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[[Datei:Johann Hauser Skisportler 1933.jpg|thumb|Rechts oben [[Johann Hauser (Skisportler)|Hans Hauser]] 1933.]]
 
[[Datei:Johann Hauser Skisportler 1933.jpg|thumb|Rechts oben [[Johann Hauser (Skisportler)|Hans Hauser]] 1933.]]
'''Hermann Johann''' ''Hans'' '''Hauser''' (* [[3. Oktober]] [[1911]] auf der [[Zistelalm]] in der Gemeinde [[Aigen (Gemeinde)|Aigen]]<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-aigen/TFB10/?pg=63 Taufbuch der Pfarre Salzburg-Aigen, Band X, S. 60.]</ref>; † [[27. Juli]] [[1974]] in der [[Stadt Salzburg]]) war ein alpiner und nordischer Skisportler und der erste Salzburger Medaillengewinner bei Alpinen Skiweltmeisterschaften.
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'''Hermann Johann''' ''Hans'' '''Hauser''' (* [[3. Oktober]] [[1911]] auf der [[Zistelalm]] in der Gemeinde [[Aigen (Gemeinde)|Aigen]]; † [[27. Juli]] [[1974]] in der [[Stadt Salzburg]])<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-aigen/TFB10/?pg=63 Taufbuch der Pfarre Salzburg-Aigen, Band X, S. 60.]</ref> war ein alpiner und nordischer Skisportler und der erste Salzburger Medaillengewinner bei Alpinen Skiweltmeisterschaften.
    
== Jugend und Herkunft ==
 
== Jugend und Herkunft ==
Hans Hauser war der Sohn des Ziestel-Wirts Hermann Hauser (* 22. März 1882 in [[Stumm im Zillertal]]) und seiner Frau Maria, geborene Taxacher. Er wuchs gemeinsam mit seinem um ein Jahr jüngeren Bruder [[Max Hauser|Max]] (* [[5. Dezember]] [[1912]]; † [[27. November]] [[1983]]) auf der [[Zistelalm]] am [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] auf. Seine ursprünglich aus dem [[Zillertal]] in [[Tirol]] stammenden Eltern betrieben dort neben der [[Landwirtschaft]] den [[Hotel Restaurant Zistelalm|Gasthof Zistelalm]] und zählten zu den ersten Wegbereitern des damals noch nicht entwickelten Ski-[[Fremdenverkehr]]s.
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Hans Hauser war der Sohn des [[Ziestel]]-Wirts Hermann Hauser (* 22. März 1882 in [[Stumm im Zillertal]]) und seiner Frau Maria, geborene Taxacher. Er wuchs gemeinsam mit seinem um ein Jahr jüngeren Bruder [[Max Hauser|Max]] (* 1912; † 1983) auf der [[Zistelalm]] am [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] auf. Seine ursprünglich aus dem [[Zillertal]] in [[Tirol]] stammenden Eltern betrieben dort neben der [[Landwirtschaft]] den [[Hotel Restaurant Zistelalm|Gasthof Zistelalm]] und zählten zu den ersten Wegbereitern des damals noch nicht entwickelten Ski-[[Fremdenverkehr]]s.
    
Auf Grund der Abgeschiedenheit bewältigten die beiden Brüder im Winter den Weg in die Bürgerschule in [[Elsbethen]] in den Ortsteil [[Vorderfager]] auf Skiern. Diese waren damals selbstgefertigte, im Feuer gebogene schmale Bretter aus Eschen- oder Buchenholz, auf denen die hinteren Teile alter Schuhe aufgenagelt wurden und zwei Riemen, die zur Befestigung dienten. Als Jugendliche etablierten sich Hans und sein Bruder im [[1910]] gegründeten und aufstrebenden [[Salzburger Skiclub]] neben Pionieren wie [[Markus Maier]] und [[Edi Galleitner]] bald als fixe Größen.
 
Auf Grund der Abgeschiedenheit bewältigten die beiden Brüder im Winter den Weg in die Bürgerschule in [[Elsbethen]] in den Ortsteil [[Vorderfager]] auf Skiern. Diese waren damals selbstgefertigte, im Feuer gebogene schmale Bretter aus Eschen- oder Buchenholz, auf denen die hinteren Teile alter Schuhe aufgenagelt wurden und zwei Riemen, die zur Befestigung dienten. Als Jugendliche etablierten sich Hans und sein Bruder im [[1910]] gegründeten und aufstrebenden [[Salzburger Skiclub]] neben Pionieren wie [[Markus Maier]] und [[Edi Galleitner]] bald als fixe Größen.
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In Übersee heiratete er [[Virginia Hill]], der von der Boulevardpresse Verbindungen zu Mitgliedern der amerikanischen Mafia nachgesagt wurden. [[1950]] wurde den beiden der gemeinsame Sohn Peter geboren. Hans Hauser kehrte mit seiner Familie zurück nach Salzburg auf die Zistel. Seiner Frau war diese Umgebung schnell zu eintönig. Sie verließ ihn wieder Richtung Amerika, kehrte 1964 aber neuerlich zurück. Nach einem Treffen mit Hans Hauser im März 1966 im Gasthof "Zur schönen Aussicht" am [[Heuberg]] kam Virginia Hill auf mysteriöse Weise zu Tode: sie wurde zwei Tage nach dem Treffen nahe dem [[Alterbach]] tot aufgefunden<ref>die Umstände sind nie genau geklärt worden und ranken sich vom Freitod bis zum Auftragsmord</ref>.  
 
In Übersee heiratete er [[Virginia Hill]], der von der Boulevardpresse Verbindungen zu Mitgliedern der amerikanischen Mafia nachgesagt wurden. [[1950]] wurde den beiden der gemeinsame Sohn Peter geboren. Hans Hauser kehrte mit seiner Familie zurück nach Salzburg auf die Zistel. Seiner Frau war diese Umgebung schnell zu eintönig. Sie verließ ihn wieder Richtung Amerika, kehrte 1964 aber neuerlich zurück. Nach einem Treffen mit Hans Hauser im März 1966 im Gasthof "Zur schönen Aussicht" am [[Heuberg]] kam Virginia Hill auf mysteriöse Weise zu Tode: sie wurde zwei Tage nach dem Treffen nahe dem [[Alterbach]] tot aufgefunden<ref>die Umstände sind nie genau geklärt worden und ranken sich vom Freitod bis zum Auftragsmord</ref>.  
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Nach dem Ableben seiner Frau Virginia zog sich Hauser aus der Öffentlichkeit zurück. Am 1. Juni 1971 heiratete er seine zweite Ehefrau Gertrud in Salzburg. Er übersetzte die Aufzeichnungen der Virginia Hill ins Deutsche, die im Jahr 1970 unter dem Titel "Virginia Hill. Memoiren einer Gangsterbraut" als Buch veröffentlicht wurden. Virginia berichtet darin über ihre Männerbekanntschaften, über ausgelassene Partys, Geld, [[Sex]], Reisen und Nebensächlichkeiten. Die Personen des organisierten Verbrechens, zu denen sie in Beziehung stand, werden allesamt ausführlich abgehandelt, jedoch in unverbindlicher, fast freundlicher Art und Weise. Sie erinnern eher an Frauenhelden, an Glücksspieler, an gute Freunde als an jene Schwerverbrecher, die sie sind.  
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Nach dem Ableben seiner Frau Virginia zog sich Hauser aus der Öffentlichkeit zurück. Am 1. Juni [[1971]] heiratete er seine zweite Ehefrau Gertrud, geborene Vierthaler in Salzburg. Er übersetzte die Aufzeichnungen der Virginia Hill ins Deutsche, die im Jahr 1970 unter dem Titel "Virginia Hill. Memoiren einer Gangsterbraut" als Buch veröffentlicht wurden. Virginia berichtet darin über ihre Männerbekanntschaften, über ausgelassene Partys, Geld, [[Sex]], Reisen und Nebensächlichkeiten. Die Personen des organisierten Verbrechens, zu denen sie in Beziehung stand, werden allesamt ausführlich abgehandelt, jedoch in unverbindlicher, fast freundlicher Art und Weise. Sie erinnern eher an Frauenhelden, an Glücksspieler, an gute Freunde als an jene Schwerverbrecher, die sie sind.  
    
Im Jahr 1974 nahm Hans Hauser zu Joe Adonis Kontakt auf und teilte ihm mit, dass noch andere Aufzeichnungen seiner Frau Virginia aufgetaucht seien, Aufzeichnungen mit für die Cosa Nostra unangenehmen Inhalten. Er selbst sei im Besitz dieses verschwunden geglaubten Manuskriptes und habe vor, es zu verkaufen beziehungsweise zu veröffentlichen. Hans Hauser wurde kurz darauf in seiner Bar am [[Giselakai]] 15 in Salzburg erhängt aufgefunden, die offizielle Todesursache lautete, wie acht Jahre zuvor bei seiner Ehefrau, Selbstmord. Das Manuskript bleibt verschwunden.
 
Im Jahr 1974 nahm Hans Hauser zu Joe Adonis Kontakt auf und teilte ihm mit, dass noch andere Aufzeichnungen seiner Frau Virginia aufgetaucht seien, Aufzeichnungen mit für die Cosa Nostra unangenehmen Inhalten. Er selbst sei im Besitz dieses verschwunden geglaubten Manuskriptes und habe vor, es zu verkaufen beziehungsweise zu veröffentlichen. Hans Hauser wurde kurz darauf in seiner Bar am [[Giselakai]] 15 in Salzburg erhängt aufgefunden, die offizielle Todesursache lautete, wie acht Jahre zuvor bei seiner Ehefrau, Selbstmord. Das Manuskript bleibt verschwunden.
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