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| | [[Datei:Alte Universität Aula Academica.jpg|thumb|Das Gebäude der Aula Academica.]] | | [[Datei:Alte Universität Aula Academica.jpg|thumb|Das Gebäude der Aula Academica.]] |
| | [[File:Salzburg Universität Furtwänglergarten.jpg|thumb|Eingang vom Furtwänglergarten.]] | | [[File:Salzburg Universität Furtwänglergarten.jpg|thumb|Eingang vom Furtwänglergarten.]] |
| | + | [[Datei:Aula Academica Altarbild Adrian Bloemart.jpg|thumb|Gemälde "Maria und Engel" von Abraham Bloemaert (* 25. Dezember 1564 in Gorinchem, Holland; † 27. Jänner 1651 in Utrecht) in der Aula Academica.]] |
| | Die '''Aula Academica''', auch ''Große Aula'', ''Universitätsaula'' oder ''Mozartaula'' genannt, der [[Universität Salzburg]] befindet sich in der [[Alte Universität|Alten Universität]] im [[Festspielbezirk]] der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]]. | | Die '''Aula Academica''', auch ''Große Aula'', ''Universitätsaula'' oder ''Mozartaula'' genannt, der [[Universität Salzburg]] befindet sich in der [[Alte Universität|Alten Universität]] im [[Festspielbezirk]] der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]]. |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| − | Die Aula Academica wurde [[1631]] vom Dombaumeister [[Santino Solari]] errichtet und diente ursprünglich als Kongregationssaal für die [[Collegium Marianum|Marianische Kongregation]] des Kollegiums. Sie wurde am [[5. Jänner]] [[1654]] von [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]], dem Gründer der [[Alte Universität|Universität Salzburg]], eingeweiht. Sehr wahrscheinlich wurde sie nach Plänen von [[Wolfgang Hagenauer]] um [[1780]] erstmals umgestaltet. Sie diente auch als historischer Mehrzweckraum für Messen und für Theateraufführungen. Oberhalb der acht Fenster der Ost- und den sieben Fenster der Westseite befinden sich Darstellungen der 15 Geheimnisse des Rosenkranzes. Das ehemalige große Altarbild stammt von [[Adrian Bloemart]] und zeigt Christus als Weltenrichter, umgeben von seiner Mutter Maria und von Heiligen. | + | Die Aula Academica wurde [[1631]] vom Dombaumeister [[Santino Solari]] errichtet und diente ursprünglich als Kongregationssaal für die [[Collegium Marianum|Marianische Kongregation]] des Kollegiums. Sie wurde am [[5. Jänner]] [[1654]] von [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]], dem Gründer der [[Benediktineruniversität Salzburg]], eingeweiht. Sehr wahrscheinlich wurde sie nach Plänen von [[Wolfgang Hagenauer]] um [[1780]] erstmals umgestaltet. Sie diente auch als historischer Mehrzweckraum für Messen und für Theateraufführungen des [[Benediktinertheater]]s. |
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| | + | Oberhalb der acht Fenster der Ost- und den sieben Fenster der Westseite befinden sich Darstellungen der 15 Geheimnisse des Rosenkranzes. Das ehemalige große Altarbild stammt von [[Adrian Bloemart]] und zeigt Christus als Weltenrichter, umgeben von seiner Mutter Maria und von Heiligen. Die Turmuhr stammt von [[Jakob Pentele]]. |
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| | == Musikveranstaltungen == | | == Musikveranstaltungen == |
| − | In der ''Großen Aula'' haben - neben vielen Salzburger Komponisten - auch [[Leopold Mozart]] (mit der Aufführung von „Antiquitas personata“ am [[18. Mai]] [[1742]], dessen Text von [[Paul Nagl]] stammte) und sein Sohn [[Wolfgang Amadé Mozart|Wolfgang Amadeus]], gewirkt. | + | In der ''Großen Aula'' haben - neben vielen Salzburger Komponisten - auch [[Leopold Mozart]] (mit der Aufführung von „Antiquitas personata“ am [[18. Mai]] [[1742]], dessen Text von [[Paul Nagl]] stammte) und sein Sohn [[Wolfgang Amadé Mozart|Wolfgang Amadeus]], gewirkt. Als Fünfjähriger trat Mozart am [[1. September]] [[1761]] im Schuldrama „Sigismundus Hungariae Rex“ (Musik von Johann Ernst Eberlin, Text von P. [[Marian Wimmer]]) als tanzender Page auf. |
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| − | Als Fünfjähriger trat Mozart am [[1. September]] [[1761]] im Schuldrama „Sigismundus Hungariae Rex“ (Musik von Johann Ernst Eberlin, Text von P. [[Marian Wimmer]]) als tanzender Page auf. Am [[13. Mai]] [[1767]] wurde seine Jugendoper „Apollo et Hyacinthos“ (KV 38) hier uraufgeführt. Mozart komponierte diese Oper mit 11 Jahren und spielte selbst am Clavicembalo. | |
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| − | Mit dieser Oper wurde die Aula am [[27. Jänner]] [[2005]] nach ihrer gründlichen Renovierung am 249. Geburtstag Mozarts wiedereröffnet. | + | Am [[13. Mai]] [[1767]] wurde seine Jugendoper „Apollo et Hyacinthos“ (KV 38) hier uraufgeführt. Mozart komponierte diese Oper mit elf Jahren und spielte selbst am Clavicembalo. Mit dieser Oper wurde die Aula am [[27. Jänner]] [[2005]] nach ihrer gründlichen Renovierung am 249. Geburtstag Mozarts wiedereröffnet. Die Gesamtkosten für den Umbau beliefen sich auf etwa 7,2 Mio Euro. Den Hauptteil in Höhe von ca. 6 Mio Euro trug die Bundesimmobiliengesellschaft als Gebäudeeigentümerin. Weiters hatten sich das Bildungsministerium und die Universität Salzburg an den Kosten beteiligt. |
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| − | == Technik == | + | == Ausstattung == |
| | Im Jahr [[2004]] wurde ''Aula Academica'' als Veranstaltungsort konzeptionell umgestaltet. Der Zutritt erfolgte früher über die Doppelstiege in der [[Alte Universität|Alten Universität]] und durch die relativ enge Prunkpforte an der Nordseite. Die Raumnutzung der Aula war früher von Nord nach Süd auf ein niedriges Podest schauend, ausgerichtet und die Bestuhlung war eben ausgeführt. Die Nutzung wurde um 180 Grad gedreht. Der Zutritt erfolgt heute über ein modernes, breites Stiegenhaus und durch zwei Zugänge an der Südseite. | | Im Jahr [[2004]] wurde ''Aula Academica'' als Veranstaltungsort konzeptionell umgestaltet. Der Zutritt erfolgte früher über die Doppelstiege in der [[Alte Universität|Alten Universität]] und durch die relativ enge Prunkpforte an der Nordseite. Die Raumnutzung der Aula war früher von Nord nach Süd auf ein niedriges Podest schauend, ausgerichtet und die Bestuhlung war eben ausgeführt. Die Nutzung wurde um 180 Grad gedreht. Der Zutritt erfolgt heute über ein modernes, breites Stiegenhaus und durch zwei Zugänge an der Südseite. |
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| | Zur Verbesserung der Sicht und Akustik wurde in die Aula eine von Norden nach Süden in flachen Stufen aufsteigende, aus Stahl konstruierte und mit Holz-Akustik-Elementen verkleidete Tribüne oder Auditorium eingebaut, sodass heute alle Besucher der verschiedenen Veranstaltungen (Konzert, Vortrag, Präsentation, Sponsion, Promotion oder akademische Ehrung) optimale Sicht- und Hörbedingungen haben. Der Raum wurde auch mit entsprechender Veranstaltungstechnik ausgestattet. | | Zur Verbesserung der Sicht und Akustik wurde in die Aula eine von Norden nach Süden in flachen Stufen aufsteigende, aus Stahl konstruierte und mit Holz-Akustik-Elementen verkleidete Tribüne oder Auditorium eingebaut, sodass heute alle Besucher der verschiedenen Veranstaltungen (Konzert, Vortrag, Präsentation, Sponsion, Promotion oder akademische Ehrung) optimale Sicht- und Hörbedingungen haben. Der Raum wurde auch mit entsprechender Veranstaltungstechnik ausgestattet. |
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| − | Die ca. 660 m² große Aula hat heute 624 gepolsterte Klappstühle, 504 Plätze befinden sich auf der Tribüne und sind mit dieser starr verbunden. Der Südtrakt wurde zu einem neuen Foyer, dem Jeanne Kahn-Foyer, umgestaltet, eine außen gelegene Treppenanlage erschließt die Aula vom Furtwängler-Park aus. Das Gebäude präsentiert sich nunmehr behindertengerecht und wurde mit zeitgemäßen Garderoben- und Sanitärräumlichkeiten ausgestattet. | + | Die ca. 660 m² große Aula hat heute 624 gepolsterte Klappstühle, 504 Plätze befinden sich auf der Tribüne und sind mit dieser starr verbunden. Der Südtrakt wurde zu einem neuen Foyer, dem "Jeanne Kahn-Foyer" (benannt nach der Gattin des Wahlsalzburgers und bedeutenden Kunstmäzens [[Donald Kahn]]), umgestaltet, eine außen gelegene Treppenanlage erschließt die Aula vom [[Furtwänglerpark]] aus. Das Gebäude präsentiert sich nunmehr behindertengerecht und wurde mit zeitgemäßen Garderoben- und Sanitärräumlichkeiten ausgestattet. |
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| − | == Ereignisse in der Aula Academica ==
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| − | Am [[13. Mai]] [[1767]] wird [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozarts]] erste Oper „Apollo et Hyacinthus“ in der Aula uraufgeführt.
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| − | Am [[27. Jänner]] [[2005]] fand die feierliche Wiederöffnung der Aula nach einem Umbau statt. Die Gesamtkosten für den Umbau belaufen sich auf etwa 7,2 Mio Euro. Den Hauptteil in Höhe von ca. 6 Mio Euro trägt die Bundesimmobiliengesellschaft als Gebäudeeigentümerin. Weiters haben sich das Bildungsministerium und die Universität Salzburg beteiligt.
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