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In diesem Artikel werden die '''Kobler-Spängler-Briefe von 1886''' aus einem Privatarchiv veröffentlicht.  
 
In diesem Artikel werden die '''Kobler-Spängler-Briefe von 1886''' aus einem Privatarchiv veröffentlicht.  
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== Einleitung ==
 
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Die [[Kobler-Spängler-Briefe]] bezeichnen eine umfangreiche Briefsammlung aus dem Besitz von [[Franz (II.) Xaver Gregor Spängler]] (* [[1839]]; † [[1912]]).  
 
Die [[Kobler-Spängler-Briefe]] bezeichnen eine umfangreiche Briefsammlung aus dem Besitz von [[Franz (II.) Xaver Gregor Spängler]] (* [[1839]]; † [[1912]]).  
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== 1886 ==
 
== 1886 ==
 
==== Fanny Kobler an Fanni Spängler ====
 
==== Fanny Kobler an Fanni Spängler ====
[Nr. 79<ref>"Nr. 79" usw. bezieht sich auf die Kekulé-Sosa-Nummerierung in der Aufstellung des Stammbaums bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]).</ref>] [[Fanny Kobler]] an [Nr. 19] Fanni Spängler: [Salzburg 1886]<br /> ''Liebe Fani! Entlich komme ich dazu dir einige Zeilen zu schreiben. Mit ge[h]t es Gottlob so ziemlich gut. Ich bin ja in die 90 Jahre noch im stande am Arm meiner Magd in der Nachbarschaft einen Besuch zu machen. Zu deinen kommenten Namenstag wünsch ich dir alles Gute/ Grüß mir deinen Man vilmals. Deinen viele Kindern Grüße und Bußernl. [!] von Fanni Kobler''
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[Nr. 79<ref>"Nr. 79" bezieht sich auf die Kekulé-Sosa-Nummerierung in der Aufstellung des Stammbaums bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]).</ref>] [[Fanny Kobler]] an [Nr. 19] Fanni Spängler: [Salzburg 1886]<br /> ''Liebe Fani! Entlich komme ich dazu dir einige Zeilen zu schreiben. Mit ge[h]t es Gottlob so ziemlich gut. Ich bin ja in die 90 Jahre noch im stande am Arm meiner Magd in der Nachbarschaft einen Besuch zu machen. Zu deinen kommenten Namenstag wünsch ich dir alles Gute/ Grüß mir deinen Man vilmals. Deinen viele Kindern Grüße und Bußernl. [!] von Fanni Kobler''
    
Geschrieben mit 90 Jahren von Franziska (Fanny) Kobler [Nr. 79], * 25. September 1796 in Salzburg; †  12. Juli 1886 (ihr letzter, undatierter Brief). Fanny Kobler wohnte zuletzt, wie der Eintrag in ihrem Gebetbuch ausweist, „Haus No. 10. Altenmarkt Plaz“; sie stirbt „den 12 Juli 11 uhr Nachts 1886“.
 
Geschrieben mit 90 Jahren von Franziska (Fanny) Kobler [Nr. 79], * 25. September 1796 in Salzburg; †  12. Juli 1886 (ihr letzter, undatierter Brief). Fanny Kobler wohnte zuletzt, wie der Eintrag in ihrem Gebetbuch ausweist, „Haus No. 10. Altenmarkt Plaz“; sie stirbt „den 12 Juli 11 uhr Nachts 1886“.
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==== Städtisches Museum Carolino-Augusteum betr. Fanny Kobler Verlassenschaft ====
 
==== Städtisches Museum Carolino-Augusteum betr. Fanny Kobler Verlassenschaft ====
betr. [[Fanny Kobler]] (* 25. September 1796; † 12. Juli 1886; Nr. 79) Briefkopf: Städtisches Museum Carolino-Augusteum in Salzburg/ P.Z. 1515/ Hochgeehrter Herr! Dem Museum Carolino-Augusteum in Salzburg sind aus der Verlassenschaft der seligen Frau Franziska Kobler nachstehende Gegenstände zum Geschenk von Ihnen, sehr geehrter Herr, übergeben worden: 1. Ein Holzlöffel mit Silberstiel mit den eingravierten Buchstaben A. R./ 2. Ein Messingsiegelstempel mit dem Monogramm A. W./ 3. Zwei salzburgische Einquartierungszettel aus dem Jahre 1800. [so ein Meldezettel siehe oben, 1840]/ 4. Zwei weitere salzburgische Drucksorten Posttarif und Einladungskarte./ 5. Eine Pergamenturkunde XXX der Marie Hueber, Bierbrauerin in Salzburg 1714./ 6. 2 Faszikel Aktenstücke betreffend XXX bezüglich des Durchganges neben der Michaeler Kirche 1874-40./ 7. 5 Sanitätsberichte der Stadtphisiken in Salzburg 1858-61 und 1863, sowie andere Sanitätsreferate. [Richard Schlegel ist Stadtarzt in Salzburg.]/ 8. Ein Aktenstück, die Armen XXX XXX betreffend./ 9. [...] 25. 8. 1886. [Im Gegensatz dazu habe ich 2003 vergeblich versucht, das lebensgroße, wunderschöne Porträt der Fanny Kobler in Salzburg unterzubringen. Das Nobel-Hotel Höllbräu [Altstadthotel Radisson] wollte es nicht, das Museum reagierte auf mehrmalige Anfragen überhaupt nicht. Jetzt behalten wir es!]
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betr. [Nr.79] [[Fanny Kobler]] (* 25. September 1796; † 12. Juli 1886; Nr. 79) Briefkopf: Städtisches Museum Carolino-Augusteum in Salzburg/ P.Z. 1515/ Hochgeehrter Herr! Dem Museum Carolino-Augusteum in Salzburg sind aus der Verlassenschaft der seligen Frau Franziska Kobler nachstehende Gegenstände zum Geschenk von Ihnen, sehr geehrter Herr, übergeben worden: 1. Ein Holzlöffel mit Silberstiel mit den eingravierten Buchstaben A. R./ 2. Ein Messingsiegelstempel mit dem Monogramm A. W./ 3. Zwei salzburgische Einquartierungszettel aus dem Jahre 1800. [so ein Meldezettel siehe oben, 1840]/ 4. Zwei weitere salzburgische Drucksorten Posttarif und Einladungskarte./ 5. Eine Pergamenturkunde XXX der Marie Hueber, Bierbrauerin in Salzburg 1714./ 6. 2 Faszikel Aktenstücke betreffend XXX bezüglich des Durchganges neben der Michaeler Kirche 1874-40./ 7. 5 Sanitätsberichte der Stadtphisiken in Salzburg 1858-61 und 1863, sowie andere Sanitätsreferate. [Richard Schlegel ist Stadtarzt in Salzburg.]/ 8. Ein Aktenstück, die Armen XXX XXX betreffend./ 9. [...] 25. 8. 1886. [Im Gegensatz dazu habe ich 2003 vergeblich versucht, das lebensgroße, wunderschöne Porträt der Fanny Kobler in Salzburg unterzubringen. Das Nobel-Hotel Höllbräu [Altstadthotel Radisson] wollte es nicht, das Museum reagierte auf mehrmalige Anfragen überhaupt nicht. Jetzt behalten wir es!]
    
==== Katharina Arrigler an Fanni Spängler ====
 
==== Katharina Arrigler an Fanni Spängler ====
an Fanni Spängler: Brief, ein Blatt, von Katharina Arrigler, verh. Schlegel (zweite Frau von Nr. 38 [[Richard Franz Schlegel]]): 9. Juni [ohne Ort und Jahr: 1886]: Liebe Fani [Spängler]! Was wirst du dir gedacht haben, daß ich heuer ganz auf deinen Geburtstag vergaß, nim die Wünsche also noch nachträglich an...“ vergesse alles, viele Sorgen, Gedanken an den Enkel und Franz [Fanni und Franz Spängler]... „unser Leben geht recht sehr still dahin...“ „Liebe Fani ich kann nicht mehr schreiben soeben brachte mein Vater das Telegram daß Schwester Louise todt ist u. gestern um halb zehn Uhr verschied. Lebt wohl es grüßt euch herzlich Eure betrübte Mutter Kath. Sch. Grüße mir Franz. Grüße die Kinder.“
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an [Nr. 19] Fanni Spängler: Brief, ein Blatt, von Katharina Arrigler, verh. Schlegel (zweite Frau von Nr. 38 [[Richard Franz Schlegel]]): 9. Juni [ohne Ort und Jahr: 1886]: Liebe Fani [Spängler]! Was wirst du dir gedacht haben, daß ich heuer ganz auf deinen Geburtstag vergaß, nim die Wünsche also noch nachträglich an...“ vergesse alles, viele Sorgen, Gedanken an den Enkel und Franz [Fanni und Franz Spängler]... „unser Leben geht recht sehr still dahin...“ „Liebe Fani ich kann nicht mehr schreiben soeben brachte mein Vater das Telegram daß Schwester Louise todt ist u. gestern um halb zehn Uhr verschied. Lebt wohl es grüßt euch herzlich Eure betrübte Mutter Kath. Sch. Grüße mir Franz. Grüße die Kinder.“
    
==== Katharina Arrigler an Franz Spängler ====
 
==== Katharina Arrigler an Franz Spängler ====