| | Als Fürsterzbischof Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach, ein verständnisvoller Förderer Mozarts, 1771 starb, fand Wolfgang in seinem Nachfolger Hieronymus Graf Colloredo, einem modernen Fürst der Aufklärung, der 1772 Salzburger Fürsterzbischof wurde, keinen so verständnisvollen Fürsten mehr. Es bedeutete dies auch für Salzburg politische und gesellschaftliche Neuerungen. Mozart war gezwungen, wieder ein streng geregeltes Leben zu führen. Dieser Umstand führte zu einem lang andauernden Konflikt mit seinem Dienstherrn. | | Als Fürsterzbischof Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach, ein verständnisvoller Förderer Mozarts, 1771 starb, fand Wolfgang in seinem Nachfolger Hieronymus Graf Colloredo, einem modernen Fürst der Aufklärung, der 1772 Salzburger Fürsterzbischof wurde, keinen so verständnisvollen Fürsten mehr. Es bedeutete dies auch für Salzburg politische und gesellschaftliche Neuerungen. Mozart war gezwungen, wieder ein streng geregeltes Leben zu führen. Dieser Umstand führte zu einem lang andauernden Konflikt mit seinem Dienstherrn. |
| − | Die verzweifelte Suche auf weiteren Reisen nach Italien, Wien und München nach einer geeigneten Anstellung für den jungen Musiker und Komponisten, der seit [[1769]] unbesoldeter, seit [[21. August]] 1772 besoldeter [[Hofkonzertmeister]] der [[Salzburger Hofmusik]] war, blieb jedoch erfolglos. So übersiedelte die Familie 1773 in das Haus am Hannibalplatz, dem heutigen [[Makartplatz]] ([[Mozart Wohnhaus]]), wo zahlreiche Sinfonien, Serenaden, Divertimenti, fünf Konzerte für Klavier ("Lützow-Konzert" KV 246, "Jeunehomme-Konzert" KV 271), "''[[Il Re pastore]]''" KV 208 sowie Teile des "''[[Idomeneo]]''" KV 366 entstanden. | + | Die verzweifelte Suche auf weiteren Reisen nach Italien, Wien und München nach einer geeigneten Anstellung für den jungen Musiker und Komponisten, der seit [[1769]] unbesoldeter, seit [[21. August]] 1772 besoldeter [[Hofkonzertmeister]] der [[Salzburger Hofmusik]] war, blieb jedoch erfolglos. So übersiedelte die Familie 1773 in das Haus am Hannibalplatz, dem heutigen [[Makartplatz]] ([[Mozart Wohnhaus]]), wo zahlreiche Sinfonien, Serenaden, Divertimenti, fünf Konzerte für Klavier ("Lützow-Konzert" KV 246, "Jeunehomme-Konzert" KV 271), "''[[Il Rè pastore]]''" KV 208 sowie Teile des "''[[Idomeneo]]''" KV 366 entstanden. |
| | Am [[23. September]] [[1777]] brach Mozart um 6 Uhr früh nur in Begleitung seiner Mutter Anna Maria zu einer Reise in Richtung Mannheim und Paris auf, da das Urlaubsgesuch des Vaters von Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo abgelehnt worden war. Er übernachtete in [[Waging am See]]. Nach dem Tod seiner Mutter in Paris am [[3. Juli]] [[1778]] drängte ihn sein Vater zur Heimreise nach Salzburg, wo Wolfgang Amadé am [[17. Jänner]] [[1779]] mit einem Jahresgehalt von 450 [[Gulden]] als [[Hoforganist]] erneut in den Hofdienst aufgenommen wurde. Die erfolgreiche Aufführung des "Idomeneo" am [[29. Jänner]] [[1781]] am Münchner Hoftheater war der Beginn des Endes seiner Tätigkeit beim Salzburger Fürsterzbischof. Am [[12. März]] [[1781]] reiste Mozart nach längerem Aufenthalt in München auf Weisung des Fürsterzbischofs ab, um dessen [[Salzburger Fürstenhof|Hofstaat]] nach Wien zu folgen, wo es zum Bruch mit Colloredo und Verbleiben in Wien kam. Der Fußtritt in Wien des erzbischöflichen Angestellten [[Karl Joseph Felix Graf von Arco]] am [[10. Mai]] [[1781]] beendete das Arbeitsverhältnis Mozarts mit dem Fürsterzbischof und am [[8. Juni]] kam es zum endgültigen Bruch mit dem Fürsterzbischof. | | Am [[23. September]] [[1777]] brach Mozart um 6 Uhr früh nur in Begleitung seiner Mutter Anna Maria zu einer Reise in Richtung Mannheim und Paris auf, da das Urlaubsgesuch des Vaters von Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo abgelehnt worden war. Er übernachtete in [[Waging am See]]. Nach dem Tod seiner Mutter in Paris am [[3. Juli]] [[1778]] drängte ihn sein Vater zur Heimreise nach Salzburg, wo Wolfgang Amadé am [[17. Jänner]] [[1779]] mit einem Jahresgehalt von 450 [[Gulden]] als [[Hoforganist]] erneut in den Hofdienst aufgenommen wurde. Die erfolgreiche Aufführung des "Idomeneo" am [[29. Jänner]] [[1781]] am Münchner Hoftheater war der Beginn des Endes seiner Tätigkeit beim Salzburger Fürsterzbischof. Am [[12. März]] [[1781]] reiste Mozart nach längerem Aufenthalt in München auf Weisung des Fürsterzbischofs ab, um dessen [[Salzburger Fürstenhof|Hofstaat]] nach Wien zu folgen, wo es zum Bruch mit Colloredo und Verbleiben in Wien kam. Der Fußtritt in Wien des erzbischöflichen Angestellten [[Karl Joseph Felix Graf von Arco]] am [[10. Mai]] [[1781]] beendete das Arbeitsverhältnis Mozarts mit dem Fürsterzbischof und am [[8. Juni]] kam es zum endgültigen Bruch mit dem Fürsterzbischof. |