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Bereits [[1847]] hatte er vorgehabt, seine Werkstätte nach Salzburg zu verlegen und suchte beim [[Magistrat der Stadt Salzburg|Magistrat]] um die Verleihung eines ''persönlichen Orgelbaubefugnißes'' an, da er ''in der Nähe zu [[Radstadt]], [[Neukirchen am Großvenediger|Neukirchen]] und dgl. Orgeln zu bauen'' hätte. Der Salzburger Magistrat bat daraufhin die beiden bereits tätigen Orgelbauer, [[Johann Dummel]] und [[Ludwig Mooser]], eine Stellungnahme abzugeben, die augenscheinlich berechnend schlecht ausfiel: "''Johann Mauracher bringt wohl mehrere Zeugniße bei, daß er einige Orgeln hergestellt habe. Indeßen bringt derselbe keinen ordentlichen Lehrbrief und keine legalen Zeugniße bei, daß er bei einem Orgelbauer längere Zeit gearbeitet habe'' […] ''Daß Johann Mauracher mehrere Orgeln gebaut hat, ist uns wohl bekannt, wenigstens wißen wir, daß er jene zu Altenmarkt selbständig hergestellt hat, alle übrigen Orgeln, worüber Zeugniße vorliegen, hat eigentlich deßen Vater gebaut, und sein Sohn Johann nur als Gehülfe mitgearbeitet. Wenn aber auch Johann Mauracher die Befähigung zum Orgelbau hätte, so würde er in Salzburg seine Nahrungsfähigkeit nicht begründen können, nachdem in diesem Orte früher nur ein einziger Orgelbauer bestanden hat'' (=v[[Joseph Konradt]])'', und dieser zu Grunde gegangen ist, gegenwärtig sich in Salzburg 2 Orgelbauer befinden, und aber weder in Salzburg noch in der weiten Concurrenz herum keine Orgelbauten vorfallen, welche beiden Orgelbauer von dieser Kunst ebenfalls nicht leben könnten, wenn sie sich nicht zugleich mit Herstellung von anderen Musikinstrumenten, namentlich mit dem Bau von Fortepianos befaßen würden.''"<ref>In: [[Salzburg Museum|SMCA]], Städtische Akten 99. Zitiert nach: [[Gerhard Walterskirchen]]: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Dissertation Universität Salzburg 1982, S. 173f.</ref><br />Trotz der negativen Auskunft erhielt Mauracher am 5. Mai 1847 die Orgelbaubefugnis, blieb aber in Braunau.<ref>SMCA, Städtische Akten 99. Zitiert nach: Gerhard Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Dissertation Universität Salzburg 1982, S. 173f.</ref>
 
Bereits [[1847]] hatte er vorgehabt, seine Werkstätte nach Salzburg zu verlegen und suchte beim [[Magistrat der Stadt Salzburg|Magistrat]] um die Verleihung eines ''persönlichen Orgelbaubefugnißes'' an, da er ''in der Nähe zu [[Radstadt]], [[Neukirchen am Großvenediger|Neukirchen]] und dgl. Orgeln zu bauen'' hätte. Der Salzburger Magistrat bat daraufhin die beiden bereits tätigen Orgelbauer, [[Johann Dummel]] und [[Ludwig Mooser]], eine Stellungnahme abzugeben, die augenscheinlich berechnend schlecht ausfiel: "''Johann Mauracher bringt wohl mehrere Zeugniße bei, daß er einige Orgeln hergestellt habe. Indeßen bringt derselbe keinen ordentlichen Lehrbrief und keine legalen Zeugniße bei, daß er bei einem Orgelbauer längere Zeit gearbeitet habe'' […] ''Daß Johann Mauracher mehrere Orgeln gebaut hat, ist uns wohl bekannt, wenigstens wißen wir, daß er jene zu Altenmarkt selbständig hergestellt hat, alle übrigen Orgeln, worüber Zeugniße vorliegen, hat eigentlich deßen Vater gebaut, und sein Sohn Johann nur als Gehülfe mitgearbeitet. Wenn aber auch Johann Mauracher die Befähigung zum Orgelbau hätte, so würde er in Salzburg seine Nahrungsfähigkeit nicht begründen können, nachdem in diesem Orte früher nur ein einziger Orgelbauer bestanden hat'' (=v[[Joseph Konradt]])'', und dieser zu Grunde gegangen ist, gegenwärtig sich in Salzburg 2 Orgelbauer befinden, und aber weder in Salzburg noch in der weiten Concurrenz herum keine Orgelbauten vorfallen, welche beiden Orgelbauer von dieser Kunst ebenfalls nicht leben könnten, wenn sie sich nicht zugleich mit Herstellung von anderen Musikinstrumenten, namentlich mit dem Bau von Fortepianos befaßen würden.''"<ref>In: [[Salzburg Museum|SMCA]], Städtische Akten 99. Zitiert nach: [[Gerhard Walterskirchen]]: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Dissertation Universität Salzburg 1982, S. 173f.</ref><br />Trotz der negativen Auskunft erhielt Mauracher am 5. Mai 1847 die Orgelbaubefugnis, blieb aber in Braunau.<ref>SMCA, Städtische Akten 99. Zitiert nach: Gerhard Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Dissertation Universität Salzburg 1982, S. 173f.</ref>
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In Braunau erwarb er [[1850]] von Maurermeister Schreckeneder das alte Schulhaus,<ref>Franz Martin: ''Braunauer Häuserchronik''. Schriften zur Braunauer Heimatkunde, Heft 1. „Das Bergland-Buch“, Salzburg 1943, S. 30.</ref> ''die sog. Kantorei in der Scheibe Nr. 60'',<ref>siehe [http://digi.landesbibliothek.at/viewer/fulltext/AC08718610/177/] In: ''Die Stadtschule zu Braunau''. Die digitale Landesbibliothek, II. Theil, S. 172.</ref> heute Kirchenplatz 9, und richtete darin seine Orgelbauwerkstätte ein.
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In Braunau erwarb er [[1850]] von Maurermeister Schreckeneder das alte Schulhaus,<ref>Franz Martin: ''Braunauer Häuserchronik''. Schriften zur Braunauer Heimatkunde, Heft 1. „Das Bergland-Buch“, Salzburg 1943, S. 30.</ref> ''die sog. Kantorei in der Scheibe ''[Kirchenplatz]'' Nr. 60'',<ref>siehe [http://digi.landesbibliothek.at/viewer/fulltext/AC08718610/177/] In: ''Die Stadtschule zu Braunau''. Die digitale Landesbibliothek, II. Theil, S. 172.</ref> heute Kirchenplatz 9, und richtete darin seine Orgelbauwerkstätte ein.
    
Der [[1857]] zum [[Abt der Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Abt]] von [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]] gewählte [[Franz de Paula Albert Eder|Franz Albert Eder]] war mütterlicherseits mit J.N.C. Maurachers Frau Walpurga, geb. Hintner, verwandt. Durch dieses Naheverhältnis konnte Mauracher in Salzburg Fuß fassen. So wurde es ihm ermöglicht, im [[Aiglhof#Aiglhof (Landsitz)|Aiglhof]] den oberen Stock zu mieten und dort Wohnung und Werkstätte einzurichten. Im Gewerberegister [[1866]] wird als Adresse [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] angegeben, er scheint unter ''Johann Mauracher, Lehen 2'' auf.<ref>''Handels- und Gewerbe-Schematismus für das Herzogthum Salzburg'', Salzburg, Verlag Ludwig Taube 1866, S. 23.</ref>  
 
Der [[1857]] zum [[Abt der Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Abt]] von [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]] gewählte [[Franz de Paula Albert Eder|Franz Albert Eder]] war mütterlicherseits mit J.N.C. Maurachers Frau Walpurga, geb. Hintner, verwandt. Durch dieses Naheverhältnis konnte Mauracher in Salzburg Fuß fassen. So wurde es ihm ermöglicht, im [[Aiglhof#Aiglhof (Landsitz)|Aiglhof]] den oberen Stock zu mieten und dort Wohnung und Werkstätte einzurichten. Im Gewerberegister [[1866]] wird als Adresse [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] angegeben, er scheint unter ''Johann Mauracher, Lehen 2'' auf.<ref>''Handels- und Gewerbe-Schematismus für das Herzogthum Salzburg'', Salzburg, Verlag Ludwig Taube 1866, S. 23.</ref>