| Zeile 14: |
Zeile 14: |
| | | | |
| | =====Grabgemeinschaften (Taphozönose)===== | | =====Grabgemeinschaften (Taphozönose)===== |
| − | Wenn zwischen dem Tod der Organismen und der endgültigen Einbettung Unterbrechungen passieren, wie z.B. an flachen Meeresufern, in Flussbetten, in Dünen, und die Organismen daher zwischenzeitlich bewegt und umgelagert werden, entsteht eine sog. Grabgemeinschaft. | + | Wenn zwischen dem Tod der Organismen und der endgültigen Einbettung Unterbrechungen passieren, wie z.B. an flachen Meeresufern, in Flussbetten, in Dünen, und die Organismen daher zwischenzeitlich bewegt und umgelagert werden, entsteht eine so genannte Grabgemeinschaft. |
| | | | |
| | =====Erhaltung von Weichteilen durch Sauerstoffmangel===== | | =====Erhaltung von Weichteilen durch Sauerstoffmangel===== |
| Zeile 46: |
Zeile 46: |
| | | | |
| | =====Natürliche Aufschlüsse===== | | =====Natürliche Aufschlüsse===== |
| − | Natürliche Aufschlüsse sind Stellen im Gelände, die entweder durch Erosion, Einwirkung von Fließgewässern, Felssturz, Hangrutschung u.ä. entstehen. | + | Natürliche Aufschlüsse sind Stellen im Gelände, die entweder durch Erosion, Einwirkung von Fließgewässern, Felssturz, Hangrutschung u.ä. entstehen. |
| | | | |
| | =====Künstliche Aufschlüsse===== | | =====Künstliche Aufschlüsse===== |
| Zeile 52: |
Zeile 52: |
| | | | |
| | ==Abriss der geologische Großeinheiten im Salzburger Land== | | ==Abriss der geologische Großeinheiten im Salzburger Land== |
| − | Salzburgs geologischer Aufbau ist komplex, von Verwerfungen, Verschiebungen und Störungen gekennzeichnet. Überblicksweise hat Salzburg Anteil an folgenden großen geologischen Einheiten: | + | Salzburgs geologischer Aufbau ist komplex, von Verwerfungen, Verschiebungen und Störungen gekennzeichnet. Überblicksweise hat Salzburg Anteil an folgenden großen geologischen Einheiten: |
| | * Die [[Molassezone]], | | * Die [[Molassezone]], |
| | (im [[Alpenvorland]]) am äußersten Norden des Landes mit Ablagerungen vom Eozän bis ins Myozän. | | (im [[Alpenvorland]]) am äußersten Norden des Landes mit Ablagerungen vom Eozän bis ins Myozän. |
| Zeile 64: |
Zeile 64: |
| | kleinräumige Ablagerungen beiderseits der [[Salzach]] südwestlich von [[Käferheim]]. | | kleinräumige Ablagerungen beiderseits der [[Salzach]] südwestlich von [[Käferheim]]. |
| | * Die [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] | | * Die [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] |
| − | (Oberostalpin) reichen von der [[Walserberg]]- und Flyschzone nach Süden bis zum Südfuß der [[Leoganger Steinberge]], des [[Steinernes Meer|Steinernen Meer]] und des [[Hochkönig]]. Östlich der Salzach reicht die Zone bis zu einer Linie von [[Bischofshofen]] bis nördlich von [[Filzmoos]]. | + | (Oberostalpin) reichen von der [[Walserberg]]- und Flyschzone nach Süden bis zum Südfuß der [[Leoganger Steinberge]], des [[Steinernes Meer|Steinernen Meer]] und des [[Hochkönig]]. Östlich der [[Salzach]] reicht die Zone bis zu einer Linie von [[Bischofshofen]] bis nördlich von [[Filzmoos]]. |
| | * Die [[Grauwackenzone]] | | * Die [[Grauwackenzone]] |
| | oder Schieferzone ([[Oberostalpin]]) an die [[Nördlichen Kalkalpen]] anschließend. Sie reicht im Süden „etwa bis zu einer Linie, die von Ost nach West entlang der Salzach bis zu deren Nordknick und weiter über [[Flachau]] quer durch die südlichen Seitentäler der [[Enns]] verläuft.“ Diese Zone ist für Fossiliensammler wenig interessant. | | oder Schieferzone ([[Oberostalpin]]) an die [[Nördlichen Kalkalpen]] anschließend. Sie reicht im Süden „etwa bis zu einer Linie, die von Ost nach West entlang der Salzach bis zu deren Nordknick und weiter über [[Flachau]] quer durch die südlichen Seitentäler der [[Enns]] verläuft.“ Diese Zone ist für Fossiliensammler wenig interessant. |
| Zeile 70: |
Zeile 70: |
| | des östlichen [[Lungau]]s (Ober- und Mittelostalpin). In dieser Zone kommen am [[Frauennock]] zahlreiche Pflanzenfossilien vor. | | des östlichen [[Lungau]]s (Ober- und Mittelostalpin). In dieser Zone kommen am [[Frauennock]] zahlreiche Pflanzenfossilien vor. |
| | * Das [[Unterostalpin]] | | * Das [[Unterostalpin]] |
| − | besteht in Salzburg aus der oberen und unteren Radstädter Deckengruppe und der [[Katschberg]]zone. Diese Zone enthält kaum Fossilien. | + | besteht in Salzburg aus der oberen und unteren [[Radstädter Deckengruppe]] und der [[Katschberg]]zone. Diese Zone enthält kaum Fossilien. |
| | * Das [[Tauernfenster]] | | * Das [[Tauernfenster]] |
| | (Penninikum), dessen Salzburger Anteil vier größere Kerne umfasst und mehr für den Mineraliensammler zu bieten hat als für den Paläontologen. | | (Penninikum), dessen Salzburger Anteil vier größere Kerne umfasst und mehr für den Mineraliensammler zu bieten hat als für den Paläontologen. |
| | | | |
| − | Die fundreichsten Zonen sind die Nördlichen Kalkalpen und das sog. Helvetikum. | + | Die fundreichsten Zonen sind die Nördlichen Kalkalpen und das so genannte Helvetikum. |
| | | | |
| | =====Fossilien des Helvetikums===== | | =====Fossilien des Helvetikums===== |
| − | Fast alle eozänen Gesteine des Helvetikum enthalten Fossilien wie Nummuliten, Assilinen und Discocyclinen. Die wichtigsten Fundorte im Helvetikum sind der [[Kroisbachgraben]], [[St. Pankraz]], und [[Mattsee]]. Die sog. Fossilschicht ist jene Schicht, für die Mattsee und St. Pankraz in paläontologischer Hinsicht berühmt ist. | + | Fast alle eozänen Gesteine des Helvetikum enthalten Fossilien wie Nummuliten, Assilinen und Discocyclinen. Die wichtigsten Fundorte im Helvetikum sind der [[Kroisbachgraben]], [[St. Pankraz]], und [[Mattsee]]. Die so genannte Fossilschicht ist jene Schicht, für die Mattsee und St. Pankraz in paläontologischer Hinsicht berühmt ist. |
| | | | |
| | =====Fossilien der Nördlichen Kalkalpen===== | | =====Fossilien der Nördlichen Kalkalpen===== |
| − | In den Schichten der Nördlichen Kalkalpen finden sich Ammoniten, Nautiliden, Belemniten, Brachiopoden, Muscheln, Schnecken, Foraminiferen, Echinodermen, Seelilien, Korallenstöcke und Einzelkorallen, Schwämme, Algen, Spongien, Bryozoen, Microfossilien u.a.m. | + | In den Schichten der Nördlichen Kalkalpen finden sich Ammoniten, Nautiliden, Belemniten, Brachiopoden, Muscheln, Schnecken, Foraminiferen, Echinodermen, Seelilien, Korallenstöcke und Einzelkorallen, Schwämme, Algen, Spongien, Bryozoen, Microfossilien u.a.m. |
| | | | |
| | Zur Trias gehörend: | | Zur Trias gehörend: |
| Zeile 97: |
Zeile 97: |
| | | | |
| | ======Zlambachschichten====== | | ======Zlambachschichten====== |
| − | im [[Grünbachgraben]] bei [[St. Leonhard]]. | + | im [[Grünbachgraben]] bei [[Sankt Leonhard (Grödig)]] am [[Untersberg]]. |
| | | | |
| | Zum Jura gehörend: | | Zum Jura gehörend: |
| Zeile 119: |
Zeile 119: |
| | | | |
| | ======Gosauschichten====== | | ======Gosauschichten====== |
| − | sind einerseits Fossilschichten im Becken von [[Gosau]] und [[Rußbach]] mit Z.T. berühmten Fundorten wie der [[Randobach]], der [[Zimmergraben]], der [[Stöcklwaldgraben]], die [[Schneckenwand]], die [[Traunwand]], der [[Nefgraben]] und der [[Pass Gschütt]], andererseits Fossilschichten im Norden des [[Untersberg]]es, mit dem [[Morzger Hügel]], dem Gebiet [[Latschenwirt]] – [[Wolfschwang]] und mit [[Fürstenbrunn]]. | + | sind einerseits Fossilschichten im Becken von [[Gosau]] und [[Rußbach]] mit Z.T. berühmten Fundorten wie der [[Randobach]], der [[Zimmergraben]], der [[Stöcklwaldgraben]], die [[Schneckenwand]], die [[Traunwand]], der [[Nefgraben]] und der [[Pass Gschütt]], andererseits Fossilschichten im Norden des Untersberges, mit dem [[Morzger Hügel]], dem Gebiet [[Latschenwirt]] – [[Wolfschwang]] und mit [[Fürstenbrunn]]. |
| | | | |
| | ==Fossilien sammeln== | | ==Fossilien sammeln== |
| Zeile 149: |
Zeile 149: |
| | | | |
| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| − | * Das Fremdwörterbuch, Duden, Band 5, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich, 1990 | + | * ''Das Fremdwörterbuch'', Duden, Band 5, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich, 1990 |
| − | * Gero Moosleitner, „Fossilien sammeln im Salzburger Land“ Ein Führer zu klassischen und neuen Fundstellen, edition Goldschneck im Quelle & Meyer Verlag GmbH & Co. Wiebelsheim 2004 | + | * Gero Moosleitner,'' „Fossilien sammeln im Salzburger Land“ Ein Führer zu klassischen und neuen Fundstellen'', edition Goldschneck im Quelle & Meyer Verlag GmbH & Co. Wiebelsheim 2004 |
| | * „Fossilien –Fossilien der Wirbellosen mit Anhang Wirbeltiere und Pflanzen“, Hrsg Gunter Steinbach, Orbis Naturführer, Orbis Verlag | | * „Fossilien –Fossilien der Wirbellosen mit Anhang Wirbeltiere und Pflanzen“, Hrsg Gunter Steinbach, Orbis Naturführer, Orbis Verlag |
| − | * „Tertiärfossilien Österreichs“ : Wirbellose, niedere Wirbeltiere und marine Säugetiere; schöne, interessante, häufige und wichtige Macrofossilien aus den Beständen des Naturhistorischen Museums Wien und Privatsammlungen; eine Bilddokumentation / Ortwin Schulz. Mit Beiträgen von Fred Rögl.-Korb : Goldschneck-Verlag, 1998 | + | * ''„Tertiärfossilien Österreichs“: Wirbellose, niedere Wirbeltiere und marine Säugetiere''; schöne, interessante, häufige und wichtige Macrofossilien aus den Beständen des Naturhistorischen Museums Wien und Privatsammlungen; eine Bilddokumentation / Ortwin Schulz. Mit Beiträgen von Fred Rögl.-Korb : Goldschneck-Verlag, 1998 |
| | | | |
| | ==Fußnoten== | | ==Fußnoten== |