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'''Phyllonorycter sorbi''' (''Lithocolletis sorbi'' Frey, 1855) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Gracillariidae]].
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'''Phyllonorycter sorbi''' (''Lithocolletis sorbi'' Frey, 1855) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]], [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Gracillariidae]] (Miniermotten oder Blatt-Tütenmotten).
    
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie==
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie==
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''P. sorbi'' ist in Salzburg aus allen Landesteilen mit Ausnahme des [[Lungau]]es (Zone V nach Embacher et al. 2011) nachgewiesen worden. Die Höhenverbreitung ist von rund 400 bis 1050 m dokumentiert. Lebensraum sind Laubmischwälder und deren Ränder, Galeriewälder, aber auch Hecken mit Beständen der Nahrungspflanzen der Raupen. ''P. sorbi'' fliegt in Salzburg in zwei Generationen pro Jahr, mit imaginalen Funden im April, sowie im Juni und Juli. Raupenfunde sind ebenfalls im Juni und Juli, sowie im September dokumentiert, Puppen im Juli und im Oktober. Überwinterungsstadium ist die Puppe (Kurz & Kurz 2021).
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''P. sorbi'' ist in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] aus allen Landesteilen mit Ausnahme des [[Lungau]]es (Zone V nach Embacher et al. 2011) nachgewiesen worden. Die Höhenverbreitung ist von rund 400 bis 1050 m dokumentiert. Lebensraum sind Laubmischwälder und deren Ränder, Galeriewälder, aber auch [[Hecke]]n mit Beständen der Nahrungspflanzen der Raupen. ''P. sorbi'' fliegt in Salzburg in zwei Generationen pro Jahr, mit imaginalen Funden im April, sowie im Juni und Juli. Raupenfunde sind ebenfalls im Juni und Juli, sowie im September dokumentiert, Puppen im Juli und im Oktober. Überwinterungsstadium ist die Puppe (Kurz & Kurz 2021).
    
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
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Die Biologie der Imagines von ''P. sorbi'' ist in Salzburg bisher unbekannt. Die Raupen leben in Faltenminen auf der Unterseite der Blätter von [[Eberesche]] (''[[Sorbus aucuparia]]''), wo sie in Konkurrenz zu [[Nepticulidae]]-Arten, wie ''[[Stigmella sorbi]]'' oder ''[[Stigmella nylandriella]]'', weiters auch zu den Raupen der eigenen Art, sowie zu jenen von ''[[Lyonetia clerkella]]'' beobachtet wurden. In einem Fall wurde eine Raupe auch aus ''[[Prunus padus]]'' (Traubenkirsche) erfolgreich bis zur Imago gezüchtet. Trotz der wenigen vorliegenden biologischen Daten dürfte ''P. sorbi'' in Salzburg als ungefährdet anzusehen sein, da die Art selbst, die Futterpflanzen der Raupen und auch geeignete Lebensräume im Land weit verbreitet sind.
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Die Biologie der [[Glossar Biologie#I|Imag]]ines von ''P. sorbi'' ist in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] bisher unbekannt. Die Raupen leben in Faltenminen auf der Unterseite der Blätter von [[Eberesche]] (''[[Sorbus aucuparia]]''), wo sie in Konkurrenz zu [[Nepticulidae]]-Arten, wie ''[[Stigmella sorbi]]'' oder ''[[Stigmella nylandriella]]'', weiters auch zu den Raupen der eigenen Art sowie zu jenen von ''[[Lyonetia clerkella]]'' beobachtet wurden. In einem Fall wurde eine Raupe auch aus ''[[Prunus padus]]'' (Traubenkirsche) erfolgreich bis zur Imago gezüchtet. Trotz der wenigen vorliegenden biologischen Daten dürfte ''P. sorbi'' in Salzburg als ungefährdet anzusehen sein, da die Art selbst, die Futterpflanzen der Raupen und auch geeignete Lebensräume im Land weit verbreitet sind.
    
==Weiterführende Informationen==
 
==Weiterführende Informationen==