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Die Sonder LKW-Steuer führte zu Beginn der Sommerreisewelle [[1978]] zu einer der kritischsten Situationen im Bundesland Salzburg seit [[1945]].  Die langen Wartezeiten an der Grenze für die LKW-Fahrer ließen die Situation um die Mittagszeit des [[3. Juli]] explodieren, die LKW-Fahrer blockierten mit ihren Fahrzeugen jede Durchfahrt. Durch langes Verhandeln seitens Haslauers konnte die Bundesregierung zum Einlenken und die LKW Fahrer zum Aufgeben der Blockaden bewegt werden. Die Landtagswahl [[1979]] konnte Haslauers Wunschergebnis nicht erfüllen. Er verlor ein Mandat an die SPÖ, das erschwerte die Arbeit für Haslauer.   
 
Die Sonder LKW-Steuer führte zu Beginn der Sommerreisewelle [[1978]] zu einer der kritischsten Situationen im Bundesland Salzburg seit [[1945]].  Die langen Wartezeiten an der Grenze für die LKW-Fahrer ließen die Situation um die Mittagszeit des [[3. Juli]] explodieren, die LKW-Fahrer blockierten mit ihren Fahrzeugen jede Durchfahrt. Durch langes Verhandeln seitens Haslauers konnte die Bundesregierung zum Einlenken und die LKW Fahrer zum Aufgeben der Blockaden bewegt werden. Die Landtagswahl [[1979]] konnte Haslauers Wunschergebnis nicht erfüllen. Er verlor ein Mandat an die SPÖ, das erschwerte die Arbeit für Haslauer.   
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Das nächste größere Projekt nach den Wahlen war die 1. [[Salzburger Landesausstellung]]  mit dem Thema "Die Kelten in Mitteleuropa" in [[Hallein]] im Jahr [[1980]]. Eine weitere Veranstaltung die auf Haslauers Initititive veranstaltet wurde, war die "Salzburg-Symposien".   
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Das nächste größere Projekt nach den Wahlen war die 1. [[Salzburger Landesausstellung]]  mit dem Thema "Die Kelten in Mitteleuropa" in [[Hallein]] im Jahr [[1980]]. Eine weitere Veranstaltung die auf Haslauers Initiative veranstaltet wurde, war die "Salzburg-Symposien".   
    
Am [[5. März]] [[1980]] eröffnete er eine "Salzburger Landesdelegation" in Wien, um die starke und selbstbewusste Stellung des [[Land Salzburg|Landes Salzburg]] gegenüber den Zentralstellen in Wien zu zeigen. Sie wurde schließlich zugunsten einer Salzburger Repräsentanz in Brüssel geschlossen.   
 
Am [[5. März]] [[1980]] eröffnete er eine "Salzburger Landesdelegation" in Wien, um die starke und selbstbewusste Stellung des [[Land Salzburg|Landes Salzburg]] gegenüber den Zentralstellen in Wien zu zeigen. Sie wurde schließlich zugunsten einer Salzburger Repräsentanz in Brüssel geschlossen.   
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Auch die internationalen Kontakte waren Haslauer wichtig. Hier waren die [[Salzburger Festspiele]] ein guter Treffpunkt. Er pflegte eine enge Freundschaft mit Helmut Kohl und die Freundschaft mit [[Herbert von Karajan]] half ihm das Sony Werk in Anif anzusiedeln. Um den internationalen Ruf Salzburgs zu heben, wurde die [[Internationale Salzburg Association]] (ISA) gegründet.   
 
Auch die internationalen Kontakte waren Haslauer wichtig. Hier waren die [[Salzburger Festspiele]] ein guter Treffpunkt. Er pflegte eine enge Freundschaft mit Helmut Kohl und die Freundschaft mit [[Herbert von Karajan]] half ihm das Sony Werk in Anif anzusiedeln. Um den internationalen Ruf Salzburgs zu heben, wurde die [[Internationale Salzburg Association]] (ISA) gegründet.   
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Durch sein Interesse an der Wissenschaft kam es zur Schaffung des "Österreichischen Institutes für Menschenrechte" und des "Österreichischen Institutes für Rechtspolitik".  Einen weiteren wichtigen Schritt zur Zumsammenarbeit zwischen Poltik und Wissenschaft setzte Haslauer mit der Gründung der "Salzburg Kommision".  Sie sollte dem Landeshauptmann in den verschiedensten Bereichen von Experten Empfehlungen geben.   
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Durch sein Interesse an der Wissenschaft kam es zur Schaffung des "Österreichischen Institutes für Menschenrechte" und des "Österreichischen Institutes für Rechtspolitik".  Einen weiteren wichtigen Schritt zur Zusammenarbeit zwischen Politik und Wissenschaft setzte Haslauer mit der Gründung der "Salzburg Kommission".  Sie sollte dem Landeshauptmann in den verschiedensten Bereichen von Experten Empfehlungen geben.   
    
Bauverhaben:   
 
Bauverhaben:   
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Hier stechen besonders die Eröffnung des Teilstückes Werfen - Eben der [[Tauernautobahn]] und der zweiten Röhre des Ofenauer - und Hieflertunnels auf der Tauernautobahn heraus Zu nennen sind auch, die sogenannten "Jahrhundertbauten": Naturwissenschaftliche Fakultät der Universiät Salzburg, die Bundespolizeidirketion, Landesfinanzdirektion und die Altuniversität. Um diese "Jahrhundertbauten" zu finanzieren, gelang es Haslauer von der Bundesregierung ein entsprechendes Investitionsprogramm durchzusetzen.  Für den erfolgreichen Abschluss der Projekte stellte das gute Verhältnis zwischen Haslauer und dem SPÖ-Baulandesrat [[Wolfgang Radlegger]] die wesentliche Grundlage dar.   
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Hier stechen besonders die Eröffnung des Teilstückes Werfen - Eben der [[Tauernautobahn]] und der zweiten Röhre des Ofenauer - und Hieflertunnels auf der Tauernautobahn heraus Zu nennen sind auch, die sogenannten "Jahrhundertbauten": Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Salzburg, die Bundespolizeidirektion, Landesfinanzdirektion und die Altuniversität. Um diese "Jahrhundertbauten" zu finanzieren, gelang es Haslauer von der Bundesregierung ein entsprechendes Investitionsprogramm durchzusetzen.  Für den erfolgreichen Abschluss der Projekte stellte das gute Verhältnis zwischen Haslauer und dem SPÖ-Baulandesrat [[Wolfgang Radlegger]] die wesentliche Grundlage dar.   
    
Weiters wurde in seiner Zeit die Landesfeuerwehrschule und das Universitäts- und Landessportzentrum in Rif gebaut.  
 
Weiters wurde in seiner Zeit die Landesfeuerwehrschule und das Universitäts- und Landessportzentrum in Rif gebaut.  
 
1981 unterzeichnete Haslauer die Verträge zur Errichtung einer Kraftwerkskette Mittlere Salzach.  Trotz seiner sehr wirtschaftspolitischen Politik war er ein Befürworter des National Park Hohe Tauern. Im Wahlkampf zur Landtagswahl [[1984]] setzte die [[ÖVP]] ganz auf den Bonus des Landeshauptmannes und konnte so am [[25. März]] [[1984]] die absolute Mehrheit erreichen. Er verstärkte mit der Schaffung des "Landespolitischen Komitee" die Zusammenarbeit mit der Opposition ([[SPÖ]] und [[FPÖ]]).   
 
1981 unterzeichnete Haslauer die Verträge zur Errichtung einer Kraftwerkskette Mittlere Salzach.  Trotz seiner sehr wirtschaftspolitischen Politik war er ein Befürworter des National Park Hohe Tauern. Im Wahlkampf zur Landtagswahl [[1984]] setzte die [[ÖVP]] ganz auf den Bonus des Landeshauptmannes und konnte so am [[25. März]] [[1984]] die absolute Mehrheit erreichen. Er verstärkte mit der Schaffung des "Landespolitischen Komitee" die Zusammenarbeit mit der Opposition ([[SPÖ]] und [[FPÖ]]).   
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Weil Haslauer befürchtete, dass durch den [[8. Dezember]] [[1984]] 100 Millionen Schilling nach Bayern fließen würden, ließ er die Geschäfte trotz der Weisung von Sozialminister Alfred Dallinger offen. Das brachte ihm nicht nur Beliebtheit beim Volk, sondern auch eine Klage beim Verfassungsgericht ein.  Schließlich fand die Verhandlung am [[25. Juni]] [[1985]] in Wien vor dem Verfassungsgericht statt. Der Salzburger Landeshautpmann wurde wegen der Nichtbefolgung der Weisung des Sozialministers verurteilt. Aus Geringfügigkeit wurden jedoch keine Sanktionen gegen Haslauer ausgesprochen. Er selbst war von dem Urteil bitter enttäuscht und betroffen. <ref>Vgl. Robert Kriechbaumer: Die Ära Haslauer. In Salzburg. Geschichte und Politik Nr. 4/1996.</ref>     
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Weil Haslauer befürchtete, dass durch den [[8. Dezember]] [[1984]] 100 Millionen Schilling nach Bayern fließen würden, ließ er die Geschäfte trotz der Weisung von Sozialminister Alfred Dallinger offen. Das brachte ihm nicht nur Beliebtheit beim Volk, sondern auch eine Klage beim Verfassungsgericht ein.  Schließlich fand die Verhandlung am [[25. Juni]] [[1985]] in Wien vor dem Verfassungsgericht statt. Der Salzburger Landeshauptmann wurde wegen der Nichtbefolgung der Weisung des Sozialministers verurteilt. Aus Geringfügigkeit wurden jedoch keine Sanktionen gegen Haslauer ausgesprochen. Er selbst war von dem Urteil bitter enttäuscht und betroffen. <ref>Vgl. Robert Kriechbaumer: Die Ära Haslauer. In Salzburg. Geschichte und Politik Nr. 4/1996.</ref>     
    
Seine Maßnahmen nach dem Unfall beim Kernreaktor in Tschernobyl wurden österreichweit anerkannt. Doch auch mit Kritik von Seiten der Grünen, der Atomkraftgegner, der Friedensbewegung etc. sah er sich konfrontiert. Haslauer, der immer auf ein gepflegtes Äußeres wert lag, fand zu den, mit Jeans und  Pullovern gekleideten, Umweltschützern keinen Zugang. 1986 formierte sich in Salzburg eine breite Widerstandsfront gegen die von der bayrischen  Staatsregierung  geplanten atomaren Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf (WAW). Haslauer stellte sich hinter die Demonstranten, es kam zu schweren politischen Verstimmungen zwischen Haslauer und dem bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß.   
 
Seine Maßnahmen nach dem Unfall beim Kernreaktor in Tschernobyl wurden österreichweit anerkannt. Doch auch mit Kritik von Seiten der Grünen, der Atomkraftgegner, der Friedensbewegung etc. sah er sich konfrontiert. Haslauer, der immer auf ein gepflegtes Äußeres wert lag, fand zu den, mit Jeans und  Pullovern gekleideten, Umweltschützern keinen Zugang. 1986 formierte sich in Salzburg eine breite Widerstandsfront gegen die von der bayrischen  Staatsregierung  geplanten atomaren Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf (WAW). Haslauer stellte sich hinter die Demonstranten, es kam zu schweren politischen Verstimmungen zwischen Haslauer und dem bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß.   
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Haslauer litt unter dieser Auseinandersetzung mit Franz Josef Strauß, er war von dessen Sturrheit und Unbelehrbarkeit sehr betroffen, an diesem Konflikt ging auch die Freundschaft zugrunde.  Nach den Gemeinderatswahlen in der Stadt Salzburg am [[4. Oktober]] [[1987]],  bei der, der von ihm nicht sehr geschätzte SPÖ Kandidat Josef Reschen die absolute Mehrheit gewann, dachte Haslauer ernsthaft ans Aufhören.  Durch die verlorene Wahl rumorte es wieder in der ÖVP, der Unmut seiner unkonventionellen personellen Entscheidungen brach in der Funktionärsschaft neuerlich auf.   
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Haslauer litt unter dieser Auseinandersetzung mit Franz Josef Strauß, er war von dessen Sturheit und Unbelehrbarkeit sehr betroffen, an diesem Konflikt ging auch die Freundschaft zugrunde.  Nach den Gemeinderatswahlen in der Stadt Salzburg am [[4. Oktober]] [[1987]],  bei der, der von ihm nicht sehr geschätzte SPÖ Kandidat Josef Reschen die absolute Mehrheit gewann, dachte Haslauer ernsthaft ans Aufhören.  Durch die verlorene Wahl rumorte es wieder in der ÖVP, der Unmut seiner unkonventionellen personellen Entscheidungen brach in der Funktionärsschaft neuerlich auf.   
    
Aber es gab auch Positives, so zB. der Besuch Papst Johannes Paul II. in Salzburg. Da es Haslauer ein persönliches Anliegen war, den Papst in Salzburg zu begrüßen, sendete er bereits am [[18. Jänner]] [[1985]]  ein offizielles Einladungsschreiben.  
 
Aber es gab auch Positives, so zB. der Besuch Papst Johannes Paul II. in Salzburg. Da es Haslauer ein persönliches Anliegen war, den Papst in Salzburg zu begrüßen, sendete er bereits am [[18. Jänner]] [[1985]]  ein offizielles Einladungsschreiben.  
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Die Überlegung [[Arno Gasteiger]] zu seinem Nachfolger zu machen, scheiterten an den unkonventionellen und konträren Vorstellungen Gasteigers von Politik.   
 
Die Überlegung [[Arno Gasteiger]] zu seinem Nachfolger zu machen, scheiterten an den unkonventionellen und konträren Vorstellungen Gasteigers von Politik.   
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Durch die Partei ließ er sich noch einmal überreden bei der nächsten Wahl anzutreten. Haslauers Wahlziel war die abolute Mehrheit, sollte er sie nicht erreichen würde er sofort zurücktreten. Der Wahlkampf war durch die agressiven Angriffe Jörg Haiders und des innerparteilichen Aufbegehrens von Barbara Wicha nicht einfach für den schon körperlich müden Haslauer. Das Ergebnis der Wahlen war für Haslauer enttäuschend, die [[ÖVP]] verlor 3 Mandate. Da Haslauer die absolute Mehrheit einbüßte, trat er einen Tag nach der Wahl zurück.  
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Durch die Partei ließ er sich noch einmal überreden bei der nächsten Wahl anzutreten. Haslauers Wahlziel war die abolute Mehrheit, sollte er sie nicht erreichen würde er sofort zurücktreten. Der Wahlkampf war durch die aggressiven Angriffe Jörg Haiders und des innerparteilichen Aufbegehrens von Barbara Wicha nicht einfach für den schon körperlich müden Haslauer. Das Ergebnis der Wahlen war für Haslauer enttäuschend, die [[ÖVP]] verlor 3 Mandate. Da Haslauer die absolute Mehrheit einbüßte, trat er einen Tag nach der Wahl zurück.  
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Haslauer hatte im Lauf seiner Karriere auch immer wieder Angebote in die Bundespolitik zu gehen, doch er lehnte - auch wegen der Liebe zu Salzburg - ab.
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Haslauer hatte im Lauf seiner Karriere auch immer wieder Angebote in die Bundespolitik zu gehen, doch er lehnte - auch wegen der Liebe zu Salzburg - ab.
    
==Ruhestand==
 
==Ruhestand==
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