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| − | [[Bild:Schernberg2.jpg|thumb|Schloss Schernberg]] | + | |
| − | [[Bild:Schernberg1.jpg|thumb|Schloss Schernberg]]
| + | [[Datei:SchlossSchernberg.D.jpg|miniatur|Schloss Schernberg]] |
| − | [[Datei:Gesamtansicht von Schernberg.JPG|thumb|Gesamtansicht von Schernberg von Norden.]] | + | [[Datei:SchernbergnachRenovierung.JPG|mini|Schloss Schernberg nach der Renovierung und Annäherung an historischen Originalzustand]] |
| − | [[Datei:Südansicht von Schernberg.jpg|thumb|Südansicht von Schernberg.]]
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| − | [[Datei:Friedensoase Schernberg.jpg|thumb|Kapelle, Gedenkstein und Gedenktafel in der Gedenkstätte "Friedensoase" nahe dem Schloss Schernberg erinnern an die Opfer der [[NS-Euthanasie]], die vor ihrer Deportation im Schloss gelebt haben.]]
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| | '''Schloss Schernberg''' ist ein [[Denkmalgeschützte Objekte in Schwarzach im Pongau|denkmalgeschütztes Gebäude]] in der [[Pongau]]er Marktgemeinde [[Schwarzach im Pongau]], das sich etwa zwei Kilometer oberhalb des Ortszentrums der Gemeinde auf einer Anhöhe befindet. | | '''Schloss Schernberg''' ist ein [[Denkmalgeschützte Objekte in Schwarzach im Pongau|denkmalgeschütztes Gebäude]] in der [[Pongau]]er Marktgemeinde [[Schwarzach im Pongau]], das sich etwa zwei Kilometer oberhalb des Ortszentrums der Gemeinde auf einer Anhöhe befindet. |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| | + | [[Datei:Schernbergkapelle.JPG|mini|gotische Schernbergkapelle]] |
| | Die einfache Festung Schernberg bestand anfangs aus nur einem Turm und wurde bereits im [[12. Jahrhundert]] erstmals urkundlich erwähnt. [[1370]] wurde der Turm samt allen dazugehörigen Gütern an die [[Graf von Schernberg|Grafen von Schernberg]] verkauft. Nach Umbauarbeiten des Turmes zu einem Schloss, wurde dieses [[1526]] durch einen Brand größtenteils zerstört. [[1542]] begann Christoph Graf mit dem Wiederaufbau, der [[1550]] von seinen Söhnen abgeschlossen wurde. | | Die einfache Festung Schernberg bestand anfangs aus nur einem Turm und wurde bereits im [[12. Jahrhundert]] erstmals urkundlich erwähnt. [[1370]] wurde der Turm samt allen dazugehörigen Gütern an die [[Graf von Schernberg|Grafen von Schernberg]] verkauft. Nach Umbauarbeiten des Turmes zu einem Schloss, wurde dieses [[1526]] durch einen Brand größtenteils zerstört. [[1542]] begann Christoph Graf mit dem Wiederaufbau, der [[1550]] von seinen Söhnen abgeschlossen wurde. |
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| | === Während des Nationalsozialismus === | | === Während des Nationalsozialismus === |
| | + | [[Datei:Friedensoase Schernberg.jpg|thumb|Kapelle, Gedenkstein und Gedenktafel in der Gedenkstätte "Friedensoase" nahe dem Schloss Schernberg erinnern an die Opfer der [[NS-Euthanasie]], die vor ihrer Deportation im Schloss gelebt haben.]] |
| | Zur Zeit des [[Nationalsozialismus]], in den Jahren [[1940]] und [[1941]], setzte sich [[Anna Bertha Gräfin Königsegg|Sr. Anna Bertha Königsegg]] mutig für die Behinderten ein um sie vor einem grausamen Tod zu retten. Trotzdem wurden 151 Bewohner gewaltsam abgeholt und in [[Schloss Hartheim]] bei [[Linz]] in [[Oberösterreich]] ermordet. Einige wenige konnten zuvor in die umliegenden Wälder flüchten. Zur Erinnerung an die Opfer dieses Verbrechens wurde in den [[2010er]]-Jahren die Gedenkstätte [[Friedensoase]] errichtet. Sr. Anna Bertha wurde wegen ihres Widerstandes gegen die Abholung und Ermordnung der Bewohner zweimal ins Gefängnis gebracht und später des Landes verwiesen. Die Schwestern wurden enteignet, durften aber weiterhin im Schloss wohnen. Es wurde ein Franzosenlager eingerichtet und auch Flüchtlinge aus [[Rumänien]] und Weißrussland zogen ein. | | Zur Zeit des [[Nationalsozialismus]], in den Jahren [[1940]] und [[1941]], setzte sich [[Anna Bertha Gräfin Königsegg|Sr. Anna Bertha Königsegg]] mutig für die Behinderten ein um sie vor einem grausamen Tod zu retten. Trotzdem wurden 151 Bewohner gewaltsam abgeholt und in [[Schloss Hartheim]] bei [[Linz]] in [[Oberösterreich]] ermordet. Einige wenige konnten zuvor in die umliegenden Wälder flüchten. Zur Erinnerung an die Opfer dieses Verbrechens wurde in den [[2010er]]-Jahren die Gedenkstätte [[Friedensoase]] errichtet. Sr. Anna Bertha wurde wegen ihres Widerstandes gegen die Abholung und Ermordnung der Bewohner zweimal ins Gefängnis gebracht und später des Landes verwiesen. Die Schwestern wurden enteignet, durften aber weiterhin im Schloss wohnen. Es wurde ein Franzosenlager eingerichtet und auch Flüchtlinge aus [[Rumänien]] und Weißrussland zogen ein. |
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| | * Vor dem Schloss steht die [[Gedächtniskapelle Anna Bertha Königsegg]] | | * Vor dem Schloss steht die [[Gedächtniskapelle Anna Bertha Königsegg]] |
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| | + | Datei:Schernberg2.jpg |
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| | + | Datei:Gesamtansicht von Schernberg.JPG |
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