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Das Jahr [[1731]] sollte auch für Schwarzach ein Unglücksjahr werden. In diesem Jahr ordnete der Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian|Firmian]] von [[Altstadt|Salzburg]], zugleich Landesherr seines Erzbistums und Primas von Deutschland an, dass alle Anhänger der protestantischen Lehre ihren Glauben abschwören oder das Land verlassen müssen.
 
Das Jahr [[1731]] sollte auch für Schwarzach ein Unglücksjahr werden. In diesem Jahr ordnete der Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian|Firmian]] von [[Altstadt|Salzburg]], zugleich Landesherr seines Erzbistums und Primas von Deutschland an, dass alle Anhänger der protestantischen Lehre ihren Glauben abschwören oder das Land verlassen müssen.
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In Schwarzach schworen sich [[1731]] die Räte der evangelischen Bauern des Pongaues, ihrer Religion treu zu bleiben und die Befehle des Salzburger Erzbischofs nicht zu befolgen ([[Protestantenvertreibung#Der Salzbund|Salzbund]]).
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In Schwarzach schworen sich [[1731]] die Räte der evangelischen Bauern des Pongaus, ihrer Religion treu zu bleiben und die Befehle des Salzburger Erzbischofs nicht zu befolgen ([[Protestantenvertreibung#Der Salzbund|Salzbund]]).
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Doch im Jahre darauf mussten sie, es waren ihrer 20.000, ihres Glaubens wegen Hab und Gut verlassen und auswandern. König Friedrich Wilhelm I. von Preußen siedelte die Mehrzahl in Gumbinnen bzw. Litauen an. Andere zogen nach Württemberg, Hannover, England und Nordamerika (Georgien), wo sie die Kolonie Ebenezer gründeten. Für die zurückgebliebenen Bauern ließ Erzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] ein Missionshaus errichten. In dieser Zeit wurde Schwarzach ein Ort.
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Doch im Jahre darauf ([[1732]]) mussten sie, es waren ihrer 20.000, ihres Glaubens wegen Hab und Gut verlassen und auswandern. König Friedrich Wilhelm I. von Preußen siedelte die Mehrzahl in Gumbinnen bzw. Litauen an. Andere zogen nach [[Württemberg]], Hannover, England und Nordamerika (Georgien), wo sie die Kolonie Ebenezer gründeten. Für die zurückgebliebenen Bauern ließ Erzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] ein Missionshaus errichten. In dieser Zeit wurde Schwarzach ein Ort.
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Schwarzach im Pongau ist, obwohl uralter Siedlungsboden, eine junge Gemeinde, die am [[2. Juni]] [[1906]] durch kaiserliches Patent von [[St. Veit im Pongau]] losgetrennt und selbständig wurde. Damit schlug die Geburtsstunde der Gemeinde Schwarzach im Pongau, die im Jahre [[1908]], bereits ein Jahr vor Eröffnung der [[Tauernbahn]], auf Grund der großen Bedeutung zum Markt erhoben wurde.
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Schwarzach im Pongau ist, obwohl uralter Siedlungsboden, eine junge Gemeinde, die am [[2. Juni]] [[1906]] durch kaiserliches Patent von [[St. Veit im Pongau]] losgelöst und selbständig wurde. Damit schlug die Geburtsstunde der Gemeinde Schwarzach im Pongau, die im Jahre [[1908]], bereits ein Jahr vor Eröffnung der [[Tauernbahn]], auf Grund der großen Bedeutung zum Markt erhoben wurde.
    
<noinclude>==Die Marktgemeinde heute==
 
<noinclude>==Die Marktgemeinde heute==