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[[Datei:Großglockner Hochalpenstraße Eröffnung 1935 Miklas Papen.jpg|thumb|[[Großglockner Hochalpenstraße Baugeschichte]], die offiziellen [[Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße|Eröffnungsfeierlichkeiten]] am [[3. August]] [[1935]]. Bundespräsident Wilhelm Miklas begrüßt bei der Eröffnung der
Großglocknerstraße, neben seinem Steyr-Auto, stehend, den deutschen Gesandten Se. Ex. v. Papen.]]
'''Franz von Papen''' (* [[29. Oktober]] [[1879]] in Werl; † [[2. Mai]] [[1969]] in Obersasbach) war ein deutscher Politiker ([[1921]] bis [[1932]] Zentrum, dann parteilos, [[1938]] NSDAP) und Diplomat, der am Ende der Weimarer Republik entscheidend dazu beitrug, [[Adolf Hitler]] und die [[NSDAP]] an die Macht zu bringen.
== Leben (Auszug) ==
Der frühere Berufsoffizier und Abgeordnete im Preußischen Landtag wurde im Juni 1932 von Reichspräsident Paul von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. In seiner nur halbjährigen Amtszeit entmachtete er im sogenannten Preußenschlag die SPD-geführte Regierung des Freistaats Preußen und schwächte damit sowohl den Föderalismus als auch die Demokratie in Deutschland. Nach seinem Sturz im Dezember 1932 verhandelte er mit Hitler über eine Koalitionsregierung zwischen der nationalkonservativen DNVP und der NSDAP. Diese Regierung, in der Papen glaubte, die Nationalsozialisten kontrollieren zu können, kam am [[30. Jänner]] [[1933]] (Machtergreifung) zustande. Er selbst übernahm im Kabinett Hitler das Amt des Vizekanzlers, wurde aber rasch entmachtet und trat nach dem sogenannten Röhm-Putsch im Juli [[1934]] zurück. Anschließend war er Gesandter und Botschafter des Deutschen Reiches in [[Wien]] und Ankara.
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde er im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof angeklagt und in allen Anklagepunkten freigesprochen. Im Rahmen der Entnazifizierung wurde er schließlich in einem Spruchkammerverfahren am [[24. Februar]] [[1947]] als „Hauptschuldiger“ eingestuft und zu acht Jahren Arbeitslager verurteilt. Nach Einspruch der Berufungskammer Nürnberg vom [[26. Jänner]] [[1949]] wurde er im selben Jahr vorzeitig entlassen.
== von Papen und Salzburg ==
Bei der [[Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße]] am [[3. August]] [[1935]] wehte eine Hakenkreuzfahne beim [[Fuscher Törl]]. In der damaligen Tagespresse wurde es vermieden, ein Bilder dieser Fahnen zu zeigen. Nur die österreichische "Allgemeine Automobil-Zeitung" setzte die Flagge überdeutlich ins Bild. Obwohl sie gesetzlich verboten war wehte die Fahne am 3. und [[4. August]] beim [[Parkplatz Fuscher Törl I]]. Die Tolerierung dieser Fahne, schreibt [[Georg Rigele]] in seinem Buch "[[Großglockner Hochalpenstraße: Zur Geschichte eines österreichischen Monuments]]", war der Preis für die Teilnahme deutscher Gäste an den Eröffnungstagen. Für vier Tage war die [[1000-Mark-Sperre]] außer Kraft gesetzt. Besonders krass war die Platzierung der Fahne unmittelbar unterhalb des [[Gedenkzeichen Fuscher Törl|Gedenkzeichens]] für [[Engelbert Dollfuß|Dollfuß]], der ja erst vor einem Jahr bei einem erfolglosen [[Putschversuch Juli 1934|Putschversuch]] der Nationalsozialisten erschossen worden war.
Für diese und andere taktische Ausnahmen von [[Adolf Hitler|Hitlers]] Fremdenverkehrsboykott war in Deutschland der Gesandte Franz von Papen zuständig.
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== Quelle ==
* Georg Rigele: "Großglockner Hochalpenstraße: Zur Geschichte eines österreichischen Monuments", Seite 190
{{SORTIERUNG: Papen, Franz von}}
[[Kategorie:Person]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
[[Kategorie:Staatsperson]]
[[Kategorie:Nationalsozialismus]]
[[Kategorie:Deutschland]]
[[Kategorie:Großglockner Hochalpenstraße]]
[[Kategorie:Großglockner Hochalpenstraße (Geschichte)]]
[[Kategorie:Geboren 1879]]
[[Kategorie:Gestorben 1969]]