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{{Salzburgbezug}}'''Hausruckviertel''' ist eine Landschaft im südwestlichen Zentralraum [[Oberösterreich]]s, benannt nach dem Bergrücken Hausruck.

== Beschreibung ==
Es stellt eines der vier historischen Viertel Oberösterreichs dar. Die heutige Abgrenzung erfolgte durch die sich erst im [[19. Jahrhundert]] herausgebildeten politischen Bezirke. Während die Westgrenze des Hausruckviertels seit je durch die bis [[1779]] bestehende Grenze zu [[Bayern]] (heute zum [[Innviertel]]) definiert ist, wurde die Ostgrenze bis ins 19. Jahrhundert weitgehend durch die Traun gebildet.

Seit der Bildung der politischen Bezirke [[1868]] haben die Viertel in Oberösterreich keine rechtliche Grundlage mehr und sind reine Landschaftsbezeichnungen.

Bei der alten Einteilung Oberösterreichs in vier Viertel wurde das Hausruckviertel im Westen durch die Grenze zu den Bezirken im Innviertel ([[Bezirk Braunau am Inn|Braunau am Inn]], [[Ried im Innkreis]] und [[Schärding am Inn]]), im Süden durch die Flüsse Vöckla (die für einige Hundert Meter die Grenze zwischen Straßwalchen und Weißenkirchen im Attergau bildet), Ager und Traun und im Norden durch die [[Donau]] begrenzt.

Das Hausruckviertel umfasst heute die im Zentrum Oberösterreichs gelegene Stadt Wels, Eferding und Grieskirchen, den [[Bezirk Vöcklabruck]] im Südwesten sowie die links der Traun gelegenen Teile der Bezirke Linz-Land und Wels-Land.

Mit der Einführung des Begriffs Oberösterreichischer Zentralraum als „fünftes Viertel“ wird auch der Bereich zwischen den Städten Linz, Eferding und Wels mehr dazu gerechnet.

Ein Teil des [[Kobernaußer Wald]]es wird dem Hausruckviertel zugeordnet.

== Das Hausruckviertel und Salzburg ==
Im Nordosten des [[Land Salzburg (Bundesland)|Salzburger]] [[Flachgau]]s grenzt die Gemeinde [[Oberhofen am Irrsee]] an die Gemeinden [[Neumarkt am Wallersee]] und [[Straßwalchen]]. Die Gemeinden [[Pöndorf]], [[Weißenkirchen im Attergau]] grenzen an Straßwalchen.

Zur Marktgemeinde [[Frankenmarkt]] gibt es Salzburgbezüge.

Im Werk [[Thomas Bernhard]]s spielt Schloss Wolfsegg in Wolfsegg am Hausruck mehrmals eine Rolle. Bereits [[1953]] erwähnt er es als Journalist des Demokratischen Volksblattes, wobei ihn zunächst das Sprachbild Wolfsegg etymologisch interessierte. Zehn Jahre später situiert er dort – jedoch ohne Ortsangabe – in Fortführung des Mordstoffes aus Hans Leberts Buch „Die Wolfshaut“ in seinem Roman „Frost“ ein Kriegsverbrechen. Noch ein Jahrzehnt weiter wird sein Drehbuch „Der Italiener“ mit speziellen Details der Wolfsegger Topographie ebendort verfilmt und zum Ende seines Lebens ist das Schloss wichtiger Schauplatz in seinem letzten Roman „Auslöschung“.

Eine Episode von [[Klingendes Österreich Episodenliste]] mit [[Sepp Forcher]] führte in das Hausruckviertel.

== Personen mit Salzburgbezug aus dem Hausruckviertel ==
* Aus Frankenmarkt siehe [[Frankenmarkt#Töchter und Söhne der Marktgemeinde|Töchter und Söhne der Marktgemeinde]]
* Univ. [[Prof]]. [[Hans Graf]] wuchs im Hausruckviertel auf und ist ein österreichischer Dirigent, ehemaliger Leiter des [[Mozarteum Orchester]]s und ehemaliger Professor an der [[Hochschule Mozarteum]].
* [[Ernst Lengauer]] aus Gunskirchen ist Bundesgeschäftsführer des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender und Geschäftsführer der [[Freiheitliche Wirtschaft Salzburg| Freiheitlichen Wirtschaft Salzburg]].

== Quellen ==
* [[Wikipedia]]-Deutschland die Artikel "Hausruckviertel" und "Schloss Wolfsegg"
* [[Salzburgwiki]]-Einträge

[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Oberösterreich]]