zum Abschluss der [[Salinenkonvention]]. 18 000 ha Wald im Saalachtal auf k.u.k. österreichischem Gebiet gelangen in das Eigentum des Königreichs Bayern. | + | Die Wälder im Unkental und Reit sind nicht mehr in bayerischem Besitz. Nahezu zwei Jahrzehnte wird kein Holz nach Reichenhall getriftet. Bayern will nachhaltig wieder in den Besitz der Wälder gelangen. [[1821]] wird der Tausch der Zechen Gföll, Unkenberg, Boden und Niederland gegen Gebiete westlich vom [[Untersberg]] angestrebt. Letztlich kommt es [[1829]] zum Abschluss der [[Salinenkonvention]]. 18 000 ha Wald im Saalachtal auf k.u.k. österreichischem Gebiet gelangen in das Eigentum des Königreichs Bayern. |
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| − | Im Revolutionsjahr [[1848]] wird Salzburg als Herzogtum ein eigenes [[Kaiserliches Kronland (Überblick)|Kronland]]. Die Zechen Boden, Niederland, Unkenberg, Gföll und Reith werden zur Ortsgemeinde Unken zusammengefasst, die [[1861]] die Gemeindeautonomie erhält. Schon zuvor, [[1830]] bilden Zechen die Katastralgemeinden Unken, Gföll und Reith. Mit dem Staatsgrundgesetz [[1867]] findet die Verwaltungsreform ihren Abschluss. Verwaltungseinheiten sind: die Ortsteile (früher Zechen), die Katastralgemeinden, die Ortsgemeinde (zum Teil mit Autonomie), der Gerichtsbezirk ([[Saalfelden]]), der polit. Bezirk ([[Zell am See]]) und das Kronland Salzburg (mit z. T. eigener Gesetzgebung (heute [[Landtag]]) und eigener Verwaltung (heute [[Landesregierung]]). Das [[Pflegegericht]] (Lofer)und die Zechen (s. o.) waren Verwaltungseinheiten des Benediktinerstifts Salzburg und kurzzeitig des Kronlandes Salzburg. | + | Im Revolutionsjahr [[1848]] wird Salzburg als Herzogtum ein eigenes [[Kaiserliches Kronland (Überblick)|Kronland]]. Die Zechen Boden, Niederland, Unkenberg, Gföll und Reit werden zur Ortsgemeinde Unken zusammengefasst, die [[1861]] die Gemeindeautonomie erhält. Schon zuvor, [[1830]] bilden Zechen die Katastralgemeinden Unken, Gföll und Reit. Mit dem Staatsgrundgesetz [[1867]] findet die Verwaltungsreform ihren Abschluss. Verwaltungseinheiten sind: die Ortsteile (früher Zechen), die Katastralgemeinden, die Ortsgemeinde (zum Teil mit Autonomie), der Gerichtsbezirk ([[Saalfelden]]), der polit. Bezirk ([[Zell am See]]) und das Kronland Salzburg (mit z. T. eigener Gesetzgebung (heute [[Landtag]]) und eigener Verwaltung (heute [[Landesregierung]]). Das [[Pflegegericht]] (Lofer)und die Zechen (s. o.) waren Verwaltungseinheiten des Benediktinerstifts Salzburg und kurzzeitig des Kronlandes Salzburg. |
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| − | ===Der Regenschirm der Kaiserin=== | + | ==== Der Regenschirm der Kaiserin ==== |
| | Im März [[1848]] flieht ein Teil der kaiserlichen Familie zum Hof nach Innsbruck. Bei der frühen Rückfahrt im Mai d. J. beginnt es in Unken, nahe Salzburg, zu regnen. Maria Anna Caroline von Sardinien - Piemont, die Gemahlin Kaisers Ferdinand (Onkel [[Franz Joseph I.]]), erbittet sich beim Gasthof Post einen Regenschirm. Gleich nach ihrer Ankunft in Wien geht von dort eine Eilpost nach Unken. Ein rubinroter Glaspokal steht heute wohl verwahrt im Safe des Familien Erlebnis Hotel Post. | | Im März [[1848]] flieht ein Teil der kaiserlichen Familie zum Hof nach Innsbruck. Bei der frühen Rückfahrt im Mai d. J. beginnt es in Unken, nahe Salzburg, zu regnen. Maria Anna Caroline von Sardinien - Piemont, die Gemahlin Kaisers Ferdinand (Onkel [[Franz Joseph I.]]), erbittet sich beim Gasthof Post einen Regenschirm. Gleich nach ihrer Ankunft in Wien geht von dort eine Eilpost nach Unken. Ein rubinroter Glaspokal steht heute wohl verwahrt im Safe des Familien Erlebnis Hotel Post. |
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| | In den [[1870er]] Jahren wird von der Gemeinde ein eigenes Schulhaus mit vier Klassen auf dem Standort von heute gebaut. (Reichsvolksschulgesetz [[1869]]) | | In den [[1870er]] Jahren wird von der Gemeinde ein eigenes Schulhaus mit vier Klassen auf dem Standort von heute gebaut. (Reichsvolksschulgesetz [[1869]]) |
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| − | ===Bad Unken=== | + | ==== Bad Unken ==== |
| | [[1873]] wird [[Unken]] zum [[Kurort]] erhoben. [[1907]] verliert Unken das Prädikat "Heilklimatische Curort" | | [[1873]] wird [[Unken]] zum [[Kurort]] erhoben. [[1907]] verliert Unken das Prädikat "Heilklimatische Curort" |
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| | Im Gästebuch vom Gasthof Post sind eingetragen: König Maximilian von Bayern (1858), Oberstleutnant Graf Papenheim, Hofprediger Stöcker aus Berlin, weiters Gäste aus Leipzig und Dresden. In den zwei Jahrhunderten zuvor besucht vornehmlich die Landbevölkerung des Mitterpinzgaus das Schütterbad. | | Im Gästebuch vom Gasthof Post sind eingetragen: König Maximilian von Bayern (1858), Oberstleutnant Graf Papenheim, Hofprediger Stöcker aus Berlin, weiters Gäste aus Leipzig und Dresden. In den zwei Jahrhunderten zuvor besucht vornehmlich die Landbevölkerung des Mitterpinzgaus das Schütterbad. |
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| − | ==20. Jahrhundert== | + | === 20. Jahrhundert === |
| − | ===Kaiserzeit=== | + | ==== Kaiserzeit ==== |
| | Unken verliert [[1907]] das Prädikat ''Heilklimatischer Curort'' (siehe Bad Unken). In den Jahren von [[1898]] bis 1914 bestimmt ein Eisenbahnvorhaben den Raum. Von Salzburg über Unken und Lofer soll eine Linie nach Saalfelden und eine nach St. Johann in Tirol gebaut werden. | | Unken verliert [[1907]] das Prädikat ''Heilklimatischer Curort'' (siehe Bad Unken). In den Jahren von [[1898]] bis 1914 bestimmt ein Eisenbahnvorhaben den Raum. Von Salzburg über Unken und Lofer soll eine Linie nach Saalfelden und eine nach St. Johann in Tirol gebaut werden. |
| | Nach dem Ersten Weltkrieg wird das Vorhaben nicht mehr verfolgt. | | Nach dem Ersten Weltkrieg wird das Vorhaben nicht mehr verfolgt. |
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| | In Unken kehren vom [[Ersten Weltkrieg]] sechzig Soldaten nicht mehr heim. | | In Unken kehren vom [[Ersten Weltkrieg]] sechzig Soldaten nicht mehr heim. |
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| − | ===Zwischenkriegszeit und Zweiter Weltkrieg=== | + | ==== Zwischenkriegszeit und Zweiter Weltkrieg ==== |
| | Schlimm sind die folgende Jahrzehnte. Viele Bauern, vor allem in Gföll, sind vor dem „Aufhausen“ (Konkurs). Unken wird von der Propaganda der [[NSDAP|Nationalsozialisten]], vor allem aus Bayern, bedrängt. Jenseits der Grenze von Melleck schallen aus Lautsprechern Hitlerparolen und Marschmusik. Viele, auch Frauen, sind als "Illegale" aktiv. Familien sind gespalten in Schwarz und Braun wie die des Verfassers. Bei der Volksabstimmung im April [[1938]] stimmen 99.9 % für den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich. [[Adolf Hitler]] wird Ehrenbürger von Unken (beschlossen bereits im Frühjahr [[1933]]). | | Schlimm sind die folgende Jahrzehnte. Viele Bauern, vor allem in Gföll, sind vor dem „Aufhausen“ (Konkurs). Unken wird von der Propaganda der [[NSDAP|Nationalsozialisten]], vor allem aus Bayern, bedrängt. Jenseits der Grenze von Melleck schallen aus Lautsprechern Hitlerparolen und Marschmusik. Viele, auch Frauen, sind als "Illegale" aktiv. Familien sind gespalten in Schwarz und Braun wie die des Verfassers. Bei der Volksabstimmung im April [[1938]] stimmen 99.9 % für den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich. [[Adolf Hitler]] wird Ehrenbürger von Unken (beschlossen bereits im Frühjahr [[1933]]). |
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| | Am [[8. Mai]] 1945, 22:00 Uhr, unterzeichnet in Berlin-Karlshorst die Oberste Heeresleitung der Deutschen Wehrmacht bedingungslos die Kapitulation. | | Am [[8. Mai]] 1945, 22:00 Uhr, unterzeichnet in Berlin-Karlshorst die Oberste Heeresleitung der Deutschen Wehrmacht bedingungslos die Kapitulation. |
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| − | ===Nachkriegszeit=== | + | ==== Nachkriegszeit ==== |
| | (keine besonderen Vorkommnisse) | | (keine besonderen Vorkommnisse) |
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