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[[Professor|Prof.]] Dr. iur. '''Walter Berka''' (* [[29. März]] [[1948]] in [[Saalfelden am Steinernen Meer|Saalfelden]]; † [[15. Juli]] [[2021]] in [[Salzburg]]) war ein österreichischer Jurist und [[Universitätsprofessor]].
== Leben ==
Walter Berka entstammte einer [[Pinzgau]]er Kaufmannsfamilie. Er besuchte die [[Salzburger Lehrerbildungsanstalt|Bundeslehrerbildungsanstalt Salzburg]], wo er [[1967]] mit Auszeichnung maturierte. Anschließend studierte er an der [[Paris-Lodron-Universität Salzburg]] Politikwissenschaft, Publizistik und Rechtswissenschaften und promovierte [[1972]] zum Doktor der Rechtswissenschaften. Noch im selben Jahr wurde er Universitätsassistent bei Prof. [[Hans-Ulrich Evers]] am Institut für Verfassungs- und Verwaltungsrecht und habilitierte sich [[1982]] mit einer Arbeit über ''Medienfreiheit und Persönlichkeitsschutz''. In den folgenden Jahren war er auch als Universitätsdozent tätig. Von [[1992]] bis 1994 war er ordentlicher Professor für öffentliches Recht und Institutsvorstand an der Universität [[Linz]].
[[1994]] kehrte er als ordentlicher Professor für Allgemeine Staatslehre, Verwaltungslehre, Verfassungs- und Verwaltungsrecht an die [[Paris-Lodron-Universität Salzburg]] zurück und lehrte dort bis zu seiner Emeritierung [[2016]].
Von [[1998]] bis [[2004]] war er neben seiner Lehrtätigkeit [[Rektoren und Dekane der Universität Salzburg|Dekan]] der [[Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Salzburg|Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg]] und wirkte maßgeblich an ihrer Modernisierung mit.
Mit dem ''Handbuch Grundrechte'', dem ''Lehrbuch Grundrechte'' sowie dem ''Lehrbuch Verfassungsrecht'' verfasste Walter Berka richtungweisende Lehrbücher.
[[2004]] wurde er korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ab [[2008]] wirkliches Mitglied der philosophisch-historischen Klasse und bis [[2013]] Vorsitzender des Akademierates. [[2005]] wurde er zum Mitglied des Österreichischen Wissenschaftsrates ernannt, eines Beratungsgremiums des Bundeswissenschaftsministeriums, und war bis [[2015]] dessen stellvertretender Vorsitzender. Außerdem war er Vorsitzender des 1. Senats des Österreichischen Presserates und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates Österreichischen Forschungsgemeinschaft, ordentliches Mitglied der Österreichischen Juristenkommission und Ersatzrichter am Staatsgerichtshof des Fürstentums [[Liechtenstein]].
== Auszeichnungen ==
Walter Berka war Träger zahlreicher Auszeichnungen, darunter des ''Großen Silbernen Ehrenzeiches für Verdienste um die Republik Österreich'' (Verleihung am [[27. Oktober]] [[2008]]), des ''Österreichischen Verfassungspreises'' ([[2012]]) und des ''Internationalen Preises für Wissenschaft und Forschung des Kulturfonds der Stadt Salzburg'' ([[2013]]).
== Quellen ==
* [https://www.plus.ac.at/oeffentliches-recht-voelker-und-europarecht/fachbereich/verfassungs-und-verwaltungsrecht/mitarbeiterinnen-vvr/berka/zur-person-2/ Homepage der Universität Salzburg], abgerufen am 21. Juli 2021.
* [[Rudolf Feik|Feik, Rudolf]] und [[Roland Winkler (Professor)|Roland Winkler]] (Hrsg.): ''[http://www.jan-sramek-verlag.at/fileadmin/user_upload/Curriculum_Walter_Berka.pdf Festschrift für Walter Berka]'', S. 649ff, Wien (Jan Sramek Verlag) 2013.
* [[Salzburger Nachrichten]] vom 20. Juni 2021, S. 18: Nachruf der Paris-Lodron-Universität Salzburg (Prof. Dr. [[Henrik Lehnert]]).
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[[Kategorie:Person]]
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[[Kategorie:Autor]]
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[[Kategorie:Bildung]]
[[Kategorie:Person (Bildung)]]
[[Kategorie:Universitätsprofessor]]
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[[Kategorie:Geboren 1948]]
[[Kategorie:Gestorben 2021]]